
Münster. Die Hitze-Einsätze in Münster haben am Wochenende deutlich zugenommen. Rettungsdienst, Feuerwehr und Krankenhäuser waren spürbar stärker gefordert als üblich. Nach Angaben der Feuerwehr lag die Zahl der Rettungsdienst-Einsätze um mehr als 60 Prozent über dem Wert eines vergleichbaren Juni-Tages.
Die Belastung kam nicht überraschend. An der DWD-Station Münster/Osnabrück wurden am Freitag und Samstag jeweils 37 Grad gemessen. Schon in den Tagen davor lagen die Höchstwerte mehrfach über 30 Grad. Damit traf die extreme Wärme auf eine Stadt, die sich über mehrere Tage aufgeheizt hatte.
Besonders problematisch sind solche Lagen, wenn auch die Nächte kaum Entlastung bringen. Am Samstag lag der Tiefstwert an der Station Münster/Osnabrück bei 23,3 Grad. Solche warmen Nächte erschweren die Erholung, vor allem für ältere, kranke oder alleinlebende Menschen.
Der Rettungsdienst musste wegen der Hitze deutlich häufiger ausrücken. Die Feuerwehr spricht von einem Anstieg um mehr als 60 Prozent. Im Mittelpunkt standen vor allem Kreislaufprobleme, Dehydration, Erschöpfung und andere hitzebedingte Beschwerden.
Die Lage zeigt, wie schnell hohe Temperaturen das Gesundheitssystem zusätzlich belasten können. Rettungswagen, Leitstelle und Notaufnahmen sind dann nicht nur mit einzelnen Notfällen beschäftigt, sondern mit einer breiten Welle ähnlicher Beschwerden.
Auch die münsterischen Krankenhäuser bekamen die Hitze deutlich zu spüren. Mehrere Notaufnahmen waren zeitweise voll ausgelastet. Nach den vorliegenden Angaben wurden in verschiedenen Kliniken zahlreiche Menschen wegen hitzebezogener Beschwerden behandelt.
Insgesamt reichte das Bild von jungen Erwachsenen bis zu älteren Patienten. Während einige Häuser besonders viele Fälle von Dehydration und Herz-Kreislaufproblemen bei älteren Menschen meldeten, wurden andernorts auch auffällig viele jüngere Betroffene versorgt. Kritische Verläufe wurden aus den genannten Kliniken nicht berichtet; viele Patienten konnten ambulant behandelt werden.
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