
Der Streit um den Nachbarschaftstreff Berg Fidel erreicht eine neue juristische Stufe. Nach Angaben von Berg Fidel Solidarisch hat der Immobilienkonzern LEG Räumungsklage gegen den Nachbarschaftstreff Berg Fidel e.V. eingereicht. Der Verein nutzt die frühere „Alte Post“ im Zentrum des Stadtteils für Nachbarschaftsarbeit, Mietberatung und die Lebensmittelausgabe der Tafel.
Der Nachbarschaftstreff Berg Fidel e.V. ist Träger der Stadtteilorganisation Berg Fidel Solidarisch. Die Räume in der ehemaligen „Alten Post“ gelten für die Initiative als zentraler Ort im Viertel. Dort finden unter anderem Beratungsangebote und soziale Unterstützungsangebote statt.
Die nun eingereichte Räumungsklage folgt auf einen seit Monaten laufenden Konflikt zwischen dem Verein und der LEG. Bereits zuvor war öffentlich bekannt geworden, dass die LEG das Mietverhältnis für die Räume beendet hatte. Der Nachbarschaftstreff akzeptierte diese Kündigung nicht und blieb nach dem Ende der gesetzten Frist in den Räumen.
Nach Angaben der Initiative will sich der Verein gegen die Klage juristisch verteidigen. Dafür wurde der Berliner Mietrechtsanwalt Marek Schauer beauftragt.
Für Berg Fidel Solidarisch steht mit dem Verfahren nicht nur ein einzelnes Mietverhältnis im Mittelpunkt. Die Initiative sieht die Räume als Teil der sozialen Infrastruktur im Stadtteil. Genutzt werden sie für Begegnung, Beratung und praktische Hilfe im Alltag.
Eine öffentliche Stellungnahme der LEG zur jetzt genannten Räumungsklage liegt bislang nicht vor. Belastbar ist damit zunächst die Darstellung der Initiative, dass die Klage eingereicht wurde und der Verein rechtliche Schritte vorbereitet. Klar ist zugleich: Der Konflikt um die „Alte Post“ in Berg Fidel ist damit nicht beendet, sondern verlagert sich nun auf die juristische Ebene.
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