
Das islamische Opferfest beginnt 2026 in Deutschland voraussichtlich am Mittwoch, 27. Mai. Viele muslimische Gemeinden begehen den ersten Festtag besonders intensiv, auch wenn das Fest religiös über mehrere Tage reicht. In Kalendern islamischer Organisationen wird das Opferfest 2026 häufig für den Zeitraum vom 27. bis 29. Mai angegeben. In schulischen Feiertagsübersichten einzelner Bundesländer findet sich auch der Zeitraum vom 27. bis 30. Mai.
Das Fest ist international als Eid al-Adha bekannt, im Türkischen als Kurban Bayramı. Es gehört zu den wichtigsten Festen des Islam und fällt auf den 10. Tag des islamischen Monats Dhul-Hidscha. Dieser Monat ist zugleich mit der Pilgerfahrt nach Mekka verbunden. Nach islamischer Tradition erinnert das Opferfest an die Bereitschaft Ibrahims, Gott zu vertrauen.
Das Opferfest hat im gregorianischen Kalender kein festes Datum. Grund ist der islamische Mondkalender, dessen Monate sich am Mondlauf orientieren. Dadurch verschieben sich islamische Feiertage jedes Jahr um etwa zehn bis elf Tage nach vorn. Für 2026 fällt der erste Festtag nach den derzeit verbreiteten Kalenderangaben auf den 27. Mai.
Ganz ausgeschlossen sind kleinere Abweichungen nicht. Der genaue Beginn kann je nach religiöser Autorität, Berechnungsmethode oder lokaler Mondsichtung unterschiedlich bestimmt werden. Für Deutschland nennen islamische Kalender und behördliche Übersichten jedoch übereinstimmend den 27. Mai 2026 als maßgeblichen ersten Festtag.
Im Mittelpunkt steht die Erzählung von Ibrahim, der nach islamischem Verständnis bereit war, aus Gehorsam gegenüber Gott ein großes Opfer zu bringen. Nach der religiösen Überlieferung wurde dieses Opfer durch ein Tier ersetzt. Daraus leitet sich der Name Opferfest ab.
Für Muslime ist das Fest nicht nur ein historisches Gedenken. Es steht für Vertrauen, Dankbarkeit, Verantwortung und die Bereitschaft, mit anderen zu teilen. Deshalb spielt die Unterstützung von Bedürftigen eine zentrale Rolle. Das Fest verbindet religiöse Praxis mit familiärem Zusammenhalt und sozialer Verpflichtung.
Der erste Festtag beginnt für viele Gläubige mit einem besonderen Festgebet in der Moschee oder an größeren Gebetsorten. Danach folgen Besuche bei Verwandten, gemeinsame Mahlzeiten und Glückwünsche. In Familien mit türkischem Hintergrund ist die Bezeichnung Kurban Bayramı verbreitet, arabischsprachige Muslime sprechen häufig von Eid al-Adha.
Traditionell gehört auch die Opfergabe zum Fest. In vielen Ländern wird ein Tier geschlachtet und das Fleisch zwischen Familie, Nachbarschaft und Bedürftigen aufgeteilt. In Deutschland erfolgt dies in der Regel nicht privat, sondern über zugelassene Schlachtbetriebe oder über Hilfsorganisationen, die Opfergaben organisieren.
In Deutschland leben nach Angaben der Deutschen Islam Konferenz ungefähr 5,5 Millionen Menschen muslimischen Glaubens. Damit ist der Islam nach dem Christentum die zweitgrößte religiöse Gruppe im Land. Für viele Familien ist das Opferfest deshalb ein fester Bestandteil des religiösen und familiären Jahres.
Anders als Weihnachten oder Ostern ist das Opferfest in Deutschland kein bundesweiter gesetzlicher Feiertag. Viele Beschäftigte müssen deshalb Urlaub nehmen, wenn sie den ersten Festtag frei begehen möchten. Für Schülerinnen und Schüler gibt es in vielen Bundesländern Regelungen zur Unterrichtsbefreiung an wichtigen religiösen Feiertagen.
Das Opferfest zeigt auch, wie religiöse Vielfalt im Alltag organisiert wird. Moscheegemeinden planen zusätzliche Gebete, Familien stimmen Besuche ab, Schulen und Arbeitgeber werden bei Bedarf informiert. Für viele Muslime in Deutschland ist der erste Festtag der wichtigste Moment, weil sich religiöse Verpflichtungen, Familienbesuche und beruflicher Alltag miteinander vereinbaren lassen müssen.
Gleichzeitig bleibt das Fest international eingebunden. Es fällt in die Zeit der Pilgerfahrt nach Mekka und wird weltweit von Muslimen begangen. In mehrheitlich muslimischen Ländern ist Eid al-Adha vielerorts ein offizieller Feiertag. In Deutschland ist es vor allem ein religiöses und familiäres Fest innerhalb einer pluralen Gesellschaft.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu