Nach Großbrand in Henstedt-Ulzburg: Drei Bewohner verletzt

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Bei einem schweren Brand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Henstedt-Ulzburg in Schleswig-Holstein sind rund 100 Kälber verendet. Drei Bewohner erlitten nach Angaben der Polizei leichte Verletzungen durch Rauchgas. Das Feuer zerstörte einen Gebäudekomplex mit Wohnbereich und Stall weitgehend. Der entstandene Sachschaden wird auf einen siebenstelligen Betrag geschätzt. Die Ursache des Brandes war am Freitagmorgen noch nicht geklärt.

Feuer bricht am späten Donnerstagabend aus

Die Feuerwehr wurde am Donnerstagabend, 1. Oktober, gegen 22.25 Uhr zu dem Anwesen im Ortsteil Ulzburg Süd alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte standen eine Scheune und ein unmittelbar angrenzendes Wohnhaus mit Reetdach bereits in Flammen. Das Feuer hatte sich damit auf mehrere Teile des landwirtschaftlich genutzten Gebäudekomplexes ausgebreitet.

Zwei Menschen befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch im Gebäude. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr brachten sie ins Freie und übergaben sie dem Rettungsdienst. Beide wurden anschließend in Krankenhäuser gebracht. Spätere Angaben der Polizei beziffern die Zahl der leicht verletzten Bewohner auf insgesamt drei. Sie hatten Rauchgas eingeatmet. Zu schwer verletzten Menschen gab es zunächst keine Angaben.

Die Feuerwehr konnte den Gebäudekomplex nicht mehr erhalten. Sie konzentrierte sich neben der Brandbekämpfung darauf, eine weitere Ausbreitung auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Dafür bauten die Einsatzkräfte unter anderem eine Riegelstellung auf. Das unmittelbar vom Brand betroffene Gebäude wurde weitgehend zerstört.

Rund 100 Kälber sterben in dem Stall

Besonders schwer waren die Folgen des Feuers für die Tiere auf dem landwirtschaftlichen Anwesen. Nach Polizeiangaben kamen rund 100 Kälber ums Leben. Bereits während der ersten Einsatzphase hatte die Feuerwehr festgestellt, dass Tiere in dem Stall verendet waren. Die genaue Zahl stand zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest. Später wurde die Größenordnung von etwa 100 Tieren bestätigt.

Für die Einsatzkräfte stellte die schnelle Ausbreitung des Feuers eine erhebliche Herausforderung dar. Die Flammen hatten beim Eintreffen der Feuerwehr bereits die Scheune und das angrenzende Reetdachhaus erfasst. Reetdächer erschweren Löscharbeiten, weil sich Glut in den dicken Dachschichten halten kann und dadurch umfangreiche Nachlöscharbeiten notwendig werden können.

In der Spitze waren nach Angaben vom Einsatzort etwa 100 bis 110 Feuerwehrkräfte beteiligt. Drei Freiwillige Feuerwehren waren in die Brandbekämpfung eingebunden. Neun Strahlrohre wurden vom Boden aus eingesetzt, zwei weitere über Hubrettungsfahrzeuge. Auch das Technische Hilfswerk wurde hinzugezogen.

Nachlöscharbeiten dauern bis Freitagmorgen

Die Löscharbeiten zogen sich über die gesamte Nacht hin und dauerten am Freitagmorgen weiter an. Um verdeckte Glutnester erreichen zu können, sollte das ausgebrannte Gebäude abschnittsweise mit schwerem Gerät geöffnet beziehungsweise abgetragen werden. Gerade bei den Resten des Reetdachs bestand die Notwendigkeit, Bereiche gezielt freizulegen und auf weiterhin vorhandene Glut zu kontrollieren.

Damit waren Feuerwehr und weitere Einsatzkräfte über viele Stunden an der Brandstelle gebunden. Neben der eigentlichen Brandbekämpfung mussten die beschädigten Gebäudeteile kontrolliert und die Einsatzstelle gesichert werden. Am frühen Freitagmorgen waren die Arbeiten noch nicht vollständig beendet.

Henstedt-Ulzburg liegt im Kreis Segeberg nördlich von Hamburg und gehört mit mehr als 28.000 Einwohnern zu den größeren Gemeinden Schleswig-Holsteins. Der Brand ereignete sich auf einem landwirtschaftlichen Anwesen im Gemeindegebiet.

Schaden liegt im siebenstelligen Bereich

Die Polizei geht von einem erheblichen Sachschaden aus. Eine erste Schätzung liegt im siebenstelligen Bereich. Eine genauere Schadenssumme stand am Freitagmorgen noch nicht fest. Neben dem Wohnbereich und der Scheune wurden auch die Stallanlagen von dem Feuer getroffen.

Damit beschränken sich die Folgen nicht auf Gebäudeschäden. Hinzu kommt der Verlust der rund 100 Kälber. Weitere Angaben zum Umfang des landwirtschaftlichen Betriebs oder zu möglichen Schäden an Maschinen und anderen Gegenständen lagen zunächst nicht gesichert vor.

Ursache des Großbrands noch ungeklärt

Warum das Feuer auf dem Anwesen ausbrach, war zunächst offen. Die Polizei konnte am Freitagmorgen noch keine Brandursache nennen. Hinweise auf eine bestimmte Ursache waren zu diesem Zeitpunkt nicht bestätigt.

Eine Untersuchung des Brandortes kann in solchen Fällen regelmäßig erst beginnen, wenn die Löscharbeiten abgeschlossen sind und das Gelände gefahrlos betreten werden kann. Ob und wann Ermittler den zerstörten Gebäudekomplex näher untersuchen können, war zunächst nicht bekannt.

Offiziell bestätigt waren am frühen Freitagmorgen damit rund 100 verendete Kälber, drei leicht durch Rauchgas verletzte Bewohner und ein Sachschaden im Millionenbereich. Zwei Menschen waren während des Einsatzes aus dem brennenden Gebäude gerettet und anschließend in Krankenhäuser gebracht worden. Die weiteren Ermittlungen sollen klären, wodurch sich das Feuer entwickeln konnte.

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