
Münster. Ein brutaler Angriff auf einen wohnungslosen Mann hat am Mittwochmorgen (14. Oktober) in Münster einen Polizeieinsatz ausgelöst. An einer Bushaltestelle an der Friedrich-Ebert-Straße soll ein 38-Jähriger einen 42-Jährigen geschlagen und gegen den Kopf getreten haben. Zeugen alarmierten die Polizei, die den mutmaßlichen Angreifer wenig später festnahm. Inzwischen sitzt der Mann in Untersuchungshaft.
Der Vorfall ereignete sich gegen 8 Uhr an der Bushaltestelle „Timmerscheidstraße“ an der Friedrich-Ebert-Straße. Nach Angaben der Polizei soll der 38-jährige Tatverdächtige in Anwesenheit eines weiteren Mannes auf den 42-Jährigen eingeschlagen und ihm anschließend mit dem Fuß gegen den Kopf getreten haben. Aufmerksame Zeugen beobachteten die Attacke und verständigten die Einsatzkräfte. Mithilfe der übermittelten Personenbeschreibung konnten Polizisten den Verdächtigen und seinen Begleiter kurze Zeit später in der Nähe antreffen.
Der angegriffene Mann, der keinen festen Wohnsitz hat, erlitt nach bisherigen Erkenntnissen leichte Verletzungen. Rettungskräfte versorgten ihn und brachten ihn zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.
Bei der anschließenden Kontrolle stellte die Polizei fest, dass die beiden angetroffenen Männer erheblich alkoholisiert waren. Ein Atemalkoholtest ergab bei dem 38-jährigen Tatverdächtigen mit slowakischer Staatsbürgerschaft einen Wert von 1,8 Promille. Sein 31-jähriger Begleiter hatte laut Polizei sogar 2,56 Promille. Beide Männer wurden zunächst zu einer Polizeiwache gebracht.
Der 38-Jährige ist den Ermittlungsbehörden bereits bekannt.
Für den 38-Jährigen hat der Vorfall inzwischen strafrechtliche Konsequenzen. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Amtsgericht am Donnerstag (15. Oktober) einen Untersuchungshaftbefehl.
Der Tatverdächtige befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Die weiteren Ermittlungen zu dem Angriff dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.
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