
Münster. Für viele Nutzerinnen und Nutzer in Münster läuft jetzt die entscheidende Frist für ihre @muenster.de-Adresse. Die Stadt hat den Umzug zu einem neuen Anbieter gestartet und weist zugleich darauf hin, dass bestehende Postfächer nur noch bis zum 31. Juli 2026 weitergeführt, gesichert oder verlassen werden können.
Seit Donnerstag, 23. April 2026, ist der Wechsel bestehender @muenster.de-Mailadressen zum Anbieter Posteo möglich. Wie die Stadt Münster mitteilt, endet der bisher kostenlose E Mail Service zum 31. Juli 2026. Wer die Adresse weiter nutzen möchte, kann sie über den neuen Anbieter kostenpflichtig fortführen. Nach Angaben der Stadt kostet ein Postfach dort einen Euro pro Monat. Außerdem verweist die Verwaltung darauf, dass der Dienst werbe und trackingfrei sei. Eigene Einnahmen erziele die Stadt aus diesem Angebot nicht.
Für Betroffene ist nun vor allem der Zeitfaktor entscheidend, denn bis Ende Juli müssen sie aktiv werden. Innerhalb dieses Zeitraums können sie ihre E Mails und weiteren Inhalte entweder zum neuen Anbieter umziehen oder eigenständig sichern. Wer keine kostenpflichtige Weiterführung der Adresse möchte, sollte also rechtzeitig eine Datensicherung vornehmen. Gleichzeitig informiert die Stadt die betroffenen Nutzerinnen und Nutzer per E Mail über das Ende des Angebots und über die verfügbaren Anschlussoptionen.
Praktisch relevant ist der Schritt aber nicht nur technisch, sondern auch im Alltag. Denn viele Menschen nutzen ihre @muenster.de-Adresse seit Jahren für Konten, Bestellungen oder Vereinsarbeit. Deshalb sollten sie frühzeitig prüfen, an welchen Stellen die bisherige Adresse noch hinterlegt ist. Die Stadt nennt dabei unter anderem Banken, Online Shops, soziale Netzwerke und andere Online Zugänge. Wer dort keine neue Mailadresse einträgt, könnte später wichtige Nachrichten oder Zugänge verlieren.
Wer den Umzug oder die Sicherung seiner Daten plant, braucht zwingend Zugriff auf das eigene Postfach. Genau deshalb weist die Stadt Münster besonders auf die Passwortfrage hin. Nutzerinnen und Nutzer, die ihre Zugangsdaten vergessen haben, können nur noch bis zum 30. Juni 2026 ein neues Passwort beantragen. Danach steht die Funktion „Passwort vergessen“ nach Angaben der Stadt nicht mehr zur Verfügung.
Gerade dieser Termin dürfte für viele wichtiger sein als die eigentliche Schlussfrist Ende Juli. Denn ohne gültige Zugangsdaten lässt sich das Postfach später nicht mehr ohne Weiteres öffnen. Der Zugriff bleibt dann nur noch mit dem bereits bekannten Passwort möglich. Deshalb empfiehlt die Stadt, den eigenen Zugang frühzeitig zu prüfen und den Wechsel oder die Sicherung nicht bis auf den letzten Moment aufzuschieben.
Hinzu kommt die endgültige Folge nach Ablauf der Frist. Mit dem 31. Juli 2026 werden die Postfächer einschließlich aller Inhalte unwiderruflich gelöscht. Das betrifft laut Stadt nicht nur E Mails, sondern auch Kontakte und Kalendereinträge. Wer seine Daten bis dahin nicht übertragen oder gesichert hat, verliert den Zugriff dauerhaft. Für viele Nutzerinnen und Nutzer in Münster ist das der zentrale Punkt dieser aktuellen Meldung, weil es eben nicht nur um eine Umstellung geht, sondern um das vollständige Ende des bisherigen Postfachs.
Die Entscheidung über das Aus des kostenlosen Angebots ist bereits im Februar gefallen. Der Rat der Stadt Münster hatte am 11. Februar 2026 beschlossen, den Dienst zum 31. Juli einzustellen. Als Hintergrund nennt die Stadt die angespannte Haushaltslage. Nach Angaben der Verwaltung verursacht der Betrieb des Angebots jährlich Kosten im hohen fünfstelligen Bereich.
Damit beendet Münster eine freiwillige Leistung, die für einen Teil der Bürgerschaft lange selbstverständlich war. Für die betroffenen Nutzerinnen und Nutzer ändert diese Begründung zwar nichts an den Fristen, sie erklärt aber, warum die Stadt den Dienst nicht mehr selbst kostenlos weiterführt. Stattdessen verweist sie nun auf den Umzug zu einem externen Anbieter oder auf die Möglichkeit, die gespeicherten Inhalte eigenständig zu sichern und das Konto auslaufen zu lassen.
Für alle Betroffenen bleibt deshalb nur ein begrenztes Zeitfenster. Wer die Adresse behalten will, muss den Wechsel einleiten. Wer sie nicht weiterführen möchte, sollte die Daten sichern und zugleich eine neue Kontaktadresse an den entscheidenden Stellen hinterlegen. Weitere Informationen und Antworten auf häufige Fragen stellt die Stadt online auf ihrer Informationsseite zum Mailservice bereit.
Dass der Umzug jetzt gestartet ist, kommt in Münster nicht aus dem Nichts, sondern steht am Ende einer längeren Debatte um die Zukunft der Adresse. Bereits zuvor war bekannt geworden, dass die Stadt nach Kritik an den Abschaltplänen eine Lösung für die Fortführung von @muenster.de gefunden hatte. Demnach sollen die rund 10.000 Nutzerinnen und Nutzer ihre Adresse gegen einen monatlichen Beitrag bei einem deutschen Privatanbieter weiterführen können.
Die nun gestartete Umzugsphase knüpft direkt an diese angekündigte Anschlusslösung an. Während die Stadt den kostenlosen Betrieb beendet, soll die Domain für bestehende Nutzerinnen und Nutzer also grundsätzlich erhalten bleiben. Für Betroffene heißt das aber auch, dass sie die verbleibenden Wochen nutzen müssen, wenn sie ihre bisherige Adresse behalten oder ihre Inhalte rechtzeitig sichern wollen.
Mehr zu den Hintergründen der Debatte und zur angekündigten Anschlusslösung steht im Vorabartikel von ms-aktuell.de: @muenster.de bleibt, Stadt findet neue Lösung.
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