
Der weltweite Markt für Elektroautos ist 2025 erneut deutlich gewachsen. Nach dem Global EV Outlook 2026 der Internationalen Energieagentur wurden im vergangenen Jahr mehr als 20 Millionen Elektroautos verkauft. Das entspricht einem Zuwachs von 20 Prozent gegenüber 2024. Damit war rund jedes vierte neu verkaufte Auto weltweit elektrisch unterwegs.
Für 2026 rechnet die IEA mit einem weiteren Anstieg. Nach ihrer Prognose dürften weltweit 23 Millionen Elektroautos verkauft werden. Das wären 28 Prozent aller Neuzulassungen. Damit würde sich der Strukturwandel in der Autoindustrie fortsetzen, auch wenn die Entwicklung regional sehr unterschiedlich verläuft.
China ist weiterhin der mit Abstand wichtigste Markt für Elektroautos. Nach Angaben der IEA wurden dort 2025 mehr als 13 Millionen Elektroautos verkauft. Das Land kam damit auf rund sechs von zehn weltweit verkauften Elektroautos. Der Anteil elektrischer Fahrzeuge an allen Neuwagenverkäufen lag in China bei fast 55 Prozent.
Zugleich zeigt der Bericht, wie stark chinesische Hersteller den globalen Markt prägen. Sie lieferten 2025 rund 60 Prozent aller weltweit verkauften Elektroautos. Europäische und nordamerikanische Hersteller kamen jeweils auf etwa 15 Prozent. Die Elektromobilität ist nicht mehr nur eine technische Transformation, sondern auch eine Verschiebung industrieller Stärke.
In Europa zog der Markt 2025 spürbar an. Die IEA spricht von einem Plus von mehr als 30 Prozent bei den Elektroautoverkäufen. Insgesamt wurden in Europa 4,2 Millionen Elektroautos verkauft. Ihr Anteil an den gesamten Neuwagenverkäufen lag bei 28 Prozent. In der Europäischen Union erreichten Elektroautos knapp 27 Prozent.
Auch Deutschland wird im Bericht ausdrücklich genannt. Dort stiegen die Verkäufe von Elektroautos 2025 um 50 Prozent auf einen Rekordwert von 850.000 Fahrzeugen. Etwa 30 Prozent der in Deutschland verkauften Neuwagen waren elektrisch. Nach Einschätzung der IEA spielten dabei steuerliche Vorteile für elektrische Firmenwagen und ein größeres Angebot günstigerer Modelle eine Rolle.
Der Jahresstart 2026 verlief weltweit nicht einheitlich. Die IEA berichtet, dass im ersten Quartal global rund 3,9 Millionen Elektroautos verkauft wurden. Das waren acht Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Als Gründe nennt die Agentur vor allem schwächere Verkäufe in China und den USA nach wichtigen politischen Änderungen.
Gleichzeitig wuchsen andere Märkte deutlich. In Europa lagen die Verkäufe im ersten Quartal 2026 im Jahresvergleich um fast 30 Prozent höher. In Ländern des asiatisch-pazifischen Raums ohne China stiegen die Verkäufe um 80 Prozent, in Lateinamerika um 75 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet die IEA deshalb trotz des schwächeren globalen Jahresauftakts einen neuen Absatzrekord.
Mit der wachsenden Zahl elektrischer Fahrzeuge steigt der Druck auf die Ladeinfrastruktur. China verfügt laut IEA über den größten öffentlichen Ladebestand weltweit. Ende 2025 entfielen mehr als 65 Prozent aller öffentlichen Ladepunkte auf China. Dort wuchs die Zahl der öffentlichen Ladepunkte von knapp 3,4 Millionen Ende 2024 auf mehr als 4,7 Millionen Ende 2025.
Europa kommt ebenfalls voran, muss das Tempo aber halten. Die Zahl der öffentlichen Ladepunkte stieg dort 2025 um etwa 20 Prozent. Deutschland lag Ende 2025 laut IEA bei 196.000 öffentlichen Ladepunkten, Frankreich bei 185.000 und die Niederlande bei 210.000. Für die EU nennt die IEA im Durchschnitt elf Elektrofahrzeuge pro öffentlichem Ladepunkt.
Der Bericht macht zugleich deutlich, dass der Ausbau nicht nur eine Frage der Zahl der Ladepunkte ist. Schnellere Ladepunkte, Netzanschlüsse und Genehmigungsverfahren werden entscheidend. Um das in ihren Szenarien erwartete Niveau zu erreichen, müssten in Europa bis Ende 2035 durchschnittlich 300.000 öffentliche Ladepunkte pro Jahr hinzukommen. 2025 lag der Zubau bei rund 260.000.
Die IEA ordnet den Boom der Elektroautos auch energiepolitisch ein. Nach ihren Berechnungen vermied die weltweite Elektrofahrzeugflotte 2025 den Verbrauch von rund 1,7 Millionen Barrel Öl pro Tag. Bis 2030 könnte die durch Elektrofahrzeuge vermiedene Ölnachfrage weltweit auf rund fünf Millionen Barrel pro Tag steigen.
Für Verbraucher bleibt die Entwicklung von mehreren Faktoren abhängig. Dazu gehören Fahrzeugpreise, Strompreise, Ladeverfügbarkeit, staatliche Regulierung und die Frage, wie schnell Hersteller günstigere Modelle auf den Markt bringen. Die IEA sieht vor allem in fallenden Kosten, strengeren CO2-Vorgaben und wachsender Modellvielfalt wichtige Treiber. Gleichzeitig bleibt der Ausbau der Infrastruktur eine Voraussetzung dafür, dass der Markt weiter wachsen kann.
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