
Münster. Bundespolizei und Polizei Münster wollen ihre Zusammenarbeit am Hauptbahnhof weiter verstärken. Seit Dezember 2025 sind an Wochenenden gemeinsame Streifen im Bahnhofsgebäude und im direkten Umfeld unterwegs. Nach Angaben der beiden Behörden wurden inzwischen mehr als 50 dieser Einsätze durchgeführt.
Grundlage der Zusammenarbeit ist eine Vereinbarung, die Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf und der Leiter der Bundespolizeiinspektion Münster, Peter Vaupel, Ende 2025 geschlossen hatten. Die gemischten Streifen sollen insbesondere am Wochenende für eine sichtbarere Polizeipräsenz sorgen.
Nach Einschätzung der Behörden werde das Konzept sowohl von Reisenden und Passanten als auch von den eingesetzten Polizeikräften positiv aufgenommen. Durch die Zusammenarbeit könnten Erfahrungen ausgetauscht und Einsätze im Bahnhofsbereich besser abgestimmt werden.
Innerhalb des Bahnhofs ist grundsätzlich die Bundespolizei zuständig. Im direkten Umfeld verfolgt die Polizei Münster Straftaten und übernimmt weitere Aufgaben zur Gefahrenabwehr. Für Besucherinnen und Besucher sind diese Zuständigkeitsgrenzen jedoch häufig nicht erkennbar.
Die gemeinsamen Streifen sollen deshalb einen möglichst nahtlosen Übergang zwischen dem Bahnhof und dem angrenzenden Viertel schaffen. Ziel sei es laut Polizei, die Präsenz zu erhöhen und das Sicherheitsgefühl rund um den Münsteraner Hauptbahnhof zu stärken.
Zusätzlich zu den regelmäßigen Wochenendstreifen planen Bundes- und Landespolizei künftig quartalsweise gemeinsame Schwerpunktaktionen. Dabei sollen einzelne Deliktsbereiche gezielt kontrolliert werden. Im Mittelpunkt stehen nach Angaben der Polizei unter anderem Drogenkriminalität und Taschendiebstahl.
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