AS Rom soll Einigung mit Nicolo Tresoldi erzielt haben

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Nicolò Tresoldi könnte nach nur einer Saison beim Club Brügge in die Serie A wechseln. Nach Angaben des italienischen Transferjournalisten Nicolò Schira habe sich der 21 Jahre alte Mittelstürmer grundsätzlich mit der AS Rom auf einen Vertrag bis 2031 verständigt. Eine Einigung zwischen den Vereinen stehe jedoch noch aus. Der belgische Meister soll rund 25 Millionen Euro verlangen.

Persönliche Einigung, aber noch kein Transfer

Schira berichtet, Tresoldi bevorzuge die AS Rom gegenüber Angeboten aus der Bundesliga. Damit wäre eine wichtige Voraussetzung für den Wechsel erfüllt. Entscheidend bleiben jedoch die Verhandlungen mit Club Brügge. Auch die Gazzetta dello Sport hatte zuletzt von intensivierten Bemühungen der Römer berichtet. Der Angreifer werde dort zunächst als Ergänzung für Donyell Malen, langfristig aber als zentrale Lösung für das Sturmzentrum eingeplant. Solange die Ablöse offen ist, gilt der Wechsel jedoch nicht als abgeschlossen.

Torschützenkönig in Belgiens Meisterschaft

Tresoldi wechselte im Sommer 2025 vom Zweitligisten Hannover 96 zum Club Brügge und unterschrieb einen Vertrag bis 2029. Nach einer kurzen Anlaufphase entwickelte er sich zu einem der erfolgreichsten Angreifer der Liga. In der Meisterschaft erzielte er 19 Tore, davon 13 in der regulären Saison und sechs in den Champions Play-offs. Dafür erhielt er bei den Pro League Awards die Auszeichnung als bester Torschütze. Club Brügge gewann am Ende seine 20. belgische Meisterschaft.

Auch international sammelte Tresoldi wichtige Erfahrung. In der Champions League traf er unter anderem gegen die Glasgow Rangers, die AS Monaco und den FC Barcelona. Seine Kombination aus 1,86 Meter Körpergröße, Laufstärke und Abschlussqualität machte ihn binnen eines Jahres zu einem Spieler für größere Transfermärkte.

Ausbildung und Durchbruch bei Hannover 96

Geboren wurde Tresoldi am 20. August 2004 in Cagliari. Seit 2017 spielte er im Nachwuchs von Hannover 96. Sein Profidebüt gab er am 15. Juli 2022 im Alter von 17 Jahren beim Zweitliga-Auftakt gegen den 1. FC Kaiserslautern. Bis zu seinem Wechsel nach Brügge absolvierte der Stürmer 80 Pflichtspiele für die Niedersachsen, erzielte 14 Tore und bereitete sechs weitere Treffer vor. In seiner letzten Saison 2024/25 gelangen ihm sieben Tore und drei Vorlagen in der 2. Bundesliga.

Tresoldi besitzt nicht nur die deutsche und italienische, sondern auch die argentinische Staatsangehörigkeit. Im Nachwuchs entschied er sich für den DFB. Bei der U21-Europameisterschaft 2025 erreichte er mit Deutschland das Finale und erzielte in der Gruppenphase gegen Tschechien ein Tor. Im März 2026 wies seine Bilanz für die deutsche U21 24 Einsätze und zwölf Treffer aus.

Gasperini sucht weitere Optionen im Angriff

Die AS Rom geht unter Trainer Gian Piero Gasperini in dessen zweite Saison. Der frühere Atalanta-Coach übernahm die Mannschaft im Juni 2025 und unterschrieb einen Dreijahresvertrag. Anschließend führte er die Römer erstmals seit sieben Jahren wieder in die Champions League. Damit wächst der Bedarf an einem breiten Kader für die zusätzliche Belastung.

Zum Trainingsauftakt am 13. Juli gehörten in der Offensive unter anderem Artem Dovbyk, Paulo Dybala, Matías Soulé und Robinio Vaz zum Aufgebot. Dybala verlängerte seinen Vertrag am selben Tag bis zum Sommer 2027. In diesem Umfeld soll Tresoldi zusätzliche Optionen im Zentrum bieten.

Verhandlungspoker um Ablöse und Struktur

Der noch lange laufende Vertrag stärkt die Verhandlungsposition des Club Brügge. Nach seiner erfolgreichen ersten Saison dürften die Belgier kaum zu größeren Zugeständnissen bereit sein. Die kolportierte Forderung liegt bei etwa 25 Millionen Euro, einzelne Berichte nannten zuletzt sogar eine Bewertung von bis zu 30 Millionen Euro.

Die AS Rom müsste deshalb ein finanziell überzeugendes Modell vorlegen. In Italien wurden sowohl ein fester Transfer als auch eine Leihe mit späterer Kaufregelung diskutiert. Ob sich die Vereine auf eine solche Konstruktion einigen, ist offen. Der aktuelle Stand spricht für ernsthaftes Interesse und eine grundsätzliche Bereitschaft des Spielers, nicht aber für einen abgeschlossenen Wechsel.

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