Dynamo Dresden kommt nach Münster: Rhynern weicht ins Preußenstadion aus

Im Preußenstadion finden zwei DFB-Pokalspiele statt: Preußen gegen den KSC und Rhynern gegen Dynamo Dresden.
Steffen Prößdorf, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

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Münster. Im LVM-Preußenstadion werden in der ersten Runde des DFB-Pokals 2026/27 gleich zwei Partien ausgetragen. Neben dem Heimspiel von Preußen Münster gegen den Karlsruher SC findet auch die Begegnung zwischen Westfalia Rhynern und Dynamo Dresden in Münster statt. Das bestätigten Westfalia Rhynern und Preußen Münster am Freitagmittag offiziell.

Für den Oberliga-Westfalen-Meister aus dem Hammer Stadtteil Rhynern ist der Umzug nach Münster sportlich und organisatorisch ein besonderer Schritt. Der Verein steigt zur neuen Saison in die Regionalliga auf und trifft im DFB-Pokal auf den Zweitligisten Dynamo Dresden. Weil die eigene Spielstätte für diese Partie nicht geeignet ist, weicht Rhynern ins deutlich größere Preußenstadion aus.

Westfalia Rhynern weicht nach Münster aus

Westfalia Rhynern hatte sich als Meister der Oberliga Westfalen das Ticket für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals gesichert. Die Auslosung brachte dem Verein ein besonders attraktives, aber auch organisatorisch anspruchsvolles Los: Dynamo Dresden. Das Spiel gilt für Rhynern als eines der größten Ereignisse der Vereinsgeschichte.

Nach Berichten des Westfälischen Anzeigers wurde nach Gesprächen mit Stadt Hamm, Polizei und DFB entschieden, die Partie nicht im eigenen Westfalia-Sportpark auszutragen. Eine zentrale Rolle spielten demnach die Zuschauerkapazität und Sicherheitsfragen. Die Kümpel- und Hellmeister-Arena in Rhynern fasst rund 2.500 Zuschauer. Im Preußenstadion sind deutlich mehr Besucher möglich.

Preußen Münster hilft dem Nachbarverein

Preußen Münster stellt sein Stadion damit nicht nur für das eigene Pokalspiel gegen den Karlsruher SC zur Verfügung, sondern auch für die Begegnung Rhynern gegen Dresden. 

Neben sportlicher Solidarität spielen auch wirtschaftliche und organisatorische Aspekte eine Rolle. Für Westfalia Rhynern eröffnet das Preußenstadion eine deutlich größere Kulisse. Zugleich kann der Verein die Partie unter Bedingungen austragen, die den Anforderungen eines Pokalspiels gegen einen Zweitligisten und dessen reisefreudige Anhängerschaft besser entsprechen.

Terminierung der DFB-Pokalspiele steht noch aus

Wann die beiden Partien im Preußenstadion genau stattfinden, ist noch offen. Die erste Hauptrunde des DFB-Pokals ist nach dem Rahmenplan des DFB für den Zeitraum vom 21. bis 24. August 2026 vorgesehen. Zusätzlich gibt es wegen der Beteiligung von Bayern München und Borussia Dortmund an anderen Wettbewerben Ausweichtermine am 1. und 2. September.

Als mögliches Szenario wurde ein Preußen-Spiel am Freitagabend und die Rhynern-Partie am Sonntag genannt. Eine offizielle Ansetzung ist das aber noch nicht. Die genaue Terminierung erfolgt laut DFB nach Abstimmung mit Vereinen, Sicherheitsbehörden, der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze und den TV-Partnern.

Frühere Vorfälle mit Dynamo-Fans als Sicherheitskontext

Die Sicherheitsplanung dürfte auch deshalb besondere Aufmerksamkeit erhalten, weil es in der Vergangenheit bei Spielen mit Dynamo Dresden wiederholt schwere Vorfälle gegeben hat. Der aktuellste größere Fall ereignete sich am 4. April 2026 beim Zweitligaspiel gegen Hertha BSC. Die Partie wurde nach Pyrotechnik, Auseinandersetzungen im Innenraum und einem Polizeieinsatz länger unterbrochen. Der DFB belegte Dynamo Dresden später mit einer Geldstrafe von 91.200 Euro und einem teilweisen Zuschauerausschluss für zwei Heimspiele, wobei ein Spiel zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Dynamo Dresden legte gegen die Sanktionen Einspruch ein, hatte damit Anfang Juni 2026 vor dem DFB-Sportgericht jedoch zunächst keinen Erfolg. Der Verein kritisierte den Zuschauerausschluss als Kollektivstrafe. Die DFB-Entscheidung blieb aber bestehen. Auch historisch gab es einschneidende Fälle. Nach Ausschreitungen rund um das Pokalspiel bei Hannover 96 am 31. Oktober 2012 wurde Dynamo Dresden aus dem DFB-Pokal 2013/14 ausgeschlossen. Bereits 2011 war es beim Pokalspiel bei Borussia Dortmund zu massiven Störungen und Pyrotechnik gekommen.

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