
Bei „LOL: Last One Laughing“ beginnt mit der achten Staffel eine neue Phase. Prime Video hat am Dienstag, 6. Oktober 2026, bestätigt, dass Carolin Kebekus die Spielleitung der erfolgreichen Comedyshow übernimmt. Michael „Bully“ Herbig verabschiedet sich damit vom Format, das er seit dem Deutschlandstart 2021 entscheidend geprägt hat. Die neue Staffel soll zu Ostern 2027 bei Prime Video erscheinen. Damit ist nun offiziell: Carolin Kebekus übernimmt LOL in Staffel acht als Gastgeberin. Dauerhaft festgelegt ist diese Besetzung allerdings nicht, denn Prime Video bezeichnet ihren Einsatz ausdrücklich als einmalig.
Die Fortsetzung selbst war bereits bekannt. Bei seiner Jahresprogrammpräsentation Anfang September hatte Prime Video eine achte Staffel von „LOL: Last One Laughing“ für Ostern 2027 angekündigt. Damals blieb allerdings offen, wer künftig am Kontrollpult sitzen würde. Michael „Bully“ Herbig wurde in der damaligen Ankündigung nicht genannt. Einen Monat später ist diese Personalfrage geklärt: Carolin Kebekus wird in Staffel acht die Reaktionen der zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer überwachen und über Verwarnungen und Ausscheiden entscheiden. Einen exakten Veröffentlichungstag für die neue Staffel hat Prime Video weiterhin nicht genannt. Auch die Besetzung des Teilnehmerfeldes ist noch nicht offiziell vorgestellt worden.
Herbig bestätigte seinen Abschied mit einer persönlichen Erklärung. Nach sieben Staffeln sowie dem Weihnachts- und Halloween-Special sage er dem Buzzer „leise Servus“. Zugleich wünschte er Kebekus und den Beteiligten der kommenden Staffeln viel Freude mit dem Format. Damit endet eine Ära, die mit dem Start der deutschen Ausgabe im Jahr 2021 begann. Herbig moderierte die ersten sechs regulären Staffeln und die beiden Specials. In Staffel sieben gab er seinen Platz am Kontrollpult bereits vorübergehend auf. Eine offizielle Ankündigung, welche Aufgabe oder welches Format Herbig als Nächstes übernehmen könnte, gehört nicht zur aktuellen Prime-Video-Mitteilung.
Ganz neu ist ein „LOL“ ohne Herbig am Buzzer nicht. In der siebten Staffel, die am 14. Mai 2026 bei Prime Video startete, wechselte er erstmals selbst in das Teilnehmerfeld. Die Spielleitung übernahm Hape Kerkeling in seiner Rolle als Horst Schlämmer. Herbig trat damit gegen neun andere erfahrene „LOL“-Teilnehmer an, darunter auch Carolin Kebekus. Prime Video hatte diesen Rollenwechsel erst unmittelbar vor dem Staffelstart enthüllt. Die sechs Folgen erschienen bis Ende Mai. Die aktuelle Entscheidung geht nun einen Schritt weiter: Herbig kehrt für Staffel acht nicht an seinen alten Platz zurück, sondern übergibt die Spielleitung an Kebekus.
Kebekus wechselt vom Kandidatenbereich in den Kontrollraum und kennt die besonderen Regeln des Formats aus eigener Erfahrung. Nach Angaben von Prime Video war sie bereits viermal als Teilnehmerin bei „LOL“ dabei. In einer kurzen Erklärung sagte sie zu ihrer neuen Aufgabe, sie freue sich darauf, nun an den Buzzern sitzen zu dürfen. Dort darf sie tun, was für die Kandidaten verboten ist: lachen. Prime Video betont allerdings, dass Kebekus die Moderation der achten Staffel einmalig übernimmt. Daraus lässt sich noch keine Besetzung für eine mögliche neunte Staffel ableiten. Wer danach die Spielleitung übernehmen würde, ist derzeit nicht offiziell angekündigt.
Am bekannten Wettbewerbskonzept ändert der Wechsel zunächst nichts. Zehn prominente Comedy- und Entertainmentstars verbringen gemeinsam mehrere Stunden in einem Studio und versuchen, ihre Konkurrenten zum Lachen zu bringen, ohne selbst die Kontrolle zu verlieren. Mehr als 40 Kameras erfassen dabei auch kleine Reaktionen. Ein Lachverstoß führt zunächst zu einer Verwarnung, beim zweiten scheidet die betreffende Person aus. Produziert wird die deutsche Ausgabe von Constantin Entertainment. Das Format basiert auf der japanischen Prime-Video-Produktion „Hitoshi Matsumoto Presents Documental“, deren Grundidee inzwischen in zahlreichen Ländern adaptiert wurde.
Für Prime Video ist „LOL“ längst mehr als ein rein deutsches Unterhaltungsformat. Als der Streamingdienst 2026 erstmals wöchentliche globale Ranglisten veröffentlichte, erreichte die siebte deutsche Staffel Ende Mai Platz eins unter den nicht englischsprachigen Serien. In der späteren Programmpräsentation bezifferte Prime Video die Platzierung zudem mit Rang fünf unter allen Serien weltweit. Die Zahlen stammen aus den eigenen Prime-Video-Charts des Unternehmens. Der Erfolg erklärt, warum Amazon das Format auch nach dem personellen Wechsel fortführt. Seit dem Deutschlandstart 2021 erhielt die Show zudem unter anderem den Deutschen Fernsehpreis und den Deutschen Comedypreis.
Vom Wechsel in der Hauptshow zu unterscheiden ist „LOL Next“. Der 2026 gestartete Ableger richtet sich stärker an eine jüngere Generation von Comedians und Content Creators und wird von Hazel Brugger moderiert. Sie übernimmt damit nicht Michael „Bully“ Herbigs Position in der regulären achten Staffel. Prime Video hat „LOL Next“ bereits für eine zweite Staffel verlängert. Sowohl die Hauptserie als auch der Ableger werden in Deutschland von Constantin Entertainment produziert. Damit setzt Prime Video künftig auf zwei parallele Varianten des Formats: Carolin Kebekus führt einmalig durch Staffel acht der Hauptshow, während Brugger für „LOL Next“ zuständig bleibt.
Für Staffel acht steht damit der wichtigste Personalwechsel fest, viele weitere Einzelheiten fehlen jedoch noch. Prime Video nennt bislang lediglich Ostern 2027 als Veröffentlichungszeitraum. Ein konkreter Starttag wurde nicht bekanntgegeben. Ebenso gibt es noch keine offiziell bestätigte Liste der zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Auch über weitere Änderungen am Ablauf hat Prime Video bislang keine näheren Angaben gemacht. Sicher ist dagegen, dass die reguläre „LOL“-Reihe fortgesetzt wird und die Spielleitung erstmals von Carolin Kebekus übernommen wird. Für Michael „Bully“ Herbig endet damit nach sechs Staffeln als regulärer Gastgeber, zwei Specials und seinem Auftritt als Kandidat ein prägendes Kapitel des deutschen Prime-Video-Formats.
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