Gorilla-Weibchen Tara ist da: Neuer Zuwachs im Allwetterzoo Münster

Gorilla Tara ist neu im Allwetterzoo Münster. Das Weibchen soll künftig zur Erhaltung der bedrohten Art beitragen.
Fotocredit: Erlebnis-Zoo Hannover

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Münster. Im Allwetterzoo Münster gibt es Zuwachs bei den Menschenaffen: Das neun Jahre alte Gorilla-Weibchen Tara ist am Montag, 29. Juni 2026, aus dem Zoo Hannover nach Münster gezogen. Die Westliche Flachlandgorilla-Dame hat ihre neue Gruppe bereits kennengelernt und soll sich nun Schritt für Schritt an ihr neues Zuhause gewöhnen.

Gorilla Tara kommt aus dem Zoo Hannover

Tara wurde im Zoo Hannover geboren und lebte dort bis zu ihrem Umzug nach Münster. Dass ein Gorilla-Weibchen in diesem Alter die Gruppe verlässt, entspricht dem natürlichen Verhalten der Tiere. Weibliche Gorillas lösen sich meist im Alter von acht bis zehn Jahren von ihrer Mutter und der bisherigen Gruppe, wenn sie geschlechtsreif werden.

In der Natur verhindert dieses Verhalten Inzest. Gorilla-Gruppen werden in der Regel von einem dominanten Männchen, dem sogenannten Silberrücken, geführt.

Neue Gruppe im Allwetterzoo Münster

Im Allwetterzoo Münster lebt Tara nun mit Silberrücken N’Kwango, den Weibchen Changa und Shasha sowie dem Jungtier Kiano zusammen. Der Umzug erfolgte im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms. Dieses Programm koordiniert die Haltung und Zucht bedrohter Tierarten in europäischen Zoos.

Nach einem Tag zur Erholung wurde Tara mit der neuen Gorilla-Gruppe zusammengelassen. Nach Angaben von Kuratorin Isabel Seyrling verlief das erste Kennenlernen sehr gut und harmonisch. Tara habe ihr neues Zuhause neugierig erkundet, werde aber weiterhin behutsam an die neue Umgebung herangeführt.

Tara gilt als neugieriger „Wirbelwind“

Die Pfleger aus Hannover beschreiben Tara als „Wirbelwind“. Sie sei neugierig und probiere gern viel aus. Für die Eingewöhnung wurde das Gorilla-Weibchen von einem Pfleger aus Hannover nach Münster begleitet.

Das soll dem Team im Allwetterzoo helfen, Tara schneller kennenzulernen und ein Gefühl für ihr Verhalten zu bekommen. Gleichzeitig soll es Tara den Übergang erleichtern. Das Gorillahaus bleibt aktuell noch für Besucher geschlossen.

Beitrag zum Schutz bedrohter Gorillas

Langfristig soll Tara im Allwetterzoo Münster auch zum Erhalt der Westlichen Flachlandgorillas beitragen. Die Art gilt als vom Aussterben bedroht. Gorillas sind die größten Menschenaffen der Welt und leben in der Natur ausschließlich in den Regenwäldern Zentral- und Westafrikas.

Zu den größten Bedrohungen zählen Wilderei, der Verlust von Lebensraum, Krankheiten und Folgen des Klimawandels. Nach Schätzungen des WWF Deutschland könnten bis 2030 mehr als 90 Prozent des heute noch vorhandenen Gorilla-Lebensraums zerstört sein.

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