Bus und Bahn in Münster werden teurer: Rat stimmt neuen Fahrpreisen zu

Münster passt die ÖPNV-Preise ab April 2027 an. Einige Tickets werden teurer, andere günstiger.
Ein Elektrobus der Stadtwerke Münster: Die Preise im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) innerhalb Münsters sollen sich im Durchschnitt um fünf Prozent erhöhen. ©Stadtwerke Münster / Peter Leßmann

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Münster. Bus- und Bahnfahren in Münster bekommt ab dem 1. April 2027 neue Preise. Der Rat der Stadt Münster hat der geplanten Anpassung der Fahrpreise im Stadtgebiet zugestimmt, die Stadtwerke Münster wollen die Preise im öffentlichen Personennahverkehr im Durchschnitt um fünf Prozent erhöhen. Begründet wird der Schritt mit gestiegenen Personal- und Betriebskosten. Der endgültige Beschluss soll am 8. Juli 2026 in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Münster fallen.

Neue Preisstufe für den Stadtverkehr in Münster

Die Änderungen sind Teil einer umfassenderen Reform des WestfalenTarifs, mit der das Tarifsystem übersichtlicher werden soll. Künftig wird die Zahl der Preisstufen im gesamten Verbund von zwölf auf vier reduziert. Für Münster ersetzt die neue lokale Preisstufe A_MS die bisherige Preisstufe 0. Für Fahrgäste bedeutet das: Fahrten innerhalb des Stadtgebiets bleiben weiterhin über eine eigene Preisstufe geregelt, allerdings ändern sich mehrere Ticketpreise.

Einzelfahrten, 90-Minuten-Ticket und Kurzstrecke

Das 90-Minuten-Ticket wird etwas teurer und kostet künftig 2,50 Euro statt bisher 2,40 Euro. Wer innerhalb eines Tages häufiger fährt, zahlt in diesem System maximal 5,50 Euro. Bei den klassischen Einzeltickets gibt es dagegen leichte Entlastungen: Erwachsene zahlen künftig 3,50 Euro statt 3,60 Euro, Kinder 1,50 Euro statt 1,60 Euro. Das Kurzstreckenticket entfällt im Zuge der Reform vollständig.

Tageskarten werden teilweise günstiger

Auch bei den Tageskarten verändert sich die Preisstruktur. Das 24-Stunden-Ticket für eine Person soll künftig 6,50 Euro kosten und wird damit etwas günstiger als bisher. Das Ticket für fünf Personen sinkt von 12,90 Euro auf 11,70 Euro. Neu eingeführt wird außerdem ein 24-Stunden-Ticket für Kinder, das zwei Euro kosten soll. Damit bringt die Reform nicht nur höhere Durchschnittspreise, sondern auch einzelne günstigere Angebote.

Monatskarten und Abos werden neu geordnet

Deutlich günstiger wird das 30-Tage-Ticket, das künftig 59 Euro statt bisher 83,50 Euro kosten soll. Das 7-Tage-Ticket fällt dagegen weg. Auch bei den Abonnements ändern sich die Preise: Das MünsterAbo steigt leicht von 31 Euro auf 32,50 Euro, während das MünsterAbo plus von 52,60 Euro auf 42,30 Euro sinkt. Beim JobTicket beträgt der Eigenanteil der Beschäftigten künftig 17,30 Euro.

Digitaler Tarif eezy.nrw bleibt stabil

Beim Smartphone-Tarif eezy.nrw bleiben die Preise für Erwachsene unverändert. Eine Fahrt kostet weiterhin maximal 2,36 Euro, der Tageshöchstpreis liegt bei 5,25 Euro. Für Kinder sinkt der Tageshöchstpreis von 2,63 Euro auf zwei Euro. Gleichzeitig soll die Reform digitale Ticketangebote stärken und das Deutschlandticket stärker im Tarifsystem berücksichtigen.

Endgültige Entscheidung folgt bei den Stadtwerken

Der Rat hat der Anpassung für die Gesellschafterin Stadt Münster zugestimmt, nachdem der Aufsichtsrat der Stadtwerke die geplanten Änderungen bereits gebilligt hatte. Nun kann die Gesellschafterversammlung am 8. Juli 2026 den endgültigen Beschluss fassen. Für Fahrgäste lohnt sich ab 2027 ein genauer Blick auf die neuen Tarife: Die meisten Tickets werden teurer, andere günstiger, einzelne Angebote fallen ganz weg.

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