
Mercedes-AMG schlägt beim GT 4-Türer ein neues Kapitel auf. Das neue Mercedes-AMG GT 4-Door Coupé kommt als vollelektrisches Modell und ist das erste Serienfahrzeug der Marke auf der neuen AMG.EA-Hochleistungsarchitektur. Damit verlagert AMG sein sportliches Topmodell mit vier Türen konsequent in die Elektromobilität. Der Hersteller nennt für die Modellreihe zwei Varianten: den AMG GT 55 4MATIC+ und den stärkeren AMG GT 63 4MATIC+.
Die stärkste Version, der Mercedes-AMG GT 63 4MATIC+, soll nach Herstellerangaben drei Axialflussmotoren nutzen und eine Leistung von bis zu 860 kW, umgerechnet 1.169 PS, erreichen. Die Höchstgeschwindigkeit gibt AMG mit bis zu 300 km/h an, wobei dieser Wert nur mit optionalem AMG Drivers Package gelten soll. Für den Sprint von 0 auf 200 km/h nennt der Hersteller 6,4 Sekunden.
Der AMG GT 55 4MATIC+ ist ebenfalls mit drei Axialflussmotoren angekündigt. Für diese Variante gibt Mercedes-AMG 600 kW, also 816 PS, an. Auch sie soll als alltagstauglicher Gran Turismo positioniert werden, aber klar unterhalb des GT 63 liegen. Beide Modelle markieren damit keinen bloßen Elektro-Ableger, sondern den technischen Neustart einer Performance-Baureihe.
Beim AMG GT 63 nennt Mercedes-AMG eine maximale kombinierte WLTP-Reichweite von 696 Kilometern. Für den AMG GT 55 werden bis zu 700 Kilometer angegeben. Zudem stellt AMG eine besonders hohe Ladeleistung in den Vordergrund: In zehn Minuten sollen beim GT 63 bis zu 460 Kilometer zusätzliche Reichweite möglich sein, beim GT 55 bis zu 462 Kilometer. Die Ladeleistung wird mit bis zu 600 kW angegeben.
Diese Werte sind allerdings noch nicht endgültig homologiert. Mercedes-AMG weist selbst darauf hin, dass die Angaben vorläufig sind und noch keine bestätigten Werte einer amtlich anerkannten Prüforganisation sowie keine EG-Typgenehmigung oder Konformitätsbescheinigung mit offiziellen Werten vorliegen. Abweichungen von den späteren offiziellen Angaben sind deshalb möglich.
Der neue AMG GT 4-Türer ist für Mercedes-AMG strategisch wichtiger als ein einzelnes Modell. Die AMG.EA-Plattform soll künftig die technische Grundlage für elektrische Hochleistungsfahrzeuge der Marke bilden. Bereits beim Concept AMG GT XX hatte Mercedes-AMG angekündigt, dass kompakte elektrische Hochleistungsmotoren ab 2026 in die Serienproduktion gehen sollen.
Auch der Mercedes-Benz-Konzern hatte den neuen viertürigen AMG als Teil seiner Produktoffensive für 2026 eingeordnet. Das Modell gehört damit zu einer Phase, in der Mercedes seine Top-End-Strategie stärker elektrifiziert und zugleich versucht, AMG als Performance-Marke in die nächste Antriebsgeneration zu übertragen.
Im Innenraum setzt AMG auf eine stark fahrerorientierte Gestaltung. Das Cockpit besteht aus einem 10,2-Zoll-Fahrerdisplay, einem 14-Zoll-Multimediabildschirm und einem 14-Zoll-Beifahrerdisplay. Die Anzeigen liegen unter einer durchgehenden Glasfläche. Dazu kommen eine sportlich tiefe Sitzposition vorne und ein auf Langstreckenkomfort ausgelegter Fond.
AMG beschreibt das Fahrzeug bewusst als Verbindung aus Sportwagen und Gran Turismo. Das passt zur Rolle des GT 4-Türers: Er soll nicht nur maximale Beschleunigung liefern, sondern auch als langstreckentaugliches viertüriges Coupé funktionieren. Damit bleibt das Grundkonzept der bisherigen Baureihe erhalten, während der Antrieb vollständig wechselt.
Eine besondere Rolle spielt das Klang- und Fahrerlebnis. Mercedes-AMG bewirbt für den GT 63 ein System, das ein V8-Erlebnis mit Sound und simuliertem Schaltgefühl erzeugen soll. Externe Berichte nennen dafür mehr als 1.600 Sounddateien, die unter anderem Motorgeräusche und virtuelle Gangwechsel nachbilden sollen.
Damit versucht AMG, eine bekannte Herausforderung elektrischer Performance-Autos zu lösen. Elektromotoren liefern enorme Beschleunigung, lassen aber viele der Geräusche und mechanischen Rückmeldungen klassischer AMG-Modelle vermissen. Der neue GT 4-Türer soll diese emotionale Lücke technisch schließen, ohne zum Verbrenner zurückzukehren.
Mit dem neuen AMG GT 4-Türer positioniert sich Mercedes-AMG in einem stark umkämpften Segment. Elektrische Sportlimousinen und viertürige Coupés sind längst ein Prestige-Feld geworden. Porsche, Tesla und weitere Premiumhersteller zeigen, dass hohe Leistung, große Reichweite und schnelle Ladezeiten inzwischen zentrale Kaufargumente in der Oberklasse sind.
Für Mercedes-AMG geht es deshalb nicht nur um ein neues Modell, sondern um Glaubwürdigkeit im elektrischen Performance-Zeitalter. Der AMG GT 4-Türer soll zeigen, dass die Marke ihre bisherige Identität aus Leistung, Exklusivität und Fahrdynamik auch ohne Verbrennungsmotor fortführen kann. Ob das Serienmodell die angekündigten Werte im Alltag bestätigt, wird sich erst mit den endgültigen Homologationsdaten und unabhängigen Tests zeigen.
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