
Münster. Eine Woche lang können Fahrgäste im Münsterland kostenlos mit Bus und Bahn fahren. Anlass ist die Europäische Mobilitätswoche 2026, die vom 16. bis 22. September läuft. Ganz ohne Vorbereitung funktioniert die Gratisaktion allerdings nicht: Für die kostenlosen Fahrten muss vorab ein sogenanntes VIP-Ticket über die BuBiM-App gebucht werden.
Die Aktionswoche der Europäischen Kommission findet jedes Jahr statt und steht 2026 unter dem Schwerpunkt „Mobility for Everyone“ mit besonderem Blick auf generationengerechte Mobilität. Europaweit haben sich aktuell mehr als 1.700 Städte und Gemeinden aus 41 Ländern registriert.
Das VIP-Ticket gilt vom 16. bis einschließlich 22. September im Nahverkehr des Münsterlands. Dazu gehören unter anderem Express-, Schnell-, Regio- und NachtBusse sowie Nahverkehrszüge.
Wichtig ist jedoch: Fahrgäste können nicht einfach ohne Fahrschein einsteigen. Das kostenlose Ticket wird ausschließlich über die BuBiM-App ausgegeben. Dort wird zunächst die gewünschte Verbindung gesucht und anschließend ein EinzelTicket ausgewählt. Beim Kauf muss der Gutscheincode „EMW2026“ eingegeben werden. Dadurch reduziert sich der Preis auf null Euro.
Die Aktion gilt im Münsterland mit den Kreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf sowie Münster. Für die Mitnahme eines Fahrrads ist weiterhin ein zusätzliches Fahrradticket erforderlich.
Eine weitere Gratisaktion gibt es am Sonntag, 20. September. Anlässlich des Weltkindertags können Kinder unter 15 Jahren in ganz Nordrhein-Westfalen kostenlos den Nahverkehr nutzen. Anders als beim VIP-Ticket benötigen sie dafür keinen Fahrschein. Die Aktion gilt unter anderem in Bussen, Stadt- und Straßenbahnen sowie Nahverkehrszügen.
Auch Münster beteiligt sich mit einem eigenen Programm an der Europäischen Mobilitätswoche. Mittelpunkt ist die „kreisl Kiste“ der FH Münster auf dem Domplatz. Der aus wiederverwendeten Baumaterialien errichtete Pavillon ist während der Aktionswoche täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Dort informiert die Stadt unter anderem über den Masterplan Mobilität Münster 2035+, die weitere Entwicklung des Nahverkehrs, das Parkraumkonzept und das Fahrradnetz.
Am Montag, 21. September, steht außerdem das Forschungsprojekt AccessCity4All im Mittelpunkt. Dabei geht es unter anderem um die Frage, wie gut Angebote einer Stadt für ältere Menschen und Familien erreichbar sind. Um 17 Uhr ist ein Barriere-Check vorgesehen, bei dem verschiedene Einschränkungen im öffentlichen Raum praktisch erfahrbar gemacht werden sollen.
Die Mobilitätswoche trifft in Münster auf eine ohnehin intensive Diskussion über die künftige Verkehrsentwicklung. Nach Angaben der Stadt werden bereits rund drei Viertel der Wege der Münsteraner innerhalb der Stadt zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Bus zurückgelegt. Der 2024 beschlossene Masterplan Mobilität Münster 2035+ sieht vor, diesen sogenannten Umweltverbund weiter auszubauen.






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