Lange Wartezeiten: Catering sorgt für Ärger bei SCP-Saisoneröffnung

Preußen Münster reagiert auf lange Wartezeiten beim Catering und kündigt Verbesserungen bis zum ersten Heimspiel an.
Foto: Markus Paletta

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Münster. Die Saisoneröffnung von Preußen Münster brachte mehr als 10.000 Fans ins LVM-Preußenstadion und sorgte mit der Eröffnung der Fiffi-Gerritzen-Kurve für besondere Momente. Getrübt wurde das Fußballfest jedoch von deutlichen Problemen beim neuen Stadioncatering. Lange Wartezeiten, Engpässe an den Verkaufsständen und technische Schwierigkeiten sorgten bei vielen Besucherinnen und Besuchern für Ärger. Der Verein hat die Kritik aufgenommen und Verbesserungen angekündigt.

Neue Abläufe halten großem Besucherandrang nicht stand

Das öffentliche Catering wird seit dieser Saison von der neu gegründeten Stadionwirte eGbR betrieben. Damit sind ein neues Sortiment, neue Lieferanten und neue Arbeitsabläufe verbunden. Bei der Saisoneröffnung traf das noch nicht eingespielte System erstmals auf einen großen Besucherandrang. Besonders auf der Ost- und Westtribüne mussten Fans teilweise lange auf Getränke und Speisen warten.

In der offiziellen Stellungnahme erklärt der Verein: „Die Neugier der Preußenfans auf das neue Angebot übertraf am Samstag dabei sämtliche Erwartungen.“ Gleichzeitig räumt der SCP ein, dass die neuen Abläufe der hohen Nachfrage noch nicht gewachsen waren. Vor allem in den Blöcken E und F sowie teilweise in den Bereichen A und B seien die vorhandenen Verkaufsstellen im Vergleich zu den Neubauten zu klein.

Technischer Defekt verschärft die Situation

Zusätzliche Probleme entstanden durch einen technischen Defekt im Bereich der Blöcke E und F. Nach dem Ende der Spiele überschnitten sich außerdem die Rückgabe der Mehrwegbecher und der Ausschank der angekündigten Freigetränke. Dadurch bildeten sich erneut Warteschlangen an den Verkaufsstellen.

Die Schwierigkeiten lagen damit nicht nur an der hohen Nachfrage. Neben den noch nicht eingespielten Teams bestehen in älteren Stadionbereichen strukturelle Engpässe. Diese lassen sich voraussichtlich nicht vollständig bis zum ersten Heimspiel beseitigen.

Mehr Kassen und eigene Becherrückgabe geplant

Preußen Münster will gemeinsam mit dem neuen Caterer nachbessern. Geplant sind zusätzliche Produktionskapazitäten und weitere Kassenplätze. Die Erweiterung soll nach Angaben des Vereins schnellstmöglich im Laufe der Hinrunde erfolgen. Für die Rückgabe der Becher sollen zudem eigene Kassen eingerichtet werden, damit sich Rückgabe und Getränkeverkauf künftig nicht mehr gegenseitig behindern.

Der Verein erklärt dazu: „Wir sind uns der Probleme bei der Generalprobe sehr bewusst.“ Bis zum ersten Heimspiel gegen den FC Ingolstadt sollen die Abläufe überprüft und kurzfristig verbessert werden.

Erste Bewährungsprobe gegen Ingolstadt

Neben der Catering-Kritik gab es auch positives Feedback für den neuen Biergarten, das bargeldlose Bezahlen, die Bezahlkarte und die Ein-Liter-Becher. Zudem wurde bei der Saisoneröffnung die neue Fiffi-Gerritzen-Kurve offiziell eröffnet.

Entscheidend wird jedoch sein, ob sich die Versorgung der Fans bis zum ersten Liga-Heimspiel verbessert. Preußen Münster empfängt den FC Ingolstadt am 15. August 2026 um 14 Uhr. Dann feiert auch die neue Osttribüne ihre Pflichtspielpremiere.

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