
Die Wetterlage verschärft sich zu Beginn der neuen Woche deutlich. Während die Gewitter in Deutschland am Sonntag noch auf den Alpenrand begrenzt bleiben, steigt die Unwettergefahr ab Montag in vielen Regionen an. Den vorläufigen Höhepunkt erwartet der Deutsche Wetterdienst am Dienstag im Norden und Westen sowie am Mittwoch im Osten und Südosten. Dabei sind neben Starkregen auch größerer Hagel und schwere bis orkanartige Böen möglich. Wo sich einzelne Gewitter tatsächlich entwickeln, lässt sich teilweise erst wenige Stunden vorher genauer bestimmen.
Am Sonntag, 2. August, herrscht in weiten Teilen des Landes zunächst ruhiges Sommerwetter. Eine Ausnahme bildet der Alpenrand. Dort können sich am Nachmittag und Abend einzelne Gewitter bilden. Der DWD rechnet örtlich mit etwa 20 Litern Regen pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit, kleinkörnigem Hagel und Sturmböen bis ungefähr 75 Kilometer pro Stunde. Eng begrenzt sind auch Regenmengen bis 40 Liter pro Quadratmeter möglich. In der Nacht zum Montag sollen die Gewitter rasch nachlassen. Für Nordrhein-Westfalen erwartet der Wetterdienst am Sonntag keine warnwürdigen Wetterereignisse.
Konkrete amtliche Warnungen für einzelne Städte oder Landkreise können kurzfristig veröffentlicht werden. Der Warnlagebericht beschreibt dagegen zunächst die erwartete Entwicklung für größere Gebiete. Eine angekündigte Unwettergefahr bedeutet deshalb nicht automatisch, dass bereits für jede möglicherweise betroffene Region eine amtliche Unwetterwarnung gilt.
Am Montagnachmittag nimmt die Gewitterneigung deutlich zu. Nach der aktuellen DWD-Prognose sind abgesehen vom äußersten Norden einzelne kräftige und teilweise schwere Gewitter möglich. Erwartet werden lokal rund 25 Liter Starkregen pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Hagelkörner mit einem Durchmesser von etwa drei Zentimetern sowie schwere Sturmböen oder orkanartige Böen zwischen 90 und 110 Kilometern pro Stunde. Die genaue Verteilung der Gewitter ist noch unsicher, sodass nicht alle genannten Regionen gleichermaßen betroffen sein müssen.
In Nordrhein-Westfalen steigt die Gefahr vor allem am Montagnachmittag und Montagabend. Dort sind laut DWD 15 bis 25 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde, kleiner Hagel und Sturmböen um 80 Kilometer pro Stunde möglich. Lokal können die Regenmengen etwa 30 Liter erreichen und damit die Unwetterschwelle überschreiten. Auch in Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Baden-Württemberg und im südlichen Niedersachsen werden einzelne starke Gewitter erwartet.
Der Dienstag könnte nach der bisherigen Vorhersage den Schwerpunkt der Unwetterlage bringen. Der Deutsche Wetterdienst spricht von einer markanten Schwergewitterlage. Besonders im Norden und Westen Deutschlands können häufiger schwere Gewitter mit heftigem oder extrem heftigem Starkregen, Großhagel und schweren bis orkanartigen Sturmböen auftreten. Damit gehören voraussichtlich unter anderem Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und Hamburg zu den gefährdeten Gebieten. Die genaue Zugbahn der Gewitterzonen kann sich allerdings noch verändern.
Auch in der Mitte und im Süden sind am Dienstag einzelne starke Gewitter möglich. Dort sieht der DWD die Unwettergefahr vor allem durch lokal eng begrenzte orkanartige Böen und Hagel. Heftiger Starkregen dürfte nach der derzeitigen Einschätzung eher im Norden und Westen eine größere Rolle spielen. Gleichzeitig ist in weiten Teilen Deutschlands mit einer starken Wärmebelastung zu rechnen.
Am Mittwoch, 5. August, verschiebt sich der Schwerpunkt voraussichtlich in den Osten und Südosten Deutschlands. Dort können erneut schwere Gewitter mit heftigem Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen auftreten. Betroffen sein könnten insbesondere Teile von Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Bayern. Schon am Montagnachmittag steigt beispielsweise in Sachsen die Gewitterneigung an. Dort sind zunächst örtlich Starkregen und Sturmböen um 80 Kilometer pro Stunde möglich.
Am Donnerstag und Freitag soll sich die Wetterlage nach derzeitigem Stand wieder beruhigen. Einzelne starke Gewitter sind dann vor allem noch an den Alpen möglich. Die Vorhersage für die kommenden Tage bleibt jedoch mit Unsicherheiten verbunden. Wer Veranstaltungen, Reisen oder längere Aufenthalte im Freien plant, sollte deshalb die amtlichen Warnungen für den jeweiligen Landkreis kurzfristig überprüfen.
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