
Der SV Meppen setzt nach dem Aufstieg in die 3. Liga weiter auf junge Spieler mit Entwicklungspotenzial. Der Verein bestätigte am 10. Juni 2026 die Verpflichtung von Ols Backhaus. Der 20 Jahre alte Mittelfeldspieler kommt von der U23 des FC St. Pauli und kehrt damit an eine frühere Ausbildungsstätte zurück. Eine Vertragslaufzeit nannte der SVM in der Mitteilung nicht. Auch Angaben zu einer möglichen Ablöse wurden zunächst nicht öffentlich gemacht.
Backhaus ist im zentralen Mittelfeld zu Hause. In mehreren Profilen wird er als Mittelfeldspieler geführt, liga3-online beschreibt ihn genauer als Sechser. Damit passt er in einen Kader, der nach dem Sprung aus der Regionalliga Nord in den Profifußball zusätzliche Breite und Perspektive im Zentrum benötigt.
Für Backhaus ist der Wechsel mehr als ein gewöhnlicher Schritt innerhalb Norddeutschlands. Sein Heimatverein ist der TuS Esens. Anschließend führte ihn sein Weg in den Juniorenbereich des SV Meppen beziehungsweise ins Nachwuchsleistungszentrum Emsland. Im Sommer 2022 wechselte er zur U17 des FC St. Pauli.
Bei den Hamburgern entwickelte sich Backhaus über die U17 und U19 weiter. In der U19 gehörte er zum festen Kreis der Mannschaft, ehe er den Sprung in die U23 schaffte. Dort sammelte er erste Erfahrungen im Herrenbereich der Regionalliga Nord. Für den SV Meppen ist die Verpflichtung deshalb auch eine Rückholaktion: Ein früher im Emsland ausgebildeter Spieler kommt nun in einer neuen sportlichen Phase zurück.
Die Einsatzdaten zu Backhaus fallen je nach Datenbank unterschiedlich aus. FuPa führt für die Regionalliga-Nord-Saison 2025/26 zwei Spiele für die U23 des FC St. Pauli ohne Tor und ohne Vorlage. Liga3-online nennt insgesamt zehn Partien in der Nord-Staffel. Dabei dürfte es sich um die Summe seiner Einsätze im Herrenbereich bei St. Pauli II handeln. Sicher ist: Backhaus kommt nicht als fertiger Stammspieler, sondern als entwicklungsfähiger Mittelfeldspieler nach Meppen.
Diese Einordnung ist für den Transfer wichtig. Der SVM verpflichtet keinen Spieler mit großer Drittliga-Erfahrung, sondern einen jungen Sechser, der im Nachwuchsleistungszentrum und in der Regionalliga ausgebildet wurde. Für die 3. Liga bedeutet das zunächst Konkurrenz im zentralen Mittelfeld, perspektivisch aber auch die Möglichkeit, einen Spieler mit regionaler Vergangenheit weiterzuentwickeln.
Der SV Meppen geht als Aufsteiger in die neue Drittliga-Saison. Die Emsländer hatten sich in der Regionalliga Nord 2025/26 frühzeitig an die Spitze gesetzt und standen bereits vor Saisonende als Meister und Aufsteiger fest. Damit kehrt der Klub in den Profifußball zurück und muss seinen Kader für ein deutlich höheres Niveau verbreitern.
Backhaus ist dabei Teil einer Transferstrategie, die junge Spieler mit Entwicklungspotenzial einbindet. Der 20-Jährige kennt das Umfeld, hat bereits im Nachwuchs unter Lucas Beniermann gespielt und trainiert und bringt dadurch eine gewisse Vertrautheit mit den sportlichen Vorstellungen im Verein mit. Gerade für einen Aufsteiger kann diese Kombination wertvoll sein: Der Spieler muss sich zwar an die 3. Liga gewöhnen, kommt aber nicht in ein völlig fremdes Umfeld.
Meppens Sportlicher Leiter Olufemi Smith ordnete die Verpflichtung ausdrücklich als Perspektivtransfer ein. Backhaus sei ein junger Spieler mit sehr viel Talent. Zudem verwies Smith darauf, dass der Mittelfeldspieler bereits Erfahrungen im leistungsorientierten Nachwuchsfußball gesammelt habe und in den vergangenen beiden Jahren bei der U23 des FC St. Pauli im Herrenbereich unterwegs gewesen sei.
Sportlich spricht vieles dafür, dass Backhaus zunächst über Trainingsleistungen und Einsätze im Kader an die 3. Liga herangeführt werden soll. Als defensiver beziehungsweise zentraler Mittelfeldspieler kann er vor der Abwehr Stabilität geben, Bälle verteilen und im Zentrum Verbindungen schaffen.
Belastbare Detailangaben zu konkreten Stärken wie Zweikampfwirkung, Passquote oder Tempo lagen öffentlich zunächst nicht vor. Der Transfer zeigt aber klar, dass Meppen nach dem Aufstieg nicht nur auf Erfahrung setzt, sondern auch auf Spieler, die den Verein kennen und noch Entwicklungsspielraum haben. Für Ols Backhaus selbst ist die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte eine Chance, sich im Profibereich zu etablieren.
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