45-Jähriger stirbt bei Arbeitsunfall in Jänschwalde

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

Teilen:

Bei einem schweren Arbeitsunfall auf dem Gelände des früheren Braunkohletagebaus Jänschwalde in Brandenburg ist am Freitagmorgen ein 45 Jahre alter Mann ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich im Bereich der Tagebauanlagen an der Bundesstraße 97 im Landkreis Spree-Neiße. Die zuständigen Behörden haben Ermittlungen zum genauen Ablauf aufgenommen.

Anzeige

Polizei wurde gegen 7.10 Uhr informiert

Nach Angaben der Polizei ging die Meldung über den tödlichen Arbeitsunfall im Tagebau Jänschwalde am Freitag, 28. August 2026, gegen 7.10 Uhr ein. Der 45-Jährige hatte bei dem Unfall schwere Verletzungen erlitten und starb noch am Unfallort. Weitere Personen wurden in der offiziellen Polizeimeldung nicht als verletzt genannt.

Die Polizei veröffentlichte zunächst keine ausführliche Beschreibung des Unfallhergangs. Antenne Sachsen berichtete unter Berufung auf eine Bestätigung der Polizei in Cottbus, der Arbeiter sei in die Ketten einer Raupe geraten. Diese Angabe geht über die zunächst veröffentlichte Polizeimeldung hinaus. Weitere Einzelheiten dazu, wie es zu dem Kontakt mit der Maschine kam und welche Arbeiten der Mann unmittelbar zuvor ausführte, waren zunächst nicht bekannt.

Auch die genaue berufliche Funktion des 45-Jährigen wurde zunächst nicht öffentlich genannt. Bestätigt war lediglich, dass es sich um einen Arbeitsunfall handelte. Angaben dazu, ob der Mann unmittelbar bei LEAG oder für ein anderes auf dem Gelände tätiges Unternehmen beschäftigt war, lagen zunächst nicht vor.

Anzeige

Amt für Arbeitsschutz übernimmt Ermittlungen

Die weiteren Untersuchungen wurden nach Polizeiangaben vom zuständigen Amt für Arbeitsschutz übernommen. Geklärt werden soll insbesondere der genaue Ablauf des Unfalls. Angaben zu einer möglichen technischen Ursache, einem Bedienfehler oder anderen Umständen wurden von den Behörden zunächst nicht gemacht.

Damit war am Freitagabend auch keine belastbare Aussage darüber möglich, ob technische Untersuchungen an der beteiligten Raupe erforderlich sind oder ob weitere Zeugen befragt werden. Eine Verantwortlichkeit für den Unfall wurde von den Behörden nicht benannt.

Von Betreiber LEAG lagen zunächst keine weitergehenden öffentlich bestätigten Angaben zum Unfallhergang oder zur Tätigkeit des Verstorbenen vor. Das Unternehmen führt auf dem Gelände des früheren Tagebaus umfangreiche Arbeiten zur Wiederherstellung der Bergbaufolgelandschaft durch.

Kohleförderung in Jänschwalde bereits Ende 2023 beendet

Der Tagebau Jänschwalde gehört zu den traditionsreichen Braunkohlestandorten der Lausitz. Die reguläre Kohleförderung wurde dort Ende 2023 eingestellt. Seitdem befindet sich das Gebiet in einer langfristigen Umbauphase. Nach Angaben von LEAG sollen die Arbeiten zur abschließenden Wiederherstellung der Bergbaufolgelandschaft etwa bis 2032 dauern. Dazu gehören der Rückbau bergbaulicher Anlagen, die Sicherung von Böschungen und die Gestaltung nutzbarer Flächen.

Auch schwere mobile Technik kommt dabei weiterhin zum Einsatz. LEAG nennt unter anderem Tagebaugroßgeräte und mobile Maschinen, die bei der Gestaltung der künftigen Landschaft eingesetzt werden. Geplant sind drei Tagebaufolgeseen, der Heinersbrücker See, der Jänschwalder See und der Taubendorfer See.

Ein weithin sichtbares Symbol des früheren Tagebaubetriebs verschwand erst Anfang Februar 2026. Damals wurde die mehr als 500 Meter lange Abraumförderbrücke F60 gesprengt, nachdem sie bereits Anfang 2024 außer Betrieb genommen worden war.

Weiterer schwerer Unfall bei Hoyerswerda

Nur wenige Stunden nach dem tödlichen Arbeitsunfall in Jänschwalde ereignete sich im Raum Hoyerswerda ein weiterer schwerer Unfall. Nach Angaben der Polizeidirektion Görlitz verunglückte gegen 10.30 Uhr ein 51 Jahre alter Mann mit einem Multicar auf der Bundesstraße 96 zwischen Nardt und Schwarzkollm.

Der Fahrer war nach Polizeiangaben in Richtung Schwarzkollm unterwegs und kam aus bislang ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug kollidierte mit einem Baum und landete anschließend im Straßengraben. Der 51-Jährige wurde dabei eingeklemmt. Feuerwehrkräfte mussten ihn unter dem Fahrzeug hervorholen. Er kam schwer verletzt in ein Krankenhaus.

Der Abzweig Sandwäsche beziehungsweise Schwarzkollm wurde nach dem Unfall voll gesperrt. Der Verkehrsunfalldienst nahm Ermittlungen auf. Eine Ursache für das Abkommen von der Fahrbahn war zunächst nicht bekannt.

Zwischen den beiden Ereignissen bestand nach den vorliegenden Angaben kein Zusammenhang. Bei Jänschwalde handelt es sich um einen tödlichen Arbeitsunfall auf einem früheren Tagebaugelände in Brandenburg. Der zweite Vorfall war ein Verkehrsunfall auf der B96 im sächsischen Landkreis Bautzen.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu