8000 Quadratmeter Wald brennen bei Bad Schwalbach: Neun Verletzte bei mehreren Einsätzen

Waldbrand am Möhnesee breitet sich aus: B229 gesperrt
Symbolbild: Pexels

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Ein Waldbrand Bad Schwalbach hat am Montag einen Großeinsatz der Feuerwehren im Rheingau-Taunus-Kreis ausgelöst. Zwischen Bad Schwalbach-Adolfseck und Hohenstein-Breithardt standen rund 8000 Quadratmeter Wald in Flammen. Das Feuer breitete sich nach Angaben des Rheingau-Taunus-Kreises zunächst mit hoher Geschwindigkeit aus. Rund 300 Einsatzkräfte waren bislang vor Ort. Parallel mussten die Feuerwehren zu mehreren weiteren Bränden im Kreis ausrücken. Insgesamt wurden bei den Einsätzen neun Menschen leicht verletzt.

Brand zwischen Adolfseck und Breithardt breitet sich schnell aus

Der Brand zwischen Adolfseck und Breithardt wurde gegen 13.15 Uhr gemeldet. In dem Waldgebiet stand ein Teil der Vegetation nach Angaben der Feuerwehr vollständig in Flammen. Besonders die schnelle Ausbreitung stellte die Einsatzkräfte vor eine große Herausforderung. In der Umgebung vorhandene wasserführende Teiche erleichterten jedoch die Löschwasserversorgung. Zahlreiche Feuerwehrkräfte konnten den Waldbrand nach rund zwei Stunden unter Kontrolle bringen. Damit war der Einsatz allerdings nicht beendet. Die Nachlöscharbeiten gestalten sich aufwendig und sollten am Montagabend weitergehen. Wann sie abgeschlossen sein werden, war zunächst nicht absehbar.

B54 bei Bad Schwalbach wegen Löscharbeiten gesperrt

Für die Versorgung der Einsatzstelle mit Löschwasser musste die B54 bei Bad Schwalbach gesperrt werden. Insgesamt waren bei dem Waldbrand Bad Schwalbach bislang etwa 300 Einsatzkräfte eingebunden. Auch Mitarbeiter von HessenForst unterstützten die Arbeiten. Drei Einsatzkräfte wurden bei dem Waldbrandeinsatz leicht verletzt. Eine Gefahr für bewohnte Gebiete bestand nach Angaben des Kreises am frühen Abend nicht. Die verbrannte Waldfläche wurde mit rund 8000 Quadratmetern angegeben. Trotz der Kontrolle über die offenen Flammen bleibt die Einsatzstelle für die Feuerwehr arbeitsintensiv, weil Glutnester im Boden und in der Vegetation weiter abgelöscht werden müssen.

Feuer Bad Schwalbach bedroht Wohnhäuser

Noch während der Waldbrandeinsatz lief, wurde gegen 14.15 Uhr ein weiteres Feuer in Bad Schwalbach gemeldet. In einem Wohngebiet war ein Hang in Brand geraten. Die Flammen drohten nach Angaben der Feuerwehr auf mehrere Wohnhäuser überzugreifen. Ein Teil der Kräfte konnte vom Waldbrand abrücken, gleichzeitig wurden zusätzliche Einheiten alarmiert. Den Feuerwehren gelang es, die weitere Ausbreitung zu stoppen. Das Feuer griff demnach lediglich auf einen Anbau mit Garage über. Bei diesem Einsatz wurden zwei Anwohner sowie vier Feuerwehrleute durch Rauchgas und Hitze verletzt. Mehr als 50 Einsatzkräfte waren an dieser Einsatzstelle tätig.

Damit wurden allein bei den beiden größeren Bränden insgesamt neun Menschen leicht verletzt. Drei Feuerwehrkräfte erlitten Verletzungen beim Waldbrand, beim Feuer im Wohngebiet waren vier Einsatzkräfte und zwei Bewohner betroffen. Angaben zu schwereren Verletzungen machte der Rheingau-Taunus-Kreis nicht.

Weitere Brände beschäftigen Feuerwehren im Rheingau-Taunus-Kreis

Der Waldbrand Rheingau-Taunus-Kreis blieb am Montag nicht der einzige Flächenbrand. Gegen 15.15 Uhr wurde in Eltville zunächst Brandgeruch in einem Gebäude gemeldet. Die Feuerwehr musste dort letztlich nicht tätig werden. Um 16.05 Uhr folgte ein Einsatz in Taunusstein. Dort soll eine Person beim Abflammen von Unkraut einen kleineren Flächenbrand verursacht haben. Das Feuer wurde zwar selbst gelöscht, die Arbeiten mit dem Abflammgerät wurden den Angaben zufolge zunächst dennoch fortgesetzt.

Erst nach deutlicher Aufforderung durch die Polizei stellte die Person die Arbeiten ein. Die Feuerwehr kontrollierte die betroffene Fläche und führte Nachlöscharbeiten durch. Angaben zu Verletzten bei diesem Vorfall liegen nicht vor.

Flächenbrand bei Taunusstein-Seitzenhahn früh entdeckt

Nur etwa 15 Minuten später wurde ein weiterer beginnender Flächenbrand gemeldet. Gegen 16.20 Uhr bemerkten Radfahrer bei Taunusstein-Seitzenhahn ein Feuer und verständigten die Einsatzkräfte. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen, bevor sich die Flammen nach Angaben des Kreises gefährlich ausbreiten konnten.

Die Vielzahl der nahezu gleichzeitig laufenden Einsätze erforderte Unterstützung aus dem gesamten Rheingau-Taunus-Kreis. Freiwillige Feuerwehren aus verschiedenen Kommunen wurden alarmiert. Auch die zuständige Leitstelle wurde wegen des erhöhten Einsatzaufkommens personell verstärkt. Die hohen Temperaturen erschwerten die Arbeit der Einsatzkräfte zusätzlich.

Ursache des Waldbrands bei Bad Schwalbach noch ungeklärt

Zur Ursache des großen Waldbrandes sowie der weiteren Feuer liegen bislang keine abschließenden Erkenntnisse vor. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Einen konkreten Auslöser für den Waldbrand Bad Schwalbach nannte der Rheingau-Taunus-Kreis am Montagabend nicht.

Während die großen Flammen zwischen Adolfseck und Breithardt bereits nach rund zwei Stunden unter Kontrolle gebracht werden konnten, dauern die Nachlöscharbeiten weiter an. Für bewohnte Gebiete besteht nach Angaben der Einsatzleitung aktuell keine Gefahr. Wie lange die B54 für die Löscharbeiten und die Wasserversorgung gesperrt bleiben muss, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

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