SOKO München: Ein Mord zwischen Radlkrieg und Kokain

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
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Das ZDF zeigt am heutigen Samstag, 11. Juli 2026, um 18:05 Uhr die SOKO-München-Folge Die letzte Lieferung. Der 44-minütige Krimi ist die 13. und letzte Episode der 45. Staffel sowie die insgesamt 660. Folge der traditionsreichen Vorabendserie. Im Mittelpunkt steht der gewaltsame Tod eines Sushi-Lieferanten, der auf seinen Touren nicht nur Essen transportiert haben soll. Die Ermittlungen führen Arthur Bauer und sein Team in ein Geflecht aus Verkehrskonflikten, persönlichen Rachegedanken, falschen Alibis und illegalen Drogengeschäften. Die deutsche Erstausstrahlung erfolgte am 2. März 2020 im ZDF.

Ein Sushi-Lieferant wird am Straßenrand gefunden

Leon Blaschko arbeitet als Fahrradkurier für einen Münchner Sushi-Lieferdienst. Seine letzte Tour endet tödlich: Der junge Mann wird ausgeraubt und schwer misshandelt am Straßenrand gefunden. Sein Fahrrad liegt einige Meter vom Opfer entfernt. Für die SOKO stellt sich zunächst die Frage, ob Blaschko zufällig überfallen wurde oder ob jemand gezielt auf ihn gewartet hat. Schnell zeigt sich, dass der Tote auf seinen Fahrten zahlreiche Konflikte provoziert hatte. Seine riskante und rücksichtslose Fahrweise machte ihn bei Autofahrern, Fußgängern und Anwohnern gleichermaßen unbeliebt. Außerdem fehlen Gegenstände, die auf einen Raub als mögliches Tatmotiv hindeuten.

Viele Feinde und ein gefährliches Nebengeschäft

Zu den Personen, die ein Motiv haben könnten, gehört die Rentnerin Annemarie Niederlechner. Blaschko soll ihren Hund überfahren und tödlich verletzt haben. Bei ihrer Befragung versucht sie, einen verdächtigen Vorfall als bloßes Missgeschick darzustellen. Auch Chris Seifert hatte Streit mit dem Lieferanten. Blaschko soll dessen Auto zerkratzt haben, woraufhin der als cholerisch beschriebene Seifert heftig reagierte. Für den Tatzeitpunkt präsentiert er jedoch ein Alibi, das von seiner Frau Mascha bestätigt wird. Die Ermittler zweifeln zunehmend an den Aussagen des Ehepaars. Gleichzeitig entdecken sie, dass Blaschko offenbar Kokain verkaufte und seine Lieferfahrten nutzte, um neben Sushi auch Drogen zu Kunden zu bringen.

Auch der Chef des Opfers gerät unter Druck

Benjamin Lottner, der Betreiber des Lieferdienstes und ein Freund des Toten, behauptet, von Blaschkos illegalem Nebenverdienst nichts gewusst zu haben. Für die SOKO ist diese Darstellung schwer nachvollziehbar, denn die Drogengeschäfte sollen während der regulären Lieferfahrten abgewickelt worden sein. Damit erweitert sich der Fall: Neben den persönlichen Konflikten im Münchner Straßenverkehr kommt nun auch das Drogenmilieu als möglicher Hintergrund infrage. Bauer und seine Kollegen prüfen die Wege des Opfers, vergleichen Aussagen und suchen nach der Verbindung zwischen den verschwundenen Wertsachen und dem Kokainhandel. Dabei wird deutlich, dass gleich mehrere Befragte wichtige Einzelheiten verschweigen. Die offizielle ZDF-Vorschau hält die konkrete Täterauflösung zurück; erst in den Schlussminuten fügt die SOKO die widersprüchlichen Aussagen zu einem Gesamtbild zusammen.

Das Ermittler-Team von SOKO München

Gerd Silberbauer führt das Ensemble als Kriminalhauptkommissar Arthur Bauer an. Joscha Kiefer spielt den Ermittler Dominik Morgenstern, während Christofer von Beau als Franz Ainfachnur zu sehen ist. Mersiha Husagic gehört als Teresa Resi Schwaiger zum Team. Unterstützt werden die Ermittlungen von Florian Odendahl als Rechtsmediziner Dr. Maximilian Weissenböck und Sina Reiß als Billie Curio. Bereits am Fundort untersuchen Weissenböck, Morgenstern und Curio die Leiche sowie die Spuren auf der Straße. Die Folge setzt damit auf das eingespielte Stammpersonal der späten SOKO-München-Staffeln und verteilt die Befragungen und kriminaltechnischen Untersuchungen auf mehrere Mitglieder der Sonderkommission.

Diese Gastdarsteller spielen die Verdächtigen

Andrej Agranovski übernimmt die Rolle des getöteten Fahrradkuriers Leon Blaschko. Niklas Löffler spielt dessen Chef Benjamin Lottner. Als besonders aufgebrachter Autofahrer Chris Seifert ist Karl Schaper zu sehen, während Irina Kurbanova dessen Ehefrau Mascha Seifert verkörpert. Ulla Geiger spielt die Rentnerin Annemarie Niederlechner, deren Hund von Blaschko überfahren worden sein soll. Alexander Osteroth gehört als Horst Brandner zur Gastbesetzung. Viola Müller tritt als Sanitäterin am Tatort auf. Durch diese Figuren erhält der Krimi mehrere zunächst plausible Tatmotive: Trauer und Vergeltung nach dem Tod eines Haustiers, Wut über einen beschädigten Wagen, Geld, Drogen und die Angst, dass Blaschkos Geschäfte auffliegen könnten.

Regie, Drehbuch und Münchner Drehorte

Regie führte Bettina Braun, das Drehbuch schrieb Felix Mennen. Simon Zeller verantwortete die Kamera, Claudia Minzloff den Schnitt. Die Folgenmusik stammt von Axel Kroell, Robert Fuhrmann und Daniel Vulcano. Produziert wurde SOKO München von UFA Fiction für das ZDF. Gedreht wurde die Serie in München und im Münchner Umland. Die letzte Lieferung nutzt vor allem Straßen- und Wohngebietsmotive, die den Konflikt zwischen Fahrradkurieren, Autofahrern und Anwohnern unmittelbar in das Stadtbild einbetten. Ein konkreter Straßenname für den Leichenfund und die weiteren Außenaufnahmen wird in den veröffentlichten Produktionsangaben allerdings nicht genannt.

Ausstrahlung und Abruf in der ZDF-Mediathek

Die letzte Lieferung wurde erstmals am Montag, 2. März 2020, im ZDF ausgestrahlt und bildete damals das Finale der 45. Staffel. Am Samstag, 11. Juli 2026, beginnt die Wiederholung um 18:05 Uhr im ZDF. Die eigentliche Folge hat eine Länge von rund 44 Minuten. Sie ist außerdem über das Streamingangebot des ZDF abrufbar. Dort steht die Episode mit Untertiteln und Audiodeskription bereit und ist mit einer Altersfreigabe ab zwölf Jahren gekennzeichnet. Damit kann der Krimi unabhängig vom linearen Sendetermin in der ZDF-Mediathek angesehen werden.

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