
Münster. Der Wersepark Sudmühle bekommt zum Start der Freibadsaison ein neues gastronomisches Zentrum. Aus der früheren Vereinsgaststätte des SV Münster 91 wird das „Haus am Fluss“. Der Münsteraner Gastronom Marcus Geßler übernimmt den Standort an der Dyckburgstraße und will dort nicht nur Freibadgäste versorgen, sondern auch einen Biergarten, private Feiern und Veranstaltungen etablieren. Der Neustart fällt in eine Phase, in der das Freibad Sudmühle ohnehin auf den Saisonbeginn am 10. Mai vorbereitet wird.
Mit dem „Haus am Fluss“ kehrt im Wersepark Sudmühle wieder regulärer Betrieb in die Gaststätte ein. Der SV Münster 91 hatte den neuen Pächter bereits Ende 2025 vorgestellt. Der Pachtvertrag begann nach Vereinsangaben am 1. Dezember 2025 und ist auf mehrere Jahre angelegt. Damit ist die neue Gastronomie nicht nur eine Übergangslösung für die Freibadsaison, sondern ein längerfristiges Konzept für die Anlage an der Werse. Für den Verein ist das wichtig, weil die Gaststätte mehr als ein Jahr lang nicht regulär betrieben wurde. Nun soll sie wieder Anlaufpunkt für Mitglieder, Badegäste, Sportlerinnen und Sportler sowie Gäste aus Sudmühle, Handorf und dem übrigen Stadtgebiet werden.
Das neue Angebot soll mehrere Zielgruppen verbinden. Während der Freibadsaison geht es um die klassische Versorgung der Badegäste, also um Snacks, Getränke und die schnelle Verpflegung zwischendurch. Zugleich wird das „Haus am Fluss“ als Biergarten und Eventlocation positioniert. Auf der eigenen Internetseite werden unter anderem Hochzeiten, Jubiläen, Firmenfeiern und Sommerfeste genannt. Damit setzt Marcus Geßler auf einen Standort, der durch seine Lage direkt an der Werse mehr bietet als ein gewöhnliches Vereinslokal. Der Wersepark verbindet Freibad, Sportanlagen, Bootsanleger, Spielbereiche und Gastronomie auf einem Gelände. Genau diese Mischung kann die Gaststätte auch außerhalb reiner Badetage interessant machen.
Eine praktische Neuerung betrifft den Ablauf im Alltag. Damit die Gastronomie während der Freibadzeiten möglichst durchgehend funktionieren kann, setzt der Betreiber auf ein hybrides System. Bestellung und Bezahlung sollen digital erfolgen, anschließend bereitet das Personal Speisen und Getränke zu und gibt sie zur Abholung aus. Für Kinder, die nicht selbst digital bezahlen können, sind Guthaben-Bändchen vorgesehen. Das Konzept soll helfen, Wartezeiten zu reduzieren und den Betrieb auch bei wechselnder Auslastung besser zu organisieren. Für Freibadgäste bedeutet das vor allem: Die Verpflegung soll wieder verlässlich verfügbar sein, ohne dass der Verein den Betrieb allein schultern muss.
Der gastronomische Neustart fällt mit dem Beginn der Freibadsaison zusammen. Das Freibad Sudmühle öffnet nach Angaben des SV Münster 91 am 10. Mai 2026. Geplant sind Öffnungszeiten von Montag bis Freitag zwischen 12 und 19 Uhr sowie an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 10 bis 19 Uhr. Zur Anlage gehören ein Schwimmerbecken, ein Nichtschwimmerbecken, ein Babybecken und eine Liegewiese. Hinzu kommen weitere Sportangebote im Wersepark, darunter Tennis, Speckbrett, Beachvolleyball, Pétanque, Streetball und Tischtennis. Damit bleibt das Freibad Teil eines größeren Freizeitgeländes, das besonders an warmen Tagen viele unterschiedliche Nutzergruppen anzieht.
Für den SV Münster 91 ist der Start in die neue Saison auch wirtschaftlich und organisatorisch bedeutsam. Im vergangenen Jahr kamen nach Angaben aus dem Umfeld des Vereins rund 17.000 Badegäste ins Freibad Sudmühle. Für 2026 steht die Marke von etwa 20.000 Besucherinnen und Besuchern im Raum. Ob dieses Ziel erreicht wird, hängt vor allem vom Wetter ab. Der neue gastronomische Betrieb kann dabei ein zusätzlicher Faktor werden, weil ein funktionierender Biergarten und eine verlässliche Versorgung den Aufenthalt im Wersepark attraktiver machen. Gerade für Familien, Vereinsmitglieder und Sportgruppen ist die Gaststätte ein wichtiger Teil des Gesamtangebots.
Dem Neustart ging eine längere Phase ohne regulären Gaststättenbetrieb voraus. Nach Darstellung des Vereins wurde der Vertrag mit der früheren Pächterin wegen nicht erfüllter vertraglicher Verpflichtungen beendet. Die Angelegenheit ist nach den vorliegenden Angaben weiterhin juristisch nicht vollständig abgeschlossen. Das Landgericht soll einer Räumungsklage des Vereins stattgegeben haben. Erst nach der Räumung konnten Verein und neuer Pächter mit den Arbeiten an der Gaststätte beginnen. Für die neue Saison steht nun jedoch vor allem der Blick nach vorn im Vordergrund: Das „Haus am Fluss“ soll dem Wersepark Sudmühle wieder einen gastronomischen Mittelpunkt geben.
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