Münster erlaubt längere WM-Übertragungen in der Außengastronomie

Die Hafenarena Münster zeigt zur WM 2026 alle deutschen Spiele im Jovel. Eintritt frei, Reservierung möglich, Einlass ab 18 Jahren.
Frank Schwichtenberg, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

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Münster. Zur Fußball-WM 2026 dürfen Gastronomiebetriebe in Münster Live-Spiele auch nach 22 Uhr in Außenbereichen zeigen. Die Stadt duldet entsprechende Übertragungen in Biergärten und auf genehmigten Außengastronomieflächen bis zum Ende des jeweiligen Spiels. Ein gesonderter Antrag ist dafür nicht erforderlich.

Public Viewing Münster gilt nur für Live-Spiele der WM 2026

Die Regelung betrifft die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer, die vom 11. Juni bis zum 19. Juli 2026 ausgetragen wird. Wegen der Zeitverschiebung zu den Gastgeberländern USA, Kanada und Mexiko beginnen mehrere Spiele erst spät am Abend. Für diese Fälle schafft die Stadt Münster eine Ausnahme von den sonst üblichen Anforderungen an den nächtlichen Lärmschutz.

Die Erlaubnis ist allerdings klar begrenzt. Gezeigt werden dürfen ausschließlich Live-Spiele der WM 2026. Nach 22 Uhr ist die Übertragung nur bis zum Abpfiff zulässig. Nachberichte, Analysen oder weitere Sendungen dürfen anschließend nicht mehr in der Außengastronomie laufen.

Stadt Münster fordert Rücksicht bei Lautstärke und Flächen

Für das Public Viewing in Münster gelten mehrere Vorgaben. Fernseher, Beamer und Leinwände sollen so aufgestellt werden, dass die Nachbarschaft möglichst wenig belastet wird. Die Lautstärke muss niedrig gehalten werden. Außerdem darf der öffentliche Straßenverkehr nicht abgelenkt oder beeinträchtigt werden.

Die genehmigten Außengastronomieflächen dürfen nicht erweitert werden. Wer große Leinwände aufstellen möchte, die ein größeres Publikum anziehen, muss dies weiterhin vorab mit dem Ordnungsamt der Stadt Münster abstimmen. Auch die Vorgaben zur Veranstaltungssicherheit bleiben bestehen.

Oberbürgermeister Tilman Fuchs verweist auf die Bedeutung des gemeinsamen Fußballschauens für Fans und Gastronomie. Zugleich macht die Stadt deutlich, dass die Ausnahmeregelung nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme funktionieren kann. Lärm rund um späte WM-Spiele lasse sich nicht vollständig vermeiden, soll aber so weit wie möglich begrenzt werden.

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