
Am 23. März 2025 hat die B-Side Münster zum Tag der offenen Tür eingeladen. Das ehemalige Lagerhaus am Mittelhafen, das inzwischen als soziokulturelles Zentrum genutzt wird, öffnete seine Türen für alle Interessierten. Zwischen 10 und 22 Uhr konnten Besucher das Haus kennenlernen, in offene Werkstätten schauen, an Workshops teilnehmen, Konzerte erleben oder einfach das vegane Essensangebot auf der Dachterrasse genießen. Die Veranstaltung war gut besucht. Viele nutzten die Gelegenheit, um hinter die Kulissen eines Ortes zu schauen, der in Münster inzwischen fest zur Kulturszene gehört – und der sich gleichzeitig immer wieder neu erfindet.
Das Projekt versteht sich als offenes Kollektiv, das Kultur, Bildung, Handwerk und soziales Miteinander miteinander verbindet. Seit dem Umbau des Hill-Speichers ist die B-Side wieder am Mittelhafen angesiedelt. Der denkmalgeschützte Speicher wurde gemeinsam mit der Stadt zu einem offenen Quartierszentrum umgebaut – mit Werkstätten, Veranstaltungsräumen, Ateliers, Gemeinschaftsflächen und Büroplätzen.
Die Idee: Ein Haus, das nicht von außen bespielt wird, sondern von innen wächst. Organisiert wird die B-Side durch verschiedene Arbeitsgruppen, in denen sich Engagierte um Bereiche wie Programmplanung, Werkstattbetrieb, Raumgestaltung oder Technik kümmern. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen. Viele Dinge, die im Haus stehen oder passieren, sind in kollektiver Arbeit entstanden – vom selbstgebauten Mobiliar bis zu Veranstaltungsreihen.
Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht. Die B-Side versteht sich als Mitmachprojekt – ohne feste Schwellen oder Voraussetzungen. Wer Interesse hat, kann jederzeit einsteigen, sei es mit einer eigenen Idee oder in einem der bestehenden Bereiche.
Beim Tag der offenen Tür konnten Besucher verschiedene Werkstätten besichtigen – unter anderem die Holz-, Metall- und Siebdruckwerkstatt. Dort wurde nicht nur gezeigt, was möglich ist, sondern auch selbst ausprobiert. In einem offenen Theaterworkshop und einem sogenannten „Noise-Workshop“ für experimentelle Klangerfahrungen ging es um niedrigschwellige kreative Zugänge.
Parallel dazu liefen im Haus Ausstellungen, etwa zur Geschichte des Gebäudes oder zum Entstehungsprozess der Wohnzimmermöbel. Im Treppenhaus wurden Fotografien gezeigt. Eine Tattoo-Ecke bot die Möglichkeit, mit Tätowierern ins Gespräch zu kommen oder sich spontan tätowieren zu lassen. Auch Kinder kamen auf ihre Kosten: Auf dem Vorplatz der B-Side gab es ein kleines Kinderprogramm mit kreativen Angeboten, das gut angenommen wurde.
Auch in den kommenden Wochen ist in der B-Side einiges geplant. Das Haus versteht sich nicht als Ort für einmalige Events, sondern als dauerhaft aktiver Treffpunkt für Kultur und Austausch.
Auszug aus dem aktuellen Veranstaltungsprogramm:
Neben diesen Terminen finden laufend kleinere Formate, offene Werkstattzeiten und Gruppentreffen statt, die auf der Website der B-Side angekündigt werden.