
Lennestadt. Ein Feuer in einem holzverarbeitenden Betrieb in Lennestadt-Oedingen hat am Montag, 8. Juni 2026, einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Nach Angaben der Feuerwehr Lennestadt hatte die automatische Brandmeldeanlage des Betriebs Alarm geschlagen. Vor Ort stellten die ersten Einsatzkräfte eine Verpuffung in einer Absauganlage, starke Rauchentwicklung und kleinere Flammen fest. Wegen des erhöhten Gefahrenpotenzials alarmierte die Leitstelle weitere Einheiten unter dem Stichwort Industriebrand Lennestadt nach. Mehr als 60 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Verletzt wurde niemand.
Die Feuerwehr Lennestadt wurde laut Pressemitteilung zunächst durch die automatische Brandmeldeanlage des holzverarbeitenden Betriebs in Oedingen alarmiert. Nach der geltenden Alarm- und Ausrückeordnung rückte zuerst ein Löschzug zur Einsatzstelle aus. Bereits beim Eintreffen bestätigte sich die Lage. In einer Absauganlage war es zu einer Verpuffung gekommen. Die Einsatzkräfte fanden deutliche Rauchentwicklung und kleinere Flammen vor.
Die Feuerwehr entschied sich nach der ersten Lageeinschätzung für eine schnelle Hochalarmierung. Unter dem Einsatzstichwort Industriebrand wurden weitere Einheiten nach Lennestadt-Oedingen gerufen. Beteiligt waren nach Angaben der Feuerwehr die Löschgruppen Oedingen, Elspe, Oberelspe, Meggen, Halberbracht und Grevenbrück sowie der Einsatzleitwagen aus Saalhausen. Zusätzlich unterstützten das Deutsche Rote Kreuz Lennestadt, der Malteser Hilfsdienst Oedingen und die Polizei die Maßnahmen vor Ort. Insgesamt waren mehr als 60 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle.
Die ersten Löschmaßnahmen erfolgten laut Feuerwehr mit CO2-Löschern. Diese zeigten jedoch nicht den gewünschten Erfolg. Parallel gelang es den Einsatzkräften, die Verbindung zwischen der betroffenen Absauganlage und dem angeschlossenen Pelletsilo zu unterbrechen. Dadurch konnte eine Ausbreitung auf die Siloanlage verhindert werden. Im weiteren Verlauf setzten die Einsatzkräfte Schaummittel ein. Erst diese gezielten Löschmaßnahmen brachten das Feuer unter Kontrolle. Nach Angaben der Feuerwehr blieb der Brand auf die betroffene Anlage begrenzt.
Nach dem eigentlichen Löscherfolg begann die aufwendige Nachlöscharbeit. Um versteckte Glimmnester sicher aufzuspüren, musste die Absauganlage teilweise demontiert und geöffnet werden. Mehrere Trupps gingen dabei vor, teilweise unter Atemschutz. Solche Arbeiten sind zeitintensiv, weil sich Glut in technischen Anlagen, Rohrleitungen oder Anhaftungen halten kann. Wird sie nicht vollständig freigelegt und abgelöscht, kann ein Feuer erneut aufflammen. Die Feuerwehr arbeitete deshalb die betroffenen Bereiche Stück für Stück ab.
Der Einsatz zeigt ein typisches Risiko in holzverarbeitenden Betrieben. Beim Sägen, Hobeln, Schleifen oder Fräsen entstehen Holzstaub und Späne, die über Absauganlagen abgeführt werden. Holzstaub und Holzspäne sind brennbar. In Verbindung mit Luft kann Holzstaub unter bestimmten Bedingungen eine explosionsfähige Atmosphäre bilden. Deshalb gelten für Absauganlagen, Filteranlagen, Silos und vergleichbare technische Einrichtungen besondere Anforderungen an Brand- und Explosionsschutz.
Oedingen ist ein Stadtteil von Lennestadt im Kreis Olpe und liegt im Sauerland. Lennestadt besteht aus zahlreichen Ortsteilen und ist eine Flächenkommune, in der Gewerbe, Handwerk und Industrie eine wichtige Rolle spielen. Das Holzgewerbe ist in der Region sichtbar vertreten. Am Standort Lennestadt-Oedingen gibt es unter anderem holzverarbeitende Betriebe, die Konstruktionsholz, Holzbauprodukte oder Holzpellets herstellen.
Nach Angaben der Feuerwehr Lennestadt wurde bei dem Einsatz niemand verletzt. Eine namentliche Einschätzung der Wehrleitung zum konkreten Einsatz lag in der veröffentlichten Pressemitteilung nicht vor. Die Feuerwehr hebt jedoch hervor, dass der schnelle und koordinierte Einsatz aller beteiligten Kräfte entscheidend dazu beitrug, den Brand auf die betroffene Anlage zu begrenzen. Die genaue Schadenshöhe wurde zunächst nicht genannt.
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