
Der erste Bundesliga-Abstieg des VfL Wolfsburg hat unmittelbar eine weitere zentrale Frage ausgelöst: Bleibt Dieter Hecking auch in der 2. Liga Trainer der Niedersachsen? Eine Entscheidung über seine Zukunft wurde direkt nach dem Relegations-Aus zunächst nicht bekannt. Der Verein steht damit nicht nur sportlich, sondern auch personell vor einer schnellen Aufarbeitung. Der VfL hatte das Rückspiel der Relegation beim SC Paderborn mit 1:2 nach Verlängerung verloren. Das Hinspiel war 0:0 ausgegangen.
Dieter Hecking hatte den VfL Wolfsburg erst in der Schlussphase der Saison übernommen. Sein Auftrag war klar: Der frühere Meister sollte den Absturz in die 2. Bundesliga vermeiden. Nach dem Scheitern in der Relegation ist nun offen, ob der Verein mit ihm den Neuaufbau angeht oder auf der Trainerposition neu entscheidet. Aus dem Club gab es unmittelbar nach dem Spiel noch keine klare Festlegung. Auch aus dem Umfeld der Vereinsführung wurde zunächst nur deutlich, dass die Enttäuschung über den Abstieg aufgearbeitet werden müsse, bevor konkrete personelle Entscheidungen folgen.
Sportlich ist die Lage für Wolfsburg einschneidend. Der Club war seit 1997 durchgehend Teil der Bundesliga und gewann 2009 die deutsche Meisterschaft. Der Abstieg markiert damit einen historischen Bruch für den Verein. In früheren Jahren hatte Wolfsburg die Relegation bereits überstanden, diesmal setzte sich Paderborn durch und kehrt in die Bundesliga zurück.
Das entscheidende Relegationsspiel begann für Wolfsburg zunächst erfolgreich. Dzenan Pejcinovic brachte den VfL früh in Führung. Nach einer Gelb-Roten Karte gegen Joakim Maehle spielte Wolfsburg jedoch lange in Unterzahl. Paderborn glich noch vor der Pause durch Filip Bilbija aus. In der Verlängerung erzielte Laurin Curda den Treffer zum 2:1 für den Zweitligisten. Damit war der Abstieg des VfL Wolfsburg besiegelt.
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