Borchert ermittelt im Ersten zwischen Familiengeheimnis und Waffenhandel

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
Tech Daily

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Der Zürich-Krimi: Borchert und der Schuss ins Herz läuft am heutigen Donnerstag, 4. Juni 2026, um 20:15 Uhr im Ersten. Der Film gehört zur ARD-Krimireihe um den früheren Wirtschaftsanwalt Thomas Borchert, der in Zürich immer wieder in komplizierte Fälle gerät. Im Mittelpunkt steht erneut Christian Kohlund als Borchert, der seine Fälle nicht mit klassischer Polizeiarbeit löst, sondern mit juristischem Gespür, Lebenserfahrung und einer auffälligen Hartnäckigkeit.

Der 89 Minuten lange Film ist die 22. Folge der Reihe. Es handelt sich nicht um eine neue Erstausstrahlung, sondern um eine Wiederholung. Die erste Ausstrahlung erfolgte am 19. Dezember 2024 im Ersten. Für das heutige Programm bleibt der Film dennoch ein prominenter Krimiabend im Hauptprogramm, weil die Reihe seit Jahren zu den festen Donnerstagskrimis der ARD gehört.

Darum geht es in „Borchert und der Schuss ins Herz“

Die Handlung führt Borchert in ein Umfeld, in dem privates Leid, wirtschaftliche Interessen und kriminelle Verstrickungen eng miteinander verbunden sind. Im Zentrum steht der Zürcher Waffenhersteller Hans Gessler. Er lebt mit seiner 18-jährigen Tochter Zoe unter ständiger Bedrohung. Als jemand in die gesicherte Villa der Familie eindringt, bringt sich Zoe in einem Panic-Room in Sicherheit.

Kurz darauf nimmt der Fall eine neue Wendung. Der Personenschützer Marcel Lösch wird tot in einer Hackerlounge gefunden. Für Hauptmann Marco Furrer beginnt damit eine Ermittlung, die nicht nur den aktuellen Mordfall betrifft. Auch frühere Ereignisse rund um Gesslers Familie werfen Schatten auf die Gegenwart. Eine zurückliegende Geiselnahme und ein tragischer Todesfall wirken weiter nach.

Borchert und Dominique Kuster werden in den Fall hineingezogen, weil sie den verdächtigen Hacker Daniel vertreten. Daniel steht im Verdacht, in die Ereignisse verwickelt zu sein. Zugleich soll er ein großes Waffengeschäft verhindern wollen. Borchert zweifelt an einfachen Erklärungen und sucht nach Verbindungen, die andere zunächst übersehen. Die Auflösung des Falls bleibt dabei dem Film vorbehalten.

Christian Kohlund bleibt das Zentrum der Reihe

Christian Kohlund prägt den Zürich-Krimi seit dem Start der Reihe im Jahr 2016. Seine Figur Thomas Borchert ist kein gewöhnlicher Ermittler. Er ist ein Jurist mit Vergangenheit, der nach Zürich zurückgekehrt ist und dort immer wieder an Fälle gerät, in denen juristische, moralische und persönliche Fragen ineinandergreifen.

An seiner Seite steht Ina Paule Klink als Anwältin Dominique Kuster. Sie bildet mit Borchert ein eingespieltes Duo, das nicht nur im Gerichtssaal oder in der Kanzlei funktioniert. Die Fälle führen beide regelmäßig in Milieus, in denen Macht, Geld, familiäre Abhängigkeiten und Schuld eine Rolle spielen. Pierre Kiwitt ist erneut als Hauptmann Marco Furrer zu sehen. Damit bleibt auch die Verbindung zur Polizeiarbeit erhalten, ohne dass Borchert selbst als klassischer Kommissar angelegt ist.

Diese Besetzung ist heute zu sehen

Neben Christian Kohlund als Thomas Borchert, Ina Paule Klink als Dominique Kuster und Pierre Kiwitt als Marco Furrer gehören Stephan Kampwirth und Carla Hüttermann zu den zentralen Episodenrollen. Kampwirth spielt Hans Gessler, Carla Hüttermann seine Tochter Zoe. Zwischen beiden steht ein Vater-Tochter-Konflikt, der für den Film wichtig ist, ohne dass die Auflösung vorweggenommen werden muss.

Weitere Rollen übernehmen Jonathan Lade als Daniel Bachmann, Anton Rubtsov als Marcel Lösch, Yves Wüthrich als Urs Aeggi, Susi Banzhaf als Regula Gabrielli und Robert Hunger-Bühler als Dr. Reto Zanger. Regie führte Roland Suso Richter. Das Drehbuch stammt von Wolf Jakoby und Robert Hummel. Produziert wurde der Film von Graf Film und Mia Film.

Warum der Fall in die Reihe passt

„Borchert und der Schuss ins Herz“ verbindet typische Elemente der Reihe. Der Krimi beginnt mit einem konkreten Verbrechen, öffnet sich aber schnell zu einem größeren Geflecht aus alten Verletzungen, verdeckten Interessen und persönlichen Loyalitäten. Das macht den Fall weniger zu einem reinen Ermittlerstück als zu einem juristisch gefärbten Krimidrama.

Der Titel verweist nicht nur auf Gewalt, sondern auch auf die emotionale Ebene des Falls. Eine Familie steht unter Druck, ein junger Verdächtiger gerät ins Zentrum der Ermittlungen, und Borchert muss prüfen, welche Spuren tatsächlich zum Täter führen und welche nur in eine bequemere Richtung weisen. Für Zuschauerinnen und Zuschauer bietet der Film damit einen klassischen ARD-Krimiabend mit vertrauten Figuren, Zürcher Kulisse und einem Fall, der persönliche Tragik mit gesellschaftlich brisanten Themen verbindet.

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