Westfalen-Chef aus Münster fordert günstigeren Strom

Westfalen-Chef aus Münster fordert günstigeren Strom
Bildrechte:SZ NachhaltigkeitsgipfelFotograf:Jens Hartmann

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München/Münster. Die Westfalen-Gruppe aus Münster stellt die Strompreise in den Mittelpunkt der Energiewende. Beim SZ-Nachhaltigkeitsgipfel in München sprach Vorstandschef Thomas Perkmann über bezahlbare Energie, verlässliche Regeln und Investitionen in klimafreundliche Technik, wie das Unternehmen mitteilt.

Aus Sicht des Unternehmens entscheidet die Kostenfrage darüber, ob neue Technologien schneller in den Markt kommen. Das betrifft Industrie, Mittelstand und Verbraucher gleichermaßen, weil viele klimafreundliche Lösungen auf Strom angewiesen sind.

Westfalen-Gruppe Münster sieht Strompreise als Schlüssel

Beim Nachhaltigkeitsgipfel der Süddeutschen Zeitung diskutierte Perkmann im Panel zu Energiepreisen mit Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Energiewende finanziell tragfähig bleiben kann. Laut Mitteilung bestand Einigkeit darüber, dass Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und Bezahlbarkeit zusammen gedacht werden müssen.

Die Westfalen-Gruppe Münster ist nach eigenen Angaben in sechs europäischen Ländern aktiv. Das Unternehmen beliefert bundesweit mehr als 60.000 Gewerbekunden mit Industriegasen, Kraftstoffen und Wärmelösungen. Zugleich richtet Westfalen sein Geschäft stärker auf Bereiche aus, die künftig ohne fossile Energien auskommen sollen. Dazu zählen Elektromobilität und strombasierte Wärme.

Perkmann machte laut Unternehmensangaben deutlich, dass Westfalen nicht mehr in fossile Energien investieren wolle. Stattdessen gehe es um Geschäftsfelder, die auch langfristig Bestand haben. Damit verbindet das Unternehmen die eigene Transformation mit einer politischen Forderung. Wenn Strom günstiger werde, könnten sich Technologien wie Wärmepumpen und Ladeinfrastruktur schneller durchsetzen. Gerade für den Mittelstand sei das wichtig, weil Investitionen planbar und wirtschaftlich bleiben müssten.

Strompreise Energiewende: Klare Regeln und schnellere Verfahren gefordert

Neben den Kosten nannte Perkmann die Planungssicherheit als zentralen Faktor. Unternehmen könnten sich laut seiner Einschätzung auf viele Rahmenbedingungen einstellen, wenn diese klar und verlässlich seien. Schwieriger werde es, sobald politische Vorgaben häufig wechselten. Dann entstehe Unsicherheit, obwohl Investitionen eigentlich nötig wären.

Als Beispiel verwies der Westfalen-Chef auf die Debatte um Gebäudemodernisierung und Heizungstausch. Diese habe nach seiner Darstellung den Markt zeitweise stark gebremst. Die Aussage ist zugleich eine Einordnung der aktuellen Wärmewende. Denn viele Betriebe und Haushalte prüfen Investitionen erst dann, wenn Förderbedingungen, technische Vorgaben und laufende Kosten nachvollziehbar sind.

Bei der Wärmepumpe sieht Westfalen bereits eine leistungsfähige Technologie. Laut Unternehmen rechnet sie sich in vielen Fällen über den gesamten Nutzungszeitraum, wenn der Strompreis passt. Deshalb fordert Perkmann weniger Nachsteuerung über zusätzliche Regeln und mehr Entlastung beim Strom.

Außerdem verweist Westfalen auf lange Genehmigungswege und schwierige Netzanschlüsse. Diese Probleme beträfen nicht nur Heiztechnik, sondern auch Schnellladeinfrastruktur. Für Münster ist die Debatte relevant, weil mit Westfalen ein großes Energieunternehmen aus der Stadt seine künftige Strategie klar an Strom, Wärme und Mobilität ausrichtet.

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