Goldpreis am Weltmarkt erholt sich nach jüngsten Verlusten

Überfall auf eine Goldschmiede in Greven: Maskierter Täter bedroht Mitarbeiterin mit Pistole und flüchtet mit Schmuck.
Symbolbild: Zlaťáky.cz

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Der Goldpreis am Weltmarkt hat zum Wochenschluss wieder deutlich zugelegt. Am Freitag stieg der Preis für eine Feinunze Gold bis zum Mittag auf 4.537 Dollar. Damit lag die Notierung gut 40 Dollar über dem Stand des Vortags. Bereits am Donnerstag hatte sich das Edelmetall teilweise von vorherigen Verlusten erholt.

Verhandlungen im Nahen Osten beeinflussen die Märkte

Im Mittelpunkt stehen derzeit die jüngsten Signale aus dem Nahen Osten. Nach Angaben aus Washington kommen die USA und der Iran einer Verlängerung der Waffenruhe näher. Eine endgültige Einigung gibt es bislang jedoch nicht. Auch die Zustimmung von US-Präsident Donald Trump gilt nach den vorliegenden Informationen noch nicht als gesichert.

Aus Teheran wurde zugleich betont, dass bislang keine vorläufige Vereinbarung ausgearbeitet oder bestätigt worden sei. Für die Finanzmärkte reichen die Verhandlungssignale dennoch aus, um Erwartungen neu zu bewerten. Gold reagierte darauf mit steigenden Preisen, nachdem die Notierung zuvor zeitweise bis auf 4.366 Dollar gefallen war.

Sinkende Ölpreise stützen den Goldmarkt

Nach Einschätzung von Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch steht bei der jüngsten Entwicklung nicht die klassische Rolle von Gold als sicherer Hafen im Vordergrund. Entscheidend seien vielmehr die gesunkenen Ölpreise. Niedrigere Energiekosten können die Inflationserwartungen dämpfen und dadurch die Zinsperspektiven in den USA beeinflussen.

Für Gold ist diese Erwartung wichtig, weil das Edelmetall keine laufenden Erträge abwirft. Steigen die Zinsen, werden verzinsliche Anlagen im Vergleich attraktiver. Sinken dagegen die Erwartungen an weitere Zinsschritte der US-Notenbank, kann das Gold stützen.

Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hatten steigende Inflationsrisiken und veränderte Zinserwartungen den Markt belastet. Eine Entspannung im Konflikt könnte diesen Druck verringern. Charttechnisch gilt die Marke um die 50-Tage-Linie bei 4.628 Dollar als wichtiger Bereich. Auf der Unterseite wird die 200-Tage-Linie im Bereich von 4.400 Dollar als mögliche Unterstützung gesehen.

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