
Jussef Nasrawe bleibt bei der SV Ried. Der österreichische Bundesligist hat nach Medienberichten die Kaufoption für den 19 Jahre alten Mittelfeldspieler gezogen und den früheren Bayern-Nachwuchsspieler bis Sommer 2027 gebunden. Damit wird aus der zunächst befristeten Leihe ein festes Engagement in Ried. Die SV Ried hatte Nasrawe im Januar vom FC Bayern München ausgeliehen, damals war bereits eine Kaufoption vereinbart worden.
Für Ried ist die Entscheidung auch ein Signal in der Kaderplanung. Nasrawe war im Winter als flexibel einsetzbarer Mittelfeldspieler gekommen. Bei seiner Verpflichtung verwies der Verein darauf, dass er zentral, offensiv und auch auf den Außenbahnen eingesetzt werden könne. Der gebürtige Münchner, der in der Nachwuchsarbeit des FC Bayern ausgebildet wurde, gilt damit als Spieler, der mehrere Rollen im Kader abdecken kann.
Sportlich ist die feste Bindung bemerkenswert, weil Nasrawe erst im Laufe der Saison den Schritt aus dem Bayern-Nachwuchs in die österreichische Bundesliga gemacht hatte. Der Wechsel nach Ried war für ihn zunächst als Leihe bis Saisonende angelegt. Nun plant der Klub über den Sommer hinaus mit dem 19-Jährigen.
Zusätzliche Aufmerksamkeit bekommt Nasrawe durch seine mögliche internationale Perspektive. Der Mittelfeldspieler steht im vorläufigen WM-Kader des Irak. In der veröffentlichten Übersicht des irakischen Aufgebots wird Nasrawe unter den Spielern für die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2026 geführt. Ob er es endgültig in den finalen Kader schafft, bleibt abzuwarten.
Für den jungen Mittelfeldspieler könnte der Sommer damit in mehrfacher Hinsicht wichtig werden. In Ried ist seine Zukunft nun zunächst geklärt. Parallel bleibt die Chance auf eine WM-Teilnahme mit dem Irak bestehen. Für die SV Ried wäre ein solcher Schritt zugleich ein sportliches Schaufenster für einen Spieler, der erst vor wenigen Monaten aus München ins Innviertel gewechselt war.
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