
Der MSV Duisburg hat seine Kaderplanung für die Drittliga-Saison 2026/27 mit einem erfahrenen Namen eröffnet. Max Besuschkow wechselt ablösefrei vom FC Ingolstadt 04 an die Wedau und ist der erste externe Sommerzugang der Zebras. Der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler hatte bei den Schanzern keinen neuen Vertrag mehr unterschrieben und entschied sich stattdessen für den MSV.
Über die Laufzeit des neuen Arbeitspapiers machte der Verein zunächst keine öffentlichen Angaben. Klar ist dagegen: Besuschkow soll in Duisburg das zentrale Mittelfeld verstärken und künftig mit der Rückennummer 17 auflaufen. Für den MSV ist der Transfer ein deutliches Signal, weil der Klub nach einer starken Aufstiegssaison in der 3. Liga nicht nur den Klassenerhalt absichern, sondern weiter im oberen Bereich konkurrenzfähig bleiben will.
Besuschkow ist kein klassischer Offensivspieler, sondern vor allem im zentralen Mittelfeld zu Hause. Er kann als Achter eingesetzt werden, bringt aber auch Qualitäten als spielordnender Mittelfeldmann mit. Der MSV beschreibt ihn als zentralen und variabel einsetzbaren Spieler, der Entscheidungen im Spielaufbau treffen und Verantwortung übernehmen soll. Sportchef Chris Schmoldt hob besonders Besuschkows Spielintelligenz und Passqualität hervor.
Genau dieses Profil passt zum Bedarf der Duisburger, die ihr Zentrum nach der abgelaufenen Saison strategisch stärken wollen. Trainer Dietmar Hirsch sieht in ihm zudem einen laufstarken Spieler mit Führungsqualitäten. Damit bekommt der MSV einen Akteur, der nicht nur über Technik und Übersicht kommt, sondern auch Stabilität und Erfahrung in engen Drittligaspielen einbringen soll.
Beim FC Ingolstadt gehörte Besuschkow in der Saison 2025/26 zu den prägenden Mittelfeldspielern. In der abgelaufenen Drittliga-Spielzeit kam er auf 34 Einsätze, erzielte fünf Tore und bereitete sechs weitere Treffer vor. Damit lieferte er aus dem Zentrum heraus elf direkte Torbeteiligungen. Insgesamt stand er in zwei Spielzeiten 64-mal für Ingolstadt auf dem Platz, traf neunmal und legte neun Tore auf.
Der gebürtige Tübinger bringt darüber hinaus Erfahrung aus höheren Ligen mit. In seiner Laufbahn sammelte er Einsätze in der Bundesliga, in der 2. Bundesliga, in Österreich und in Belgien. Für Duisburg ist das besonders wertvoll, weil der Kader nach dem starken ersten Jahr zurück in der 3. Liga weiter an Reife gewinnen soll.
Der dokumentierte Werdegang von Besuschkow begann im Nachwuchs des VfB Stuttgart, wo er viele Jahre ausgebildet wurde und früh in den Fokus der deutschen Nachwuchsauswahlen rückte. Später wechselte er zu Eintracht Frankfurt, mit dem er 2018 zum Kader des DFB-Pokalsiegers gehörte. Es folgten Stationen bei Holstein Kiel, Royale Union Saint-Gilloise, Jahn Regensburg, Hannover 96, Austria Klagenfurt und schließlich Ingolstadt.
Besonders in Regensburg entwickelte sich Besuschkow zu einem verlässlichen Zweitliga-Mittelfeldspieler. Diese Erfahrung soll er nun beim MSV einbringen. Die in einigen Datenbanken vereinzelt geführten Nebenstationen lassen sich nicht zuverlässig belegen und bleiben daher im offiziellen Karriereüberblick außen vor.
Für den MSV Duisburg ist die Verpflichtung mehr als ein normaler Kaderzugang. Die Zebras waren 2025 nach nur einem Jahr in der Regionalliga West zurück in die 3. Liga aufgestiegen und spielten dort sofort eine starke Saison. Am Ende verpasste der MSV den Relegationsplatz zur 2. Bundesliga nur knapp. Genau deshalb geht es nun nicht um einen kompletten Neuaufbau, sondern um gezielte Verstärkungen.
Besuschkow passt in diese Strategie. Er kennt die 3. Liga, hat höherklassig gespielt und bringt eine Mischung aus Ruhe am Ball, Passsicherheit und Führungsanspruch mit. Sollte er schnell in Hirschs System finden, könnte er im Duisburger Mittelfeld eine Schlüsselrolle übernehmen. Der Transfer zeigt: Der MSV will sich nicht mit dem bloßen Verbleib in der Liga zufriedengeben.
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