Jean-Luc Dompé verlässt den HSV nach vier Jahren

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Jean-Luc Dompé wechselt zu Konyaspor und beendet damit nach vier Jahren seine Zeit beim Hamburger SV. Der HSV bestätigte den Abschied des 31 Jahre alten französischen Flügelspielers am Freitag, 28. August 2026. Wenige Stunden später war der Transfer auch von Konyaspor offiziell bestätigt. Der türkische Erstligist stattete Dompé mit einem Vertrag über zwei Jahre aus. Damit handelt es sich um einen festen Wechsel und nicht um eine Leihe.

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Bereits zwei Tage vor der offiziellen Verkündung war das Ziel des Franzosen bekannt geworden. Die erste konkrete Meldung zum bevorstehenden Wechsel veröffentlichte der türkische Sportjournalist Hasan Yıldırım auf seinem Portal hasanyildirims.com. Er schrieb am 26. August, Konyaspor habe sich grundsätzlich mit Dompé geeinigt. Der Vertrag solle über zwei Jahre laufen, eine Ablöse werde nicht fällig. Transfermarkt führte Yıldırım ausdrücklich als Erstberichterstatter an und verwies darauf, dass anschließend auch die Bild über den bevorstehenden Transfer berichtete.

Konyaspor bestätigt Vertrag über zwei Jahre

Der HSV teilte am Freitag zunächst offiziell mit, Dompé wechsle mit sofortiger Wirkung zu Konyaspor. Angaben zu einer Ablösesumme oder zur Vertragsdauer machte der Bundesligist dabei nicht. Konyaspor bestätigte den Zugang anschließend ebenfalls. Der Klub aus der türkischen Süper Lig gab bekannt, mit dem Flügelspieler einen Zweijahresvertrag abgeschlossen zu haben. Dompé erhält dort die Rückennummer 91.

Eine Ablösesumme nannten die Vereine nicht. Hasan Yıldırım hatte bereits am Mittwoch berichtet, Konyaspor müsse keine Ablöse zahlen. Auch die Bild schrieb anschließend, der HSV sei trotz des ursprünglich bis zum 30. Juni 2027 laufenden Vertrags bereit gewesen, Dompé ablösefrei ziehen zu lassen. Der NDR berichtete am Freitag ebenfalls unter Berufung auf Medienangaben von einem ablösefreien Wechsel. Eine von den Vereinen veröffentlichte Ablösesumme liegt damit nicht vor.

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Dompé kam 2022 aus Belgien zum HSV

Dompé wurde am 12. August 1995 geboren und ist 31 Jahre alt. Seine Stammposition ist die offensive Außenbahn, insbesondere die linke Seite. Der Rechtsfuß war im Sommer 2022 vom belgischen Erstligisten SV Zulte Waregem nach Hamburg gewechselt.

Insgesamt absolvierte Dompé nach Angaben des HSV 113 Pflichtspiele für die Hamburger. Dabei erzielte er 18 Tore und bereitete 33 weitere Treffer vor. Besonders wichtig war er in der Aufstiegssaison 2024/25. In dieser Spielzeit kam der Franzose auf neun Tore und 14 Vorlagen und damit auf 23 direkte Torbeteiligungen. Der HSV schaffte anschließend die Rückkehr in die Bundesliga.

In der Bundesliga-Saison 2025/26 sank seine Bedeutung deutlich. Wettbewerbsübergreifend bestritt er 21 Pflichtspiele und stand zwölfmal in der Startelf. Bei der Scorerstatistik enthalten die offiziellen HSV-Angaben allerdings einen Widerspruch. In der Abschiedsmitteilung vom 28. August nennt der Verein für diese 21 Einsätze drei Vorlagen. In einer HSV-Mitteilung vom 3. August heißt es dagegen, Dompé habe in 20 Bundesligaspielen drei Tore erzielt. Hinzu kam ein Einsatz im DFB-Pokal. Auch das DFB-Datencenter weist für die Bundesliga-Saison 2025/26 20 Einsätze und drei Tore aus. Opta führt ebenfalls drei Tore und keine Vorlage in der Bundesliga. Damit sind für die vergangene Saison 21 Pflichtspiele und drei Tore belastbar dokumentiert, während die Angabe von drei Vorlagen in der jüngsten HSV-Mitteilung von den übrigen Statistiken abweicht.

HSV hatte Dompé bereits Anfang August aussortiert

Sportlich war die Trennung schon Wochen vor dem Transfer vorbereitet worden. Am 3. August teilte der HSV mit, Dompé sei für Gespräche über seine Zukunft freigestellt. Er reiste nicht mehr mit ins Trainingslager nach Herzogenaurach und sollte in der weiteren Vorbereitung keine Rolle spielen.

Sportdirektor Claus Costa erklärte damals wörtlich, dass Jean-Luc in unseren Planungen für die anstehende Saison keine Perspektive mehr besitzt. Der HSV begründete die Entscheidung damit, dass sich Dompés sportliche Rolle bereits während der Rückrunde verändert habe.

Vorständin Sport Kathleen Krüger stellte zugleich fest: Vor diesem Hintergrund haben wir uns ausschließlich aus sportlichen Gründen zu diesem Schritt entschieden. Sie verwies auf das Anforderungsprofil des HSV mit hoher Intensität und großer Bereitschaft.

Zum endgültigen Abschied würdigte Costa die Leistungen des Franzosen vor allem in der 2. Bundesliga. Dompé sei ohne Zweifel ein wichtiger Spieler für uns in der 2. Bundesliga gewesen. Besonders hob der Sportdirektor dessen Anteil am Bundesliga-Aufstieg hervor.

HSV verändert seine Besetzung auf den Außenbahnen

Dompés Abgang ist Teil eines größeren Umbaus im Hamburger Kader. Mit Fábio Baldé hatte bereits ein weiterer Linksaußen den HSV verlassen. Der 21-Jährige wechselte im August fest zu Racing Straßburg. Auch Ransford Königsdörffer gehört nach seinem Wechsel zu Mainz 05 nicht mehr zum Hamburger Aufgebot.

Gleichzeitig stehen mit Rayan Philippe, Bakery Jatta und dem von einer Leihe zurückgekehrten Emir Sahiti weiterhin Spieler im Aufgebot, die auf offensiven Außenpositionen eingesetzt werden können. Auch Alexander Røssing-Lelesiit wurde in der Vorbereitung dem Angriff zugeordnet. Dompé selbst gehörte bereits beim Trainingslager Anfang August nicht mehr zum 29 Spieler umfassenden Kader.

In der Offensive hat der HSV seine Möglichkeiten zudem mit Patson Daka und Terem Moffi erweitert. Beide sind allerdings in erster Linie zentrale Angreifer und damit kein positionsgetreuer Ersatz für Dompé. Der Abschied des Franzosen war deshalb weniger das Ergebnis eines kurzfristigen Angebots aus der Türkei als die Umsetzung einer bereits Anfang August öffentlich gemachten sportlichen Entscheidung. Die Hamburger Kaderplanung war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen. Trainer Merlin Polzin erklärte unmittelbar vor dem Bundesliga-Start, dass in der letzten Woche der Transferperiode noch Bewegung möglich sei.

Für Dompé beginnt dagegen ein neues Kapitel in der türkischen Süper Lig. Konyaspor hat den Transfer und den Zweijahresvertrag bestätigt. Nach 113 Pflichtspielen, 18 Toren und 33 Vorlagen endet damit seine seit Sommer 2022 laufende Zeit beim Hamburger SV.

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