
Am Mittwoch, 1. Juli 2026, zeigt das ZDF im Vorabendprogramm die SOKO-Wismar-Folge „Holz fällt!“. Im Zentrum steht ein vermeintlicher Unfall im Wald, der sich schnell als vertuschter Mord entpuppt. Die Episode läuft nach aktuellen Programmdaten um 18:05 Uhr im ZDF; einzelne Programmübersichten führen den Slot technisch mit 18:00 Uhr. Inhaltlich passt eindeutig die Folge „Holz fällt!“, Episode 453, nach ZDF-naher Staffelzählung Staffel 20, Folge 5. Die Folge stammt aus dem Produktionsjahr 2023, wurde zuerst in der ZDFmediathek am 25. Oktober 2023 veröffentlicht und hatte ihre TV-Premiere am 1. November 2023. Die Ausstrahlung am 1. Juli 2026 ist damit eine Wiederholung.
Der Fall beginnt für Hauptkommissar Lars Pöhlmann ungewöhnlich privat: Auf seiner morgendlichen Joggingrunde durch den Wald entdeckt er einen umgestürzten Baum. Was zunächst nach einem normalen Sturmschaden oder Forstunfall aussehen könnte, wird sofort zum Tatort. Unter dem schweren Stamm liegt Alexander Hübner. Der Tote ist Waldbesitzer, also jemand, der in genau jenem Umfeld lebt und arbeitet, in dem sein Körper gefunden wird. Doch die erste Annahme, Hübner sei vom Baum erschlagen worden, hält nicht lange. Rechtsmedizinerin Dr. Helene Sturbeck erkennt Hinweise, die gegen einen Unfall sprechen. Laut Programminformation hat der Tote eine Schnittwunde, die von einer Klinge stammen muss. Damit verschiebt sich der Fall: Nicht der Baum ist die Todesursache, sondern offenbar Teil einer Inszenierung.
„Holz fällt!“ nutzt einen sehr konkreten Hintergrund: Holz ist teuer geworden, das Geschäft boomt, und wo hohe Werte lagern, entstehen Konflikte. Genau daraus baut die Folge ihre Verdächtigenstruktur. Alexander Hübner besitzt Wald, also einen Rohstoff, der für Händler, Diebe und Pächter interessant ist. Der Fall spielt damit nicht einfach nur in einer idyllischen Waldkulisse, sondern in einem wirtschaftlich aufgeladenen Umfeld. Das Drehbuch legt mehrere Spuren: Ein Holzdieb hat offenbar etwas im Wald zurückgelassen. Der Holzhändler Boris Nemirowitsch fällt durch sein jähzorniges Auftreten auf, obwohl seine Geschäftsbeziehungen zu Hübner offiziell gut gewesen sein sollen. Außerdem ist Finn Borglund im Blick der Ermittler, der als eifersüchtiger Stalker des Opfers beschrieben wird. Auch Carmen Rodriguez, seine Freundin, rückt in den Kreis der Figuren, die mit dem Opfer verbunden sind.
Im Zentrum der Ermittlungen steht Jan-Hinrich Reuter, gespielt von Udo Kroschwald. Reuter ist der ruhige, erfahrene Chef der Dienststelle, der selten vorschnell urteilt, in dieser Folge aber praktisch alle Beteiligten im Verdacht haben muss, weil Motive vorhanden sind und Alibis fehlen. Karoline Joost, gespielt von Nike Fuhrmann, arbeitet an der Seite von Lars Pöhlmann. Pöhlmann, gespielt von Dominic Boeer, ist in dieser Episode besonders wichtig, weil er den Tatort selbst entdeckt. Paula Moorkamp, gespielt von Stella Hinrichs, gehört ebenso zum Team wie Eddi Jansons, gespielt von Gustavs Gailus. Dr. Helene Sturbeck, gespielt von Katharina Blaschke, liefert die entscheidende medizinische Einordnung, dass der Fall nicht als Baumunfall abgetan werden kann. Roswitha Prinzler, gespielt von Silke Matthias, unterstützt die Ermittlungen als kriminaltechnische Kraft.
Die Gastbesetzung ist für die Folge besonders wichtig, weil die Verdächtigen fast alle über den Wald, das Holzgeschäft oder persönliche Konflikte mit Alexander Hübner verbunden sind. Bianca Nawrath spielt Carmen Rodriguez. Jara Bihler ist als Dorothea Schäfer zu sehen. Jonathan Elias Weiske übernimmt die Rolle des Finn Borglund, der als eifersüchtiger Stalker des Opfers in den Fokus gerät. Thomas Lawinky spielt den Holzhändler Boris Nemirowitsch, dessen Temperament ihn verdächtig macht, obwohl seine geschäftliche Verbindung zu Hübner zunächst stabil wirkt. Andreas Frakowiak ist als Jürgen Wannemacher gelistet. Ute Lubosch spielt Elvira Rosenbach. Der tote Waldbesitzer Alexander Hübner wird in den Programmbildern als Rolle von Odysseas J. Hlepas genannt.
Die Spannung der Episode entsteht aus der Unübersichtlichkeit des Tatorts. Der Wald ist kein sauberer, abgeschlossener Raum. Viele Menschen waren am Morgen dort, viele haben Spuren hinterlassen, und zunächst wirkt kaum ein Hinweis eindeutig. Die Ermittler müssen deshalb trennen: Welche Spur gehört zum Mord? Welche Spur führt nur zu einem Holzdieb? Welche Aussage dient der Entlastung, welche der Ablenkung? Besonders stark ist der Kontrast zwischen der sichtbaren Inszenierung und der tatsächlichen Tat. Der umgestürzte Baum soll offenbar eine falsche Erklärung liefern. Erst die rechtsmedizinische Einschätzung macht klar, dass jemand den Tod von Alexander Hübner vertuschen wollte. Dadurch wird aus einem möglichen Forstunfall ein Mordfall mit mehreren Motiven: Geld, Eifersucht, Besitz, Diebstahl und mögliche alte Konflikte.
Regie bei „Holz fällt!“ führte Ann-Kristin Knubben, das Drehbuch stammt von Matthias Herbert. Die Kamera verantwortete Rudi Schröder, der Schnitt wird Tanja Petry zugeschrieben, die Musik Michael Dübe. Die Folge ist 44 Minuten lang und stammt aus dem Jahr 2023. Dass sie am 1. Juli 2026 erneut im ZDF-Vorabend läuft, passt zur Wiederholungsstrecke der Reihe. Wichtig ist die kleine Abweichung in den Programmdaten: Einige Übersichten nennen 18:00 Uhr, andere 18:05 Uhr. Für den TV-Hinweis an Leser ist 18:05 Uhr vertretbar, weil mehrere aktuelle Programmseiten genau diesen Start für den 1. Juli 2026 führen; die Episodenidentifikation bleibt davon unberührt: Es ist „Holz fällt!“.
„Holz fällt!“ ist eine klassische SOKO-Wismar-Folge, weil sie einen regional geerdeten Fall mit mehreren menschlichen Konflikten verbindet. Der Wald ist hier nicht nur Kulisse, sondern Tatort, Wirtschaftsraum und Motivsammlung zugleich. Die Episode beginnt mit einem starken visuellen Bild, dem Toten unter einem Baum, und entfaltet sich dann über Spuren, Alibis und widersprüchliche Interessen. Gerade weil alle Verdächtigen ein Motiv haben, aber niemand eindeutig überführt ist, funktioniert die Folge als solider Vorabendkrimi. Wer SOKO Wismar wegen des ruhigen Ermittlungsstils, der norddeutschen Atmosphäre und der Teamdynamik schaut, bekommt mit „Holz fällt!“ eine Wiederholung, die genau diese Stärken ausspielt.
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