Gegen Wehrpflicht und Krieg: Schüler ziehen durch Münster

Polizeieinsatz Münster: Kritik nach AfD-Demo
Foto: Caroline Muffert

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In Münster haben am Freitag Schülerinnen und Schüler gegen das Wehrdienstgesetz und eine mögliche Rückkehr zur Wehrpflicht demonstriert. Der Protest startete um 10 Uhr am Hauptbahnhof, zog durch die Innenstadt und endete mit einer Kundgebung auf dem Domplatz. Die Beteiligung blieb dabei deutlich unter den Erwartungen: Angemeldet waren 670 Teilnehmende, tatsächlich kamen rund 200 Schülerinnen und Schüler. Die Polizei sprach von etwa 150 Demonstrierenden.

Protest gegen Wehrdienstgesetz am symbolischen 8. Mai

Die Demonstration in Münster war Teil eines bundesweiten Schulstreiks gegen Wehrpflicht. In zahlreichen Städten gingen junge Menschen am 8. Mai auf die Straße. Der Termin war bewusst gewählt: Am 8. Mai wird an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und die Befreiung vom Nationalsozialismus erinnert.

In Münster war der Protest unter dem Motto „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“ angekündigt. Als lokaler Veranstalter wurde Zukunftsmacher Münster genannt. Bereits zuvor hatte es in Münster Schulstreiks gegen das Wehrdienstgesetz gegeben.

Demonstrationszug vom Hauptbahnhof zum Domplatz

Startpunkt der Demonstration war am Freitagvormittag der Hauptbahnhof Münster. Von dort zog der Protest durch größere Teile der Innenstadt. Der Abschluss fand auf dem Domplatz statt.

Die Beteiligung blieb deutlich unter der ursprünglich angemeldeten Teilnehmerzahl. Während 670 Personen angemeldet waren, beteiligten sich nach Beobachtung rund 200 Schülerinnen und Schüler. Die Polizei sprach von etwa 150 Teilnehmenden.

Warum junge Menschen gegen das Gesetz protestieren

Im Mittelpunkt der Kritik steht das neue Wehrdienstgesetz. Es betrifft vor allem junge Menschen, weil es unter anderem Erfassungs- und Musterungsschritte für junge Männer ab dem Jahrgang 2008 vorsieht. Nach Angaben der Bundesregierung bleibt der Wehrdienst grundsätzlich freiwillig, Männer ab dem Geburtsjahrgang 2008 müssen jedoch an der Wehrerfassung teilnehmen. Dazu gehören ein Fragebogen und eine Musterung durch medizinisches Personal der Bundeswehr.

Die Protestierenden sehen darin eine mögliche Vorbereitung auf eine Rückkehr zur Wehrpflicht. Bundesweit richtet sich der Schulstreik deshalb nicht nur gegen einzelne Verwaltungsverfahren, sondern auch gegen eine stärkere militärische Ausrichtung der Politik.

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