Mercedes-AMG stellt ersten eigenen Elektro-SUV mit 1.169 PS vor

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Symbolbild mit KI erstellt

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Mercedes-AMG hat am Samstag, 17. Oktober 2026, in Stuttgart seinen ersten vollständig selbst entwickelten SUV vorgestellt. Der vollelektrische Mercedes-AMG GT SUV soll Sportwagenleistung mit dem Platzangebot eines großen Geländewagens verbinden. Das Spitzenmodell erreicht bis zu 1.169 PS, die größte Batterie ermöglicht nach vorläufigen Herstellerangaben bis zu 700 Kilometer Reichweite. Der Einstiegspreis in Deutschland liegt bei 113.050 Euro.

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Drei Antriebsvarianten mit bis zu 1.169 PS

Die Weltpremiere fand im Rahmen des Jubiläumsfestivals zum 140-jährigen Bestehen von Mercedes-Benz am Mercedes-Benz Museum statt. Der neue SUV ist nach dem elektrischen AMG GT Viertürer das zweite Modell auf der speziell für elektrische Hochleistungsfahrzeuge entwickelten Plattform AMG.EA. Anders als bisherige AMG-Varianten bestehender Mercedes-SUV wurde das neue Fahrzeug von der Sportwagentochter in Affalterbach eigenständig entwickelt.

Zum Verkaufsstart sind drei Leistungsstufen vorgesehen. Der AMG GT 53 SUV verfügt über zwei Elektromotoren mit zusammen 400 kW beziehungsweise 544 PS. Beim AMG GT 55 SUV liefern drei sogenannte Axial-Fluss-Motoren 600 kW oder 816 PS. Das Spitzenmodell AMG GT 63 SUV erreicht mit ebenfalls drei Motoren eine maximale Leistung von 860 kW beziehungsweise 1.169 PS. Laut Mercedes-AMG beschleunigt es in 2,7 Sekunden von null auf 100 km/h. Die vom Hersteller ebenfalls genannten 2,5 Sekunden beziehen sich auf eine Messung mit verkürzter Startstrecke. Mit dem optionalen Driver’s Package sind bis zu 270 km/h möglich.

Batterie mit bis zu 700 Kilometern Reichweite

Für den neuen Elektro-SUV sind Batterien mit 106 und 128 Kilowattstunden nutzbarer Kapazität vorgesehen. Die größere Variante bleibt den leistungsstärkeren Modellen GT 55 und GT 63 vorbehalten. Beide nutzen eine 800-Volt-Architektur und ein Kühlsystem, bei dem die Batteriezellen unmittelbar von einer speziellen Flüssigkeit temperiert werden. Dadurch soll die Leistungsfähigkeit auch bei wiederholter starker Beschleunigung erhalten bleiben. Mercedes-AMG nennt für die große Batterie eine kombinierte WLTP-Reichweite von bis zu 700 Kilometern. Beim GT 53 mit kleinerem Akku sind es bis zu 668 Kilometer. Die Angaben sind vorläufig und können im späteren Genehmigungsverfahren noch abweichen.

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Auch die Ladeleistung gehört zu den auffälligen technischen Merkmalen. Mit der 106-kWh-Batterie sind maximal 600 kW möglich, beim größeren Akku bis zu 710 kW. Unter optimalen Bedingungen soll sich damit innerhalb von zehn Minuten Energie für bis zu 454 Kilometer WLTP-Reichweite nachladen lassen. Für den Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent nennt der Hersteller bei der großen Batterie zwölf Minuten. Diese Werte setzen entsprechend leistungsfähige Schnellladestationen und geeignete Batterietemperaturen voraus. Im Alltag können die Ladezeiten deshalb deutlich länger ausfallen.

Preis ab 113.050 Euro und Marktstart 2027

Der AMG GT 53 SUV soll in Deutschland ab Dienstag, 20. Oktober 2026, bestellbar sein. Der Einstiegspreis beträgt 113.050 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Die stärkeren Versionen AMG GT 55 SUV und AMG GT 63 SUV sollen im Frühjahr 2027 folgen. Preise für diese beiden Modelle wurden zunächst nicht verbindlich genannt. Die Auslieferung des neuen Elektro-SUV ist für 2027 vorgesehen.

Mit rund 5,08 Metern Länge und einem Radstand von 3,04 Metern gehört das neue Fahrzeug zu den großen SUV. Es bietet fünf Sitzplätze und einen Kofferraum mit 607 bis 1.740 Litern Volumen. Unter der Fronthaube steht zusätzlicher Stauraum zur Verfügung. Zur Ausstattung gehören eine Hinterachslenkung, ein fahrerorientiertes Cockpit und je nach Modell ein Fahrwerk mit aktiver Stabilisierung der Karosserie. Zudem können künstlich wiedergegebene Motorengeräusche und simulierte Gangwechsel das Fahrerlebnis eines klassischen AMG nachbilden.

Mercedes-AMG erweitert seine Elektrostrategie

Für Mercedes-AMG bedeutet das neue Modell einen weiteren Schritt beim Ausbau seiner vollelektrischen Hochleistungsfahrzeuge. Während die Marke bisher vor allem leistungsstarke Varianten bestehender Mercedes-Modelle angeboten hat, entwickelt sie mit der AMG.EA-Plattform zunehmend eigenständige Elektroautos. Der GT SUV erweitert dieses Angebot um die besonders nachgefragte SUV-Bauform und trifft damit auf Wettbewerber wie den elektrischen Porsche Cayenne und den Lotus Eletre.

Produziert werden soll der neue Mercedes-AMG GT SUV im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen. Dafür wurde eine Montagehalle an die Anforderungen der neuen Elektroplattform angepasst. Die besonders kompakten Axial-Fluss-Motoren der stärkeren Varianten stammen aus der Fertigung in Berlin-Marienfelde. Mercedes verbindet mit dem Fahrzeug damit nicht nur eine Erweiterung seiner Modellpalette, sondern auch den industriellen Ausbau neuer elektrischer Antriebstechnik in Deutschland.

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