CDU fordert wohnortnahe Entsorgung von Elektroschrott in Münster

Die CDU fordert in Münster neue wohnortnahe Lösungen für Elektroschrott. Mobile Sammeltermine sollen den Wegfall der Container ausgleichen.
Babette Lichtenstein van Lengerich

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Münster. Nach dem angekündigten Abbau der Elektroschrott-Container im Stadtgebiet meldet sich die CDU Münster mit Kritik und eigenen Forderungen zu Wort. Die Ratsfraktion sieht durch den Wegfall der Container eine wichtige Möglichkeit der wohnortnahen Entsorgung entfallen.

Ursache ist die Novellierung des Elektro- und Elektrogerätegesetzes. Infolge der neuen gesetzlichen Vorgaben sind die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster verpflichtet, die noch vorhandenen Sammelcontainer für Elektroschrott abzubauen. Damit verändert sich die bisherige Entsorgungsstruktur deutlich.

CDU warnt vor Fehlentsorgung und illegalem Abfall

Aus Sicht der CDU besteht die Gefahr, dass Elektrokleingeräte künftig wieder häufiger im Hausmüll landen oder illegal entsorgt werden. Gerade die Container hätten bislang eine niedrigschwellige Möglichkeit geboten, alte Geräte schnell und ohne großen Aufwand abzugeben.

Die umweltpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion, Babette Lichtenstein van Lengerich, sieht darin eine Entwicklung, der frühzeitig entgegengewirkt werden müsse. Ohne ergänzende Angebote drohe aus ihrer Sicht ein Rückschritt bei der getrennten Entsorgung von Elektroschrott.

Bestehende Alternativen aus Sicht der CDU nicht ausreichend

Derzeit verweisen die Abfallwirtschaftsbetriebe auf die elf Recyclinghöfe im Stadtgebiet sowie auf die gesetzliche Rücknahmepflicht des Elektronik-Einzelhandels mit größeren Verkaufsflächen. Nach Auffassung der CDU reicht dieses Angebot jedoch nicht aus, um eine wohnortnahe Entsorgung sicherzustellen.

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Viele Recyclinghöfe lägen außerhalb der Stadtteilzentren, seien verkehrlich nicht immer gut erreichbar und an feste Öffnungszeiten gebunden. Zudem gebe es nicht in allen Stadtteilen entsprechende Fachgeschäfte, die zur Rücknahme von Elektrokleingeräten verpflichtet sind.

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Vorschlag: Mobile Sammeltermine in den Stadtteilen

Um die Lücke zu schließen, schlägt die CDU zusätzliche mobile Sammelangebote vor. In Stadtteilen ohne wohnortnahe Abgabestellen sollen ein- bis zweimal monatlich feste Termine angeboten werden, bei denen Bürgerinnen und Bürger Elektrokleingeräte direkt an geschulte Mitarbeitende übergeben können.

Als mögliche Standorte nennt die CDU unter anderem Wochenmärkte. Dort könne ein bereits vorhandenes Elektroschrott-Sammelmobil eingesetzt werden, um die Entsorgung niederschwellig und gut erreichbar zu organisieren.

Politische Forderung an die Abfallwirtschaft

Mit dem Vorstoß reagiert die CDU auf die veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen und fordert von der Stadt und den Abfallwirtschaftsbetrieben praktikable Ergänzungen zum bestehenden System. Ob und in welcher Form die Vorschläge aufgegriffen werden, ist derzeit noch offen.

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