
Ministerpräsident Hendrik Wüst hat 25 Menschen mit der Rettungsmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen geehrt. Unter den Ausgezeichneten befinden sich mehrere Retter aus Münster und dem Münsterland. Die Verleihung fand am 20. Juli 2026 im Maxhaus in Düsseldorf statt.
Andreas Höing aus Raesfeld erhielt die Auszeichnung für eine Rettungstat am Pfingstmontag 2023. Ein Freund, der bei der Montage einer Satellitenschüssel half, verlor auf dem Dach das Bewusstsein und stürzte ab. Höing stellte sich in die Fallrichtung und fing den Mann mit seinem Körper auf. Der Freund erlitt eine Kopfverletzung, überlebte jedoch. Ein ungebremster Aufprall hätte nach Einschätzung der Beteiligten tödlich enden können.
Markus Kemper, Hannah Lütfrink und Ronja van der Heiden aus dem Kreis Borken sowie ein weiterer, nicht namentlich genannter Polizeibeamter wurden für einen Einsatz am 1. August 2023 in Rhede geehrt. Eine vermisste Patientin befand sich auf einem Baugerüst in akuter Lebensgefahr.
Während Lütfrink mit der Frau sprach, kletterten Kemper und van der Heiden auf das Gerüst und sicherten sie. Gemeinsam gelang es den Beamten, die Frau zurückzuziehen und bis zum Eintreffen der Rettungskräfte festzuhalten. Nach Einschätzung der Landesregierung ging der lebensgefährliche Einsatz deutlich über die üblichen dienstlichen Pflichten hinaus.
Die Ärztin Lena-Marie Balitzki aus Münster wurde für ihren Einsatz nach dem Anschlag auf das Solinger Stadtfest am 23. August 2024 ausgezeichnet. Nach Angaben der Landesregierung war sie die erste Notärztin am Tatort. Sie sichtete die Verletzten, legte die Reihenfolge der Behandlung fest und koordinierte die medizinische Versorgung.
Bei dem Anschlag wurden drei Menschen getötet und weitere Besucher verletzt. Neben Balitzki erhielten sechs Helfer aus Solingen die Rettungsmedaille. Sie leisteten Erste Hilfe, unterstützten die Versorgung der Verletzten oder verhinderten weitere Angriffe.
Die Rettungsmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen wird an Menschen verliehen, die andere unter erheblicher Gefahr für das eigene Leben retten. Auch Polizisten, Feuerwehrleute und Ärzte können ausgezeichnet werden, wenn ihr Einsatz deutlich über die normalen beruflichen Pflichten hinausgeht.
Die staatliche Auszeichnung besteht seit 1951. Einschließlich der aktuellen Verleihung wurden bislang 1.435 Menschen damit geehrt.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu