Münster plant neue Stadtteilzentren in Hiltrup-Ost und an der Austermannstraße

Einzelhandelskonzept Münster: Neue Stadtteilzentren in Hiltrup-Ost und an der Austermannstraße sollen die Nahversorgung stärken.
Die Verkaufsfläche pro Einwohnerin oder Einwohner liegt in Münster mit 1,84 Quadratmetern rund 20 Prozent über dem deutschlandweiten Durchschnitt von 1,51 Quadratmetern. ©Stadt Münster / Britta Roski

Teilen:

Münster. Der Rat der Stadt Münster hat die Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts beschlossen. Damit werden unter anderem zwei neue Stadtteilzentren vorbereitet: eines im geplanten Neubaugebiet Hiltrup-Ost und eines im Bereich der Austermannstraße. Dort sollen künftig Einkaufsmöglichkeiten entstehen, die die Nahversorgung in den neuen Quartieren sichern und kurze Wege im Alltag ermöglichen.

Einzelhandelskonzept Münster soll Zentren stärken

Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept Münster wurde erstmals 2004 erstellt. Es soll die Einkaufsstraßen in der Innenstadt und die Zentren in den Stadtteilen stärken. Zugleich dient es als Grundlage dafür, Einzelhandel räumlich zu steuern und Ansiedlungen an weniger geeigneten Standorten zu begrenzen. Verbindlich wird diese Steuerung über darauf aufbauende Bebauungspläne.

Einzelhandel hat dabei eine wichtige Funktion für lebendige Zentren. Geschäfte ziehen Menschen an und ergänzen Angebote aus Gastronomie, Dienstleistungen, Kultur und Begegnung. Das Konzept benennt 32 zentrale Versorgungsbereiche, darunter die Innenstadt, Stadtbereichszentren wie die Marktallee in Hiltrup, Stadtteilzentren wie Wolbeck-Mitte und Nahversorgungszentren wie in der Aaseestadt.

Neue Einkaufsmöglichkeiten für Hiltrup-Ost und Austermannstraße

Mit dem Ratsbeschluss rücken zwei neue Standorte in den Fokus. In Hiltrup-Ost und im Bereich der Austermannstraße sind neue Wohngebiete geplant. Die Stadt will dort frühzeitig passende Einkaufsmöglichkeiten mitdenken, damit die künftigen Bewohner Lebensmittel und andere Waren des täglichen Bedarfs möglichst wohnortnah erreichen können.

Ergänzend zu den zentralen Versorgungsbereichen gibt es in Münster 29 Nahversorgungslagen mit mindestens einem Lebensmittelsupermarkt. Auch die 13 Wochenmärkte im Stadtgebiet gehören zur Versorgungsstruktur. Ziel ist, dass möglichst viele Menschen ihre Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen können.

Weniger Einzelhandelsbetriebe in Münster

Die neue Fortschreibung des Konzepts basiert auf Daten, die seit 2024 in einem Beteiligungsprozess erhoben wurden. Demnach ist die Zahl der Einzelhandelsbetriebe in Münster zwischen 2015 und 2024 von 1.955 auf 1.613 gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 17,5 Prozent. Die Gesamtverkaufsfläche sank im selben Zeitraum von 644.500 auf 590.700 Quadratmeter, also um 8,3 Prozent.

Als ein wesentlicher Grund gilt der zunehmende Online-Handel. Dennoch liegt Münster bei der Verkaufsfläche pro Einwohner weiterhin über dem Bundesdurchschnitt. In Münster stehen 1,84 Quadratmeter Verkaufsfläche pro Kopf zur Verfügung, deutschlandweit sind es 1,51 Quadratmeter.

Mehr Einzelhandel in zentralen Versorgungsbereichen

Die Daten zeigen außerdem, dass sich der Einzelhandel in Münster stärker auf die vorgesehenen Zentren konzentriert. 2024 lagen 67 Prozent der Betriebe innerhalb zentraler Versorgungsbereiche. 2015 waren es 65 Prozent. Auch bei der Verkaufsfläche stieg der Anteil leicht von 52 auf 54 Prozent.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu