
Münster. Am Albersloher Weg ist ein weiteres großes Verwaltungsprojekt der Stadt sichtbar in die nächste Phase gegangen. Mit der Grundsteinlegung am Freitag, 17. April, hat für das neue Stadthaus 4 offiziell der Hochbau begonnen. Der Neubau soll ab 2028 zahlreiche städtische Dienstleistungen an einem Ort bündeln und zugleich moderne Arbeitsplätze für rund 1.000 Beschäftigte schaffen.
Die Stadt setzt dabei auf ein Gebäude, das nicht nur funktional, sondern auch klimaneutral geplant ist. Künftig sollen dort mehrere Ämter einziehen, die bislang auf verschiedene Standorte im Stadtgebiet verteilt sind.
Das neue Stadthaus 4 entsteht in unmittelbarer Nähe zu Stadthaus 3 und den Stadtwerken. Geplant ist eine zentrale Anlaufstelle für viele Dienstleistungen und Beratungsangebote aus den Bereichen Soziales, Bildung und Integration. Für Bürgerinnen und Bürger soll das Wege verkürzen und Abläufe vereinfachen.
Nach Angaben der Stadt sollen sieben Ämter in das Gebäude einziehen. Das Erdgeschoss und die erste Etage sind für den direkten Kundenkontakt vorgesehen. Darüber entstehen flexible Arbeitsbereiche für die Mitarbeitenden. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen den Ämtern zu erleichtern und zugleich den Service für die Öffentlichkeit zu verbessern.
Die Arbeiten auf dem Grundstück laufen bereits seit Herbst 2024. Zunächst standen Tiefbau und Vorbereitung der Baugrube im Mittelpunkt. Dazu gehörten unter anderem der Aushub und der Bau der Außenwände für die geplante Tiefgarage. Ende 2025 war dieser Abschnitt weitgehend abgeschlossen, anschließend begann der Rohbau.
Mit der Grundsteinlegung hat nun der sichtbare Hochbau begonnen. Auf dem Gelände stehen derzeit zwei Baukräne, erste Bodenflächen sind bereits gegossen. Die Rohbauarbeiten sollen nach aktuellem Stand das gesamte Jahr 2026 andauern. Im dritten Quartal sollen zusätzlich die Fassadenarbeiten starten.
Im neuen Stadthaus setzt die Stadt auf ein verändertes Arbeitsplatzkonzept. Vorgesehen sind 800 Arbeitsplätze für rund 1.000 Mitarbeitende. Möglich werden soll das durch mobiles Arbeiten, Desk Sharing und flexibel nutzbare Räume.
Der Neubau wird als sechsstöckiges Bürohaus mit begrüntem Innenhof errichtet. Auch die Infrastruktur rund um das Gebäude fällt umfangreich aus. Geplant sind eine Tiefgarage, Stellplätze für mehr als 300 Fahrräder sowie Flächen für Dienstfahrzeuge. Damit soll das Haus sowohl für Beschäftigte als auch für Besucher funktional aufgestellt werden.
Beim Bau setzt die Stadt auf ein klimaneutrales Konzept. Nach den Plänen des Architekturbüros Hascher Jehle Architektur soll das Stadthaus 4 als Null-Emissions-Haus entstehen. Ein zentraler Baustein dafür ist die vorgesehene Photovoltaikanlage auf dem Dach.
Damit verbindet das Projekt Verwaltungsmodernisierung mit den Klimazielen der Stadt. Der Neubau soll nicht nur neue Arbeitsbedingungen schaffen, sondern auch langfristig energetisch effizient betrieben werden.
Mit dem Umzug in das neue Stadthaus will die Stadt Münster mehrere angemietete Büroflächen aufgeben. Insgesamt sollen acht externe Standorte nach und nach wegfallen. Dadurch reduziert sich die genutzte Bürofläche um rund 6.000 Quadratmeter.
Nach Angaben der Stadt sollen so Miet-, Neben- und Energiekosten in wachsender Höhe eingespart werden. Langfristig rechnet die Verwaltung mit einer Entlastung von bis zu 1,8 Millionen Euro pro Jahr. Das Investitionsvolumen für den Bau des Stadthauses 4 liegt bei rund 90 Millionen Euro.
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