BauBerufe on Tour NRW bringt die Bauwirtschaft an Schulen in Münster und im Land

BauTrailer in Münster-Kinderhaus macht Bauberufe für Jugendliche erlebbar
Foto: Caroline Muffert

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Münster. Das Berufsorientierungsangebot „BauBerufe on Tour NRW“ war zuletzt auch in Münster-Kinderhaus zu Gast. Die landesweite Aktion der Bauindustrie Nordrhein-Westfalen fährt Schulen und ausgewählte Berufsmessen an, damit Jugendliche Bauberufe praktisch kennenlernen können.

BauBerufe on Tour NRW richtet sich an Jugendliche vor der Berufswahl

„BauBerufe on Tour NRW“ ist ein mobiles Berufsorientierungsangebot der Kampagne „Bau Dein Ding“. Es richtet sich vor allem an Schülerinnen und Schüler ab der achten Klasse. Ziel ist es, Jugendlichen einen direkten Einblick in die Ausbildungsberufe der Bauindustrie zu geben. Dabei geht es nicht nur um Informationen, sondern auch um praktisches Ausprobieren.

Die Aktion kommt mit einem ausgebauten Show-Anhänger an Schulen. Offiziell wird dieses mobile Angebot als BauTrailer beschrieben. Im Vordergrund steht jedoch der Kampagnenname „BauBerufe on Tour NRW“. Schülerinnen und Schüler durchlaufen dort einen Parcours, der handwerkliche Aufgaben mit digitalen Elementen verbindet. Dadurch sollen sie erleben, welche Tätigkeiten, Fähigkeiten und Karrierewege hinter Bauberufen stehen.

Auch Münster war Teil dieser Tour. Die Waldschule Kinderhaus berichtete öffentlich, dass „BauBerufe on Tour NRW“ dort zu Gast war. Damit lässt sich der lokale Bezug belegen, ohne den Schulbesuch allein auf eine Beobachtung vor Ort zu stützen. Für Münster ist die Aktion ein Beispiel dafür, wie Berufsorientierung direkt an Schulen sichtbar wird. Gerade Jugendliche, die noch keine feste Vorstellung von ihrer beruflichen Zukunft haben, bekommen so einen niedrigschwelligen Zugang zur Bauwirtschaft.

Interaktive Stationen zeigen mehr als klassische Baustellenbilder

Die Bauwirtschaft will mit dem Angebot ein breiteres Bild ihrer Ausbildungsberufe vermitteln. Viele Jugendliche denken bei Bauberufen zunächst an schwere körperliche Arbeit. „BauBerufe on Tour NRW“ zeigt dagegen, dass moderne Bauausbildung auch Technik, Maschinen, Messgeräte, Materialkunde und Teamarbeit umfasst.

Nach Angaben der Kampagne lernen die Jugendlichen in rund 90 Minuten verschiedene Stationen kennen. Dazu gehören unter anderem MiniBagger, MessGeräte, MaterialDetektor, BrückenPuzzle, BerufeScanner und BerufeInfo. Die Teilnehmenden arbeiten in kleinen Teams und sammeln bei den Aufgaben Punkte. Begleitet wird die Aktion durch einen BerufeCoach, der den Parcours moderiert und unterstützt.

Das Format ist als Challenge aufgebaut. Dadurch sollen Jugendliche nicht nur zuhören, sondern selbst aktiv werden. Für Schulen kann das eine Ergänzung zur klassischen Berufswahlvorbereitung sein. Denn ein praktischer Parcours wirkt anders als ein Vortrag im Klassenraum. Außerdem erhalten die Schülerinnen und Schüler Informationen zu Ausbildungswegen, Verdienstmöglichkeiten und Karrierechancen in der Bauindustrie NRW.

Tour führt weiter durch mehrere Städte in Nordrhein-Westfalen

„BauBerufe on Tour NRW“ ist nicht auf Münster beschränkt. Die offizielle Terminübersicht zeigt, dass das Angebot im Juni und Juli 2026 an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen unterwegs ist. Genannt werden unter anderem Freudenberg, Lüdenscheid, Siegen, Sankt Augustin, Troisdorf, Niederkassel, Köln, Aachen, Jüchen und Düren.

Die Termine sind teils als Schulbesuche und teils als Messe ausgewiesen. Häufig macht das Angebot mehrere Tage an einem Standort Station. Auf der offiziellen Seite werden Schulbesuche meist mit Zeiten zwischen 8 und 13 Uhr angekündigt. Schulen können den BauTrailer außerdem anfragen. Nach den organisatorischen Angaben besucht das Angebot Nordrhein-Westfalen nach Regionen. Die konkrete Terminplanung erfolgt anschließend mit den Schulen.

Für die Bauindustrie ist die Tour auch Teil der Nachwuchsgewinnung. Viele Betriebe suchen Auszubildende, während Jugendliche zugleich Orientierung brauchen. Das mobile Angebot bringt beide Seiten näher zusammen. Es zeigt Bauberufe dort, wo junge Menschen ohnehin sind, nämlich an Schulen. Der Besuch in Münster-Kinderhaus steht deshalb für ein größeres landesweites Konzept: Berufsorientierung soll praktischer, sichtbarer und näher am Alltag der Jugendlichen werden.

Quellen: Bau Dein Ding, Bauindustrie NRW, Waldschule Kinderhaus

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