
Münster. Ein kleinräumiges Unwetter ist in der Nacht zu Dienstag über den Süden Münsters gezogen. Besonders betroffen war der Bereich zwischen Hiltrup und Wolbeck. Innerhalb einer Stunde fielen örtlich bis zu 32 Liter Regen pro Quadratmeter. An der Hiltruper Straße stürzte eine massive Eiche auf zwei geparkte Autos. Verletzt wurde niemand.
Zwischen Mitternacht und 1 Uhr gingen im Süden Münsters große Regenmengen nieder. Während es zwischen Hiltrup und Wolbeck kräftig regnete und stürmte, blieb es in anderen Teilen der Stadt teilweise vollständig trocken. Das galt insbesondere für Gebiete westlich der Umgehungsstraße.
Die gemessenen 32 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde erreichten rechnerisch die Schwelle für heftigen Starkregen. Der Deutsche Wetterdienst ordnet Regenmengen von mehr als 25 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde dem Unwetterbereich zu. Von extrem heftigem Starkregen wird ab mehr als 40 Litern gesprochen.
Die stärksten sichtbaren Schäden entstanden an der Hiltruper Straße. Dort brachten die kräftigen Böen eine große Eiche zu Fall. Der Baum stürzte auf zwei parkende Autos und beschädigte die Fahrzeuge erheblich. Menschen befanden sich zu diesem Zeitpunkt offenbar nicht in den Wagen, sodass niemand verletzt wurde.
Die Feuerwehr musste in der Nacht noch an mindestens zwei weiteren Stellen im Stadtgebiet Sturmschäden beseitigen. Sie sprach insgesamt von einem erhöhten Einsatzaufkommen am Montagabend und in der Nacht zu Dienstag.
Bereits vor dem Unwetter war die Feuerwehr mehrfach wegen Bränden im Freien gefordert. Am Montagvormittag brannte in Loevelingloh eine rund 300 Quadratmeter große Wiesenfläche. Die Einsatzkräfte konnten das Feuer begrenzen und löschen. Die Ursache ist bislang unklar, die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.
Am Abend wurde zudem ein Brand in einem Waldstück am Orléans-Ring gemeldet. Die Rauchentwicklung war so stark, dass sie nach Angaben der Feuerwehr von der Leitstelle aus zu erkennen war. Vor Ort brannten Unrat und verschiedene Gegenstände im Bereich eines Lagers von Menschen ohne festen Wohnsitz. Ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Waldstück konnte verhindert werden. Verletzt wurde auch bei diesem Einsatz niemand.
An den Einsätzen waren Kräfte der Feuer- und Rettungswachen 1 und 2 sowie die Löschzüge Wolbeck und Nienberge beteiligt. Trotz der örtlich großen Regenmengen bleibt die Vegetation vielerorts trocken. Die Feuerwehr warnt deshalb weiterhin vor achtlos weggeworfenen Zigaretten, abgestellten Fahrzeugen auf trockenem Gras und dem Abflammen von Unkraut mit Gasbrennern.
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