Hinter den Kulissen endet bei Let’s Dance eine Ära

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Bei „Let’s Dance“ steht eine der größten Veränderungen seit dem Start der RTL-Tanzshow bevor. Nach Informationen von DWDL soll Seapoint Productions die Sendung nur noch bis zur 20. Staffel im Jahr 2027 produzieren. Danach übernimmt BBC Studios Germany selbst die Produktion der deutschen Ausgabe. Der Schritt ist deshalb bedeutsam, weil Seapoint über viele Jahre mit dem Format verbunden war und die Show für RTL geprägt hat. Die 20. Staffel wird damit nicht nur ein Jubiläum, sondern zugleich der Abschied des bisherigen Produktionsteams von der Kernverantwortung hinter der Sendung.

BBC Studios übernimmt ab 2028 die Produktion

Der Hintergrund liegt in der Rechtekonstruktion des Formats. „Let’s Dance“ ist die deutsche Adaption des britischen BBC-Formats „Strictly Come Dancing“. Seapoint beschreibt die Sendung selbst als deutsche Version des international erfolgreichen Formats, das in mehr als 60 Ländern Zuschauer erreicht. Bisher produzierte Seapoint „Let’s Dance“ gemeinsam mit BBC Studios für den deutschen Fernsehmarkt. Wenn BBC Studios Germany die Produktion ab 2028 selbst übernimmt, ist das deshalb nicht nur eine operative Veränderung, sondern auch ein Signal im internationalen Formatgeschäft. Der Rechteinhaber holt eines seiner wichtigsten Entertainmentformate stärker unter das eigene Dach.

Was für Jury und Moderation bekannt ist

Für Zuschauerinnen und Zuschauer ist entscheidend, ob sich durch den Produzentenwechsel auch das Gesicht der Sendung verändert. Dafür gibt es bislang keinen belastbaren Hinweis. DWDL berichtet, dass Daniel Hartwich, Victoria Swarovski sowie die Jury mit Motsi Mabuse, Jorge González und Joachim Llambi von dem Produktionswechsel vertraglich nicht unmittelbar betroffen seien, weil ihre Verträge direkt mit RTL bestehen sollen. Das ist eine wichtige Einschränkung. Bestätigt ist der Wechsel hinter den Kulissen, nicht aber ein Austausch bei Moderation oder Jury. Spekulationen über neue Jurymitglieder oder Prominente für 2027 lassen sich derzeit nicht belastbar absichern.

Die aktuelle Staffel bleibt ein Quotenerfolg

Der Zeitpunkt der Nachricht ist auffällig, weil die 19. Staffel gerade erst beendet wurde und RTL die Reichweitenbilanz als Erfolg darstellt. Laut RTL erreichte „Let’s Dance“ in der abgelaufenen Staffel im Schnitt 3,166 Millionen Zuschauer pro Folge. Der Gesamtmarktanteil lag demnach bei 16,4 Prozent. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen wurden 19,5 Prozent erzielt, bei den 14- bis 29-Jährigen 27,7 Prozent. Hinzu kamen laut RTL 5,05 Millionen Views auf RTL+ und mehr als 840 Millionen Impressions auf den offiziellen Social-Media-Kanälen der Staffel.

Anna-Carina Woitschack gewann die Staffel 2026

Auch beim Finale ist eine genaue Einordnung wichtig. Die 19. Staffel 2026 gewann Schlagersängerin Anna-Carina Woitschack gemeinsam mit Profitänzer Evgeny Vinokurov. Diego Pooth war der Sieger des Vorjahres. Das Finale 2026 lief Ende Mai, danach folgte noch die Profi-Challenge. Die neue Entwicklung vom 12. Juni betrifft daher nicht das Ergebnis auf dem Parkett, sondern die Zukunft der Produktion hinter der Sendung.

Ekaterina Leonova sorgt für zusätzliche Personalnachricht

Parallel gab es am 12. Juni eine persönliche Nachricht aus dem Umfeld der Show. Profitänzerin Ekaterina Leonova hat nach RTL-Angaben die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Grundlage ist ein Instagram-Post der Tänzerin, den RTL aufgegriffen hat. Diese Meldung ist für Fans relevant, sie verändert aber nicht die redaktionelle Hauptlage zur Sendung. Der größere Nachrichtenwert liegt klar beim Wechsel der Produktionsfirma, weil er die Struktur eines der wichtigsten deutschen Unterhaltungsformate betrifft.

Einordnung

„Let’s Dance“ bleibt für RTL ein zentrales Entertainmentformat. Gerade deshalb ist der Produzentenwechsel bemerkenswert. Vor der Kamera ist derzeit keine bestätigte Zäsur erkennbar, hinter den Kulissen aber endet nach der Jubiläumsstaffel 2027 eine lange Phase. Für BBC Studios Germany bedeutet die Übernahme ab 2028 eine stärkere Kontrolle über ein Format, das international verwertet wird und in Deutschland seit Jahren zu den stabilsten großen Live-Shows zählt. Für RTL wird entscheidend sein, ob der Übergang ohne sichtbare Reibung gelingt und ob die Sendung ihre Mischung aus Prominenten, Profitänzern, Jury und Live-Event auch unter neuer Produktionsverantwortung bewahrt.

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