Ausstellung in Münster zeigt Aquarelle aus Krisengebieten

Ausstellung in Münster zeigt Aquarelle aus Krisengebieten
Foto: Bezirksregierung Münster

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Münster. Eine neue Ausstellung in der Bezirksregierung Münster widmet sich Aquarellen aus internationalen Krisen und Katastrophengebieten. Gezeigt werden Werke des Kinderarztes und Katastrophenhelfers Prof. Dr. Joachim Gardemann, der seit vielen Jahren weltweit in humanitären Einsätzen tätig ist.

Bilder aus Einsätzen in Krisenregionen sind jetzt in Münster zu sehen

Die Ausstellung in der Bezirksregierung Münster rückt Arbeiten in den Mittelpunkt, die aus Erfahrungen in einigen der schwersten Krisengebiete der vergangenen Jahrzehnte entstanden sind. Joachim Gardemann war nach Angaben der Bezirksregierung seit 1994 in humanitären Einsätzen aktiv. Er behandelte unter anderem Geflüchtete im Sudan, in Ruanda und Syrien sowie Menschen in Flüchtlingslagern in Jordanien. Außerdem war er in Erdbebengebieten in China und Haiti im Einsatz, ebenso während der Ebola-Epidemie in Sierra Leone.

Seine Aquarelle und Porträts greifen diese Erfahrungen auf, zugleich übersetzen sie das Erlebte in eine zurückhaltende, aber eindringliche Bildsprache. Damit wird die Ausstellung in Münster nicht nur zu einer künstlerischen Schau, sondern auch zu einem Einblick in Orte, an denen Hilfe unter extremen Bedingungen geleistet wurde. Die Arbeiten zeigen laut Mitteilung der Bezirksregierung Szenen aus dem Alltag humanitärer Einsätze und richten den Blick auf Menschen, deren Schicksale sonst oft anonym bleiben. Gerade deshalb verbindet die Ausstellung dokumentarische Eindrücke mit einer sehr persönlichen Verarbeitung. So entsteht ein Zugang zu Krisen, der über bloße Zahlen und Schlagzeilen hinausgeht und zugleich die Würde der Betroffenen sichtbar machen soll.

Ausstellung läuft bis Anfang Mai, außerdem ist ein Benefizkonzert geplant

Eröffnet wurde die Ausstellung am Donnerstag, 17. April, durch Regierungspräsident Andreas Bothe. Er erklärte laut Mitteilung der Bezirksregierung, die Bilder machten nicht nur das Ausmaß menschlicher Not sichtbar, sondern zeigten auch Stärke und Würde in schwierigen Situationen. Damit stellt die Bezirksregierung Münster die Ausstellung auch als Beitrag zur Auseinandersetzung mit humanitären Krisen vor, die sonst oft nur aus der Distanz wahrgenommen werden.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 8. Mai in der Bürgerhalle der Bezirksregierung Münster. Geöffnet ist montags bis freitags jeweils von 10 bis 16 Uhr, der Eintritt ist frei. Ergänzt wird das Programm durch einen weiteren Termin in Münster. Am 24. April 2026 soll um 19 Uhr in der Überwasserkirche ein Benefizkonzert zugunsten der Katastrophenhilfe im Sudan stattfinden. Auch dort werden Illustrationen von Joachim Gardemann ausgestellt. Der Eintritt ist ebenfalls frei, zugleich wird um Spenden gebeten. Für Besucherinnen und Besucher ergibt sich damit nicht nur die Möglichkeit, die Kunstwerke in Münster anzusehen, sondern auch ein zusätzliches Angebot, bei dem Kunst und humanitäres Engagement unmittelbar miteinander verbunden werden.

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