
Der Wohnungsbau in Münster hat sich 2025 spürbar erholt. Nach den aktuellen Zahlen der städtischen Statistik „Bautätigkeit und Wohnen“ wurden im vergangenen Jahr 1.402 Wohnungen fertiggestellt. Das sind knapp 26 Prozent mehr als 2024, als lediglich 1.115 neue Wohnungen hinzukamen. Auch bei den Baugenehmigungen zeigt der Trend nach oben: 2025 wurden 1.831 Wohnungen genehmigt, im Vorjahr waren es 1.524.
Die Grünen im Rat bewerten die Entwicklung positiv, sehen aber weiterhin großen Handlungsbedarf, vor allem beim bezahlbaren Wohnraum. „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Münster auf Kurs ist beim Wohnungsbau. Ein Plus von 26 Prozent bei den fertiggestellten Wohnungen macht Mut“, erklärt Marie Diekmann, wohnungspolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion. Zugleich bleibt die Stadt unter ihrem eigenen Ziel, jährlich mindestens 2.000 neue Wohnungen zu schaffen.
Nach Angaben der städtischen Jahresstatistik wurden 2025 in Münster 626 geförderte Wohnungen verzeichnet. Darunter waren 586 Mietwohnungen, zwei Eigentumswohnungen und 38 Wohnungen in Eigenheimen. Diekmann betont, wichtig sei, „dass wir alle Steuerungsmöglichkeiten der Stadt weiterhin dazu nutzen, dass bezahlbarer Wohnraum entsteht“. Menschen, die in Münster arbeiten, eine Ausbildung machen oder studieren, müssten sich das Wohnen in der Stadt leisten können.
Von den 1.402 fertiggestellten Wohnungen entstanden 1.197 durch Neubau, weitere 205 kamen durch Umbauten hinzu. Besonders viele neue Wohnungen wurden 2025 in Gievenbeck fertiggestellt. Dort kamen 291 Wohnungen hinzu. In Gremmendorf-West waren es 165 Wohnungen, in Coerde 71. Der sogenannte Bauüberhang lag zum Jahresende bei 4.154 Wohnungen. Dabei handelt es sich um bereits genehmigte, aber noch nicht fertiggestellte Wohnungen.
Robin Korte, planungspolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion, führt die Entwicklung auf die Flächen-, Planungs- und Wohnungsbaupolitik der vergangenen Jahre zurück. „Münsters Wohnungsbau hat wieder Fahrt aufgenommen“, erklärt Korte. Die Zahlen zeigten, dass der Kurs einer flächenschonenden und bedarfsorientierten Stadtentwicklung wirke.
Gleichzeitig bleibt der Druck auf dem Wohnungsmarkt hoch. Münster hatte Ende März 2026 rund 320.000 wohnberechtigte Einwohnerinnen und Einwohner. Gestiegene Baukosten, höhere Finanzierungskosten und Zurückhaltung bei Wohnungsunternehmen und Bauträgern erschweren den Wohnungsbau zusätzlich. Die besseren Zahlen ändern deshalb wenig daran, dass bezahlbarer Wohnraum in Münster eines der zentralen kommunalpolitischen Themen bleibt.
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