
Münster. In Berg Fidel und Teilen Hiltrups soll eine neue „Task-Force Müll“ dabei helfen, illegale Ablagerungen schneller zu beseitigen. Die Bezirksvertretung Hiltrup hat die Einrichtung beschlossen. Nun soll die Stadtverwaltung gemeinsam mit den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster, zuständigen Ämtern und Wohnungsgesellschaften konkrete Maßnahmen erarbeiten. Ziel ist es, Müll auf öffentlichen und privaten Flächen zügiger zu entfernen und das Problem nicht länger nur mit einzelnen Aufräumaktionen anzugehen.
Der Beschluss zielt auf Stadtteile, in denen das Thema Vermüllung seit längerem für Ärger sorgt. Die geplante Task-Force soll verschiedene Akteure an einen Tisch bringen, damit Zuständigkeiten schneller geklärt und Ablagerungen rascher beseitigt werden können. Neben der Stadtverwaltung sollen auch die awm, weitere Fachämter und Wohnungsgesellschaften eingebunden werden. Als nächster Schritt sollen konkrete Maßnahmen für Berg Fidel und Teile Hiltrups entwickelt werden.
Dass der politische Druck wächst, liegt auch an den Zahlen. Die awm haben für 2024 nach eigenen Angaben rund 3.200 Fälle wilder Abfallablagerungen registriert. Das entspricht im Schnitt fast zehn Fällen pro Tag. Gleichzeitig machen die Abfallwirtschaftsbetriebe deutlich, dass die tatsächliche Zahl noch höher liegen dürfte, weil nicht jede Ablagerung gemeldet wird.
Dabei geht es nicht nur um klassische Müllkippen auf Grünflächen oder an Straßenrändern. Die awm zählen auch zu früh herausgestellten Sperrmüll, falsch bereitgestellte Elektrogeräte oder abgestellte Säcke und Kartons zu den illegalen Abfallablagerungen. Der praktische Kern des Problems: Was falsch oder zum falschen Zeitpunkt an die Straße gestellt wird, muss oft auf Kosten der Allgemeinheit wieder beseitigt werden.
Für Bürgerinnen und Bürger gibt es in Münster bereits feste Wege, solche Fälle zu melden. Die awm verweisen dafür auf den Mängelmelder der Stadt Münster in der Rubrik „Illegale Abfallablagerung“. Auch das Kundencenter der awm ist dafür Anlaufstelle. Die Stadt setzt damit schon heute auf ein Meldesystem, die neue Task-Force soll nun offenbar für schnellere Reaktionen in besonders betroffenen Quartieren sorgen.
Die Diskussion über Müllprobleme wird in Münster inzwischen breiter geführt. Das zeigt auch die politische Debatte in anderen Bezirken. So wird das Thema „Task-Force Müll“ nicht nur für Berg Fidel und Hiltrup diskutiert, sondern inzwischen auch mit weiteren besonders betroffenen Stadtteilen verknüpft. Der Vorstoß aus Hiltrup passt damit in eine größere Suche nach dauerhaften Lösungen für wiederkehrende Vermüllung im Stadtgebiet.
Für Berg Fidel ist das Thema nicht neu. Schon in der Vergangenheit gab es dort gezielte Maßnahmen und Informationsangebote rund um Sperrgut, Abfalltrennung und Sauberkeit. Der neue Beschluss geht darüber hinaus, weil er nicht nur auf einzelne Termine oder Appelle setzt, sondern auf eine engere Zusammenarbeit der zuständigen Stellen. Ob daraus tatsächlich schnellere und spürbare Verbesserungen entstehen, wird sich an den nun geplanten Maßnahmen zeigen.
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