
Münster. Die Amtseinführung Heiner Wilmer Münster steht an diesem Sonntag im Mittelpunkt eines großen kirchlichen Tages: Um 14 Uhr beginnt im St.-Paulus-Dom der Gottesdienst, mit dem Wilmer offiziell als neuer Bischof des Bistums Münster eingeführt wird. Anschließend ist auf dem Domplatz ein Fest der Begegnung geplant. Der Gottesdienst wird auch auf den Domplatz übertragen.
Heiner Wilmer übernimmt die Leitung eines der größten katholischen Bistümer in Deutschland. Er folgt auf Felix Genn, der seit 2009 Bischof von Münster war und dessen altersbedingter Rücktritt im März 2025 angenommen wurde. Die Ernennung Wilmers war am 26. März 2026 bekannt geworden. Der bisherige Bischof von Hildesheim wird damit der 77. Bischof von Münster. Neben seiner neuen Aufgabe im Bistum Münster ist Wilmer seit Februar 2026 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.
Zur Amtseinführung im St.-Paulus-Dom werden zahlreiche Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft erwartet. Nach Angaben aus aktuellen Berichten zählt auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst zu den Gästen. Im Mittelpunkt der Liturgie steht die offizielle Übernahme des Bischofsamtes. Dazu gehört die päpstliche Ernennungsurkunde, die im Gottesdienst eine zentrale Rolle spielt. Nach der Feier im Dom soll der Tag nicht nur kirchlich, sondern auch öffentlich auf dem Domplatz weitergehen. Dort ist ein Fest der Begegnung vorgesehen.
Die Einführung des neuen Bischofs fällt auf einen ohnehin stark frequentierten Sonntag in Münster. Parallel findet der Münster City Triathlon statt. Dadurch kommt es im Stadtgebiet zu Sperrungen und Einschränkungen, unter anderem auf wichtigen Verkehrsachsen. Wer zur Bischofseinführung, in die Innenstadt oder zum Domplatz unterwegs ist, sollte daher mehr Zeit einplanen und nach Möglichkeit frühzeitig anreisen. Besonders rund um den Dom, die Innenstadt und die betroffenen Strecken des Triathlons kann es zeitweise voller werden als an normalen Sonntagen.
Vor seinem offiziellen Amtsbeginn hat Heiner Wilmer mehrere Stationen im Bistum Münster besucht. Berichtet wurde unter anderem über Begegnungen in Rheine, Nordkirchen und Münster. Damit rückte vor der Amtseinführung nicht nur die Zeremonie im Dom in den Blick, sondern auch der erste Kontakt des neuen Bischofs mit Menschen in seinem künftigen Zuständigkeitsbereich. Für das Bistum endet mit dem Amtsantritt eine längere Übergangszeit nach dem Rücktritt von Felix Genn.
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