
In Fürstenfeldbruck steht Autofahrern ab Montag, 12. Oktober 2026, eine wichtige Verbindung durch die Innenstadt für knapp zwei Wochen nicht zur Verfügung. Die Amperbrücke in Fürstenfeldbruck wird bis einschließlich Freitag, 23. Oktober, vollständig für Kraftfahrzeuge gesperrt. Betroffen ist zugleich die Hauptstraße zwischen der Schöngeisinger Straße und der Amperbrücke. Fußgänger können den Baustellenbereich weiterhin passieren. Radfahrer dürfen ebenfalls hindurch, müssen ihr Fahrrad dort allerdings schieben. Eine genaue Uhrzeit für den Beginn am 12. Oktober und die Freigabe am 23. Oktober hat die Stadt bislang nicht genannt.
Grund für die Sperrung ist nicht die geplante spätere Sanierung der historischen Amperbrücke selbst. Die aktuelle Maßnahme gehört zu den umfangreichen Arbeiten an den Wasser- und Gasleitungen in der Fürstenfeldbrucker Innenstadt. Im nächsten Bauabschnitt müssen Rohrleitungen quer über die Fahrbahn verlegt werden. Nach Angaben der Stadt lassen sich die Rohre wegen ihrer Länge nicht bei halbseitig aufrechterhaltenem Verkehr einbauen. Deshalb muss die Fahrbahn vollständig geschlossen werden. Die Arbeiten im Umfeld der Rathauskreuzung laufen bereits seit längerer Zeit. Auch der Kreuzungsbereich von Augsburger Straße, Dachauer Straße und Hauptstraße bleibt nach der derzeitigen Planung bis zum 23. Oktober gesperrt.
Bereits unmittelbar vor der Vollsperrung gibt es Einschränkungen. Vom 6. bis einschließlich 11. Oktober wird die Amperbrücke wegen Reinigungsarbeiten und Bohrkernentnahmen halbseitig gesperrt. Dabei bleibt eine mindestens drei Meter breite Fahrbahn frei. Der Busverkehr kann die Brücke während dieser Phase noch passieren. Für Fußgänger wird einer der beiden Gehwege geschlossen, während der gegenüberliegende Gehweg nutzbar bleibt.
Bei der Einordnung der Straßensperrung hat sich gegenüber früheren Jahren eine wichtige Änderung ergeben. Die Hauptstraße und die Amperbrücke gehörten lange zum Verlauf der Bundesstraße 2 durch Fürstenfeldbruck. Seit dem 1. April 2026 führt die B2 jedoch nicht mehr durch das Stadtzentrum. Nach dem Bürgerentscheid vom Januar wurde die Bundesstraße auf die Oskar-von-Miller-Straße, die Fürstenfelder Straße und die äußere Schöngeisinger Straße verlegt.
Der frühere B2-Abschnitt vom Knoten Münchner Straße und Oskar-von-Miller-Straße bis zur Emmeringer Straße wurde zur Kreisstraße abgestuft. Damit ist die bevorstehende Vollsperrung der Amperbrücke keine Sperrung der heutigen B2. Der überörtliche Schwerlastverkehr folgt bereits der verlegten Bundesstraße außerhalb des alten Innenstadtverlaufs.
Für Autofahrer veröffentlicht die Stadt einen Übersichtsplan mit den jeweils geltenden Verkehrsführungen rund um die Rathauskreuzung. Eine vollständige straßengenaue Route für die Umleitung während der Vollsperrung vom 12. bis 23. Oktober nennt sie in ihrer Textmitteilung jedoch nicht. Verkehrsteilnehmer sollen der Beschilderung folgen und zusätzliche Fahrzeit einplanen. Die Innenstadt, Geschäfte, Gastronomie und die zentralen Parkmöglichkeiten sollen über die ausgeschilderten Zufahrten weiterhin erreichbar bleiben.
Auf den ausgewiesenen Umleitungsstrecken gelten weiterhin durchgehende Haltverbote. Im Baustellenbereich können Fahrspuren verschwenkt sein. Außerdem weist die Stadt auf unebene Fahrbahnabschnitte und zeitweise eingeschränkte Grundstückszufahrten hin. Vor allem zu den Hauptverkehrszeiten ist mit Verzögerungen zu rechnen. Zusätzlich läuft weiterhin eine Straßenbaumaßnahme zwischen Puchheim und Eichenau, deren Umleitungsverkehr teilweise über Fürstenfeldbruck und Emmering geführt wird. Dadurch kann zusätzlicher Durchgangs- und Lkw-Verkehr ins Stadtgebiet kommen.
Deutlich konkreter sind die inzwischen veröffentlichten Änderungen im Regionalbusverkehr. Der MVV nennt die Linien 823, 825, 839, 840, 843, 845, 871 und 873. Grundsätzlich werden die Linien, die den S-Bahnhof Fürstenfeldbruck bedienen, während der Vollsperrung in beiden Fahrtrichtungen über das Kloster Fürstenfeld umgeleitet. Für die Linien 840 und 843 gelten besondere Regelungen. Der MVV warnt trotz angepasster Umleitungsfahrpläne vor deutlichen Verspätungen und rechnet mit einem hohen Verkehrsaufkommen.
Bei den Linien 823 und 825 führt die Umleitung in beiden Richtungen ohne Halt über das Kloster Fürstenfeld. Die Haltestellen Auf der Lände, Schöngeisinger Straße, Hauptplatz, Realschule und Landratsamt können vom 12. bis voraussichtlich 23. Oktober in beiden Fahrtrichtungen nicht bedient werden.
Besonders weitreichend fällt die Änderung bei der Linie 840 aus. Sie fährt während der Vollsperrung nur auf dem Abschnitt zwischen Buchenau, Viehmarktstraße und Schöngeisinger Straße und anschließend zurück. Den S-Bahnhof Fürstenfeldbruck bedient die Linie in diesem Zeitraum nicht. Wer zur S-Bahn wechseln möchte, soll dafür den Bahnhof Buchenau nutzen.
Auch bei der Linie 843 ändert sich der Linienweg deutlich. Alle Fahrten, ausdrücklich einschließlich des Schülerverkehrs, enden während dieser Phase bereits am Lichtspielhaus und wenden dort. Der MVV begründet dies damit, dass der Fahrplan bei einer längeren Umleitungsstrecke zeitlich nicht eingehalten werden könnte. Für die übrigen betroffenen Linien gelten angepasste Umleitungsfahrpläne. Fahrgäste sollten deshalb unmittelbar vor der Fahrt die elektronische Fahrplanauskunft oder die MVV-App prüfen.
In der zweiten Woche der Amperbrücken-Sperrung könnte eine weitere Baumaßnahme im Landkreis hinzukommen. Das Staatliche Bauamt Freising plant nach seinem Stand vom 2. Oktober eine Vollsperrung der Kreisstraße FFB 11 zwischen Puchheim und Eichenau voraussichtlich vom 19. bis 23. Oktober. Genauere Angaben zur dortigen Verkehrsführung sollten noch gesondert veröffentlicht werden.
Für Fürstenfeldbruck bedeutet die Kombination mehrerer Baustellen, dass insbesondere im Berufsverkehr zusätzliche Verzögerungen möglich sind. Für die Amperbrücke selbst bleibt der derzeit angekündigte Zeitraum klar abgegrenzt: vom 12. bis einschließlich 23. Oktober ist sie für Kraftfahrzeuge geschlossen. Fußgänger sowie Menschen mit geschobenem Fahrrad können die Verbindung weiterhin nutzen. Eine konkrete Freigabe-Uhrzeit für den letzten Sperrungstag war zunächst nicht veröffentlicht.
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