Preußen Münster setzt in Wiesbaden direkt ein Ausrufezeichen

SC Preußen Münster äußert sich zu Vorfällen beim Spiel gegen Eintracht Braunschweig
Foto: SC Preußen Münster

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Preußen Münster ist mit einem 3:1 beim SV Wehen Wiesbaden in die neue Drittliga-Saison gestartet und hat dabei vor allem in der Schlussphase seine Effizienz ausgespielt. Montell Ndikom wurde nach seiner frühen Einwechslung mit zwei Treffern zum Matchwinner, ehe Marvin Schulz in der Nachspielzeit für die endgültige Entscheidung sorgte.

Ndikom kommt früh – und verändert das Spiel

Der Nachmittag begann für den SCP zunächst mit einem Rückschlag. Joshua Mees musste bereits nach rund einer Viertelstunde verletzungsbedingt vom Feld. Für ihn kam Montell Ndikom – und diese frühe Umstellung sollte den Spielverlauf entscheidend prägen. Nur wenige Minuten später nutzte der Angreifer einen Fehler von Wiesbadens Torhüter Florian Stritzel und brachte Münster in der 28. Minute mit 1:0 in Führung.

Bis dahin hatte sich ein umkämpftes Spiel entwickelt, in dem beide Mannschaften zunächst nur selten klare Räume fanden. Münster wirkte gegen den Ball aufmerksam und setzte offensiv auf direkte Aktionen. Die Führung hielt allerdings nicht lange. Nach einem Zweikampf im Strafraum entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter für Wiesbaden. Moritz Flotho verwandelte in der 37. Minute zum 1:1.

Der Ausgleich gab den Gastgebern sichtbar Auftrieb. Noch vor der Pause wurde die Partie intensiver, ohne dass sich eine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Münster musste sich nach dem Gegentreffer zunächst neu sortieren und ging mit dem Unentschieden in die Kabine.

Wiesbaden drückt – Münster hält dagegen

Nach dem Seitenwechsel übernahm Wehen Wiesbaden zunächst mehr Kontrolle. Die Hessen kamen häufiger in die gefährlichen Räume und zwangen den SCP phasenweise tief in die eigene Hälfte. Besonders Morten Behrens war nun gefordert und verhinderte mit mehreren Paraden einen Rückstand.

Münster verlor in dieser Phase etwas den Zugriff im Spiel nach vorne. Die eigenen Angriffe wurden seltener, während Wiesbaden zunehmend Druck entwickelte. Dennoch blieb die Defensive stabil genug, um die Partie offen zu halten. Genau das sollte sich später auszahlen.

Denn trotz der Wiesbadener Überlegenheit in einzelnen Phasen ließ der SCP das Spiel nicht kippen. Die Mannschaft verteidigte konsequent und wartete auf die Situation, in der sich selbst wieder Räume ergeben würden.

Ndikom übernimmt Verantwortung vom Punkt

Diese Szene kam in der Schlussviertelstunde. Ndikom setzte nach einem Ballverlust energisch nach, wurde im Strafraum zu Fall gebracht und holte einen Elfmeter für Münster heraus. Der Angreifer übernahm selbst die Verantwortung und verwandelte in der 77. Minute zum 2:1.

Damit wurde ausgerechnet der Spieler zur Schlüsselfigur, der ursprünglich gar nicht in der Startelf gestanden hatte. Ndikom hatte nicht nur das 1:0 erzielt, sondern sorgte mit seinem zweiten Treffer auch für die erneute Führung in einer Phase, in der Wiesbaden zuvor mehr vom Spiel gehabt hatte.

Für den SCP war das 2:1 zugleich der Moment, in dem sich die Partie endgültig in Richtung Münster verschob. Wiesbaden musste nun öffnen und mehr Risiko nehmen. Dadurch ergaben sich für die Gäste Räume für Konter.

Schulz setzt den Schlusspunkt in der Nachspielzeit

Die Gastgeber warfen in den letzten Minuten noch einmal alles nach vorne, doch Münster verteidigte den Vorsprung mit hoher Konzentration. In der Nachspielzeit folgte schließlich die Entscheidung.

Leon Tasov bereitete den Angriff vor, Marvin Schulz vollendete in der 93. Minute zum 3:1. Der kurz zuvor eingewechselte Offensivspieler machte damit den ersten Saisonsieg endgültig perfekt.

4535 Zuschauer sahen in der BRITA-Arena einen Auftakt, der für Preußen Münster vor allem wegen seiner Effizienz und Stabilität in Erinnerung bleiben dürfte. Der SCP überstand die schwierigste Phase nach der Pause, nutzte seine Möglichkeiten konsequent und hatte mit Ndikom einen Spieler auf dem Platz, der nach seiner frühen Einwechslung zum entscheidenden Faktor wurde.

Nach dem Abstieg ist der Start in die 3. Liga damit geglückt. Noch ist ein Auftaktsieg nicht mehr als ein erster Schritt – doch das 3:1 in Wiesbaden zeigt, dass Münster auch in engen Spielphasen Lösungen findet und Spiele über individuelle Qualität und Konsequenz entscheiden kann.

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