Mit dem Rolli in die erste Reihe: 190 neue Plätze auf der Osttribüne

barrierefreie Plätze im Preußenstadion

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Münster. Kurz vor der offiziellen Eröffnung der neuen Osttribüne haben rund 30 Gäste zweier Diakonie-Tagespflegen die barrierefreien Bereiche im Preußenstadion getestet. Nach Angaben der Diakonie nahmen Besucherinnen und Besucher der Tagespflege RehaZeit Simeon sowie der Tagespflege Kirschgarten aus Handorf an einer Vorab-Führung teil. Begleitet wurde die Gruppe von Mark Brown, Sicherheitsbeauftragter des SC Preußen Münster, und Vereinsvertreter Marc Blömker.

190 barrierefreie Plätze auf der neuen Osttribüne

Auf der Osttribüne sind nach Angaben des Vereins 190 barrierefreie Plätze entstanden. Sie sind ebenerdig erreichbar und befinden sich direkt am Spielfeldrand. Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder Gehhilfe sollen die Spiele dadurch ohne steile Treppen und größere Hindernisse verfolgen können. Die Begleitperson eines Rollstuhlfahrers kann das Stadion laut Sicherheitsbeauftragtem Mark Brown kostenlos besuchen. Während der Führung konnten die Gäste unter anderem die Zugänge, Sichtverhältnisse und Aufenthaltsbereiche prüfen. Die Rückmeldungen seien positiv ausgefallen, teilte die Diakonie mit.

Besuch soll Teilhabe am Stadionerlebnis ermöglichen

Angestoßen wurde der Ausflug nach Angaben der Diakonie von Friedhelm Schade, Bezirksbürgermeister von Münster-Hiltrup. Er hatte sich im Zusammenhang mit seinem Amtsantritt für die Aktion eingesetzt. Schade erklärte, Fußballbegeisterung sei weder vom Alter noch von körperlichen Einschränkungen abhängig. Dass auch Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator Spiele unmittelbar im Stadion erleben könnten, sei für ihn ein Beispiel gelebter Teilhabe. Für die Gäste der Tagespflege RehaZeit Simeon lag das Stadion in direkter Nachbarschaft. Gemeinsam mit der Tagespflege Kirschgarten wurde das reguläre Tagesprogramm deshalb für einige Stunden an den Spielfeldrand verlegt.

Kollektenmittel finanzieren den Fahrdienst

Die Anreise der Tagesgäste aus Handorf wurde durch einen Fahrdienst ermöglicht. Die Kosten konnten laut Diakonie aus Kollektenmitteln der Evangelischen Landeskirche Rheinland-Westfalen-Lippe finanziert werden. Mit den neuen Plätzen soll sich der Stadionbesuch für Fans mit eingeschränkter Mobilität verbessern. Wie sich die Bereiche im regulären Spielbetrieb bewähren, wird sich nach dem Saisonstart zeigen.

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