
Dawid Kownacki Hannover 96: Der polnische Stürmer soll zur Saison 2026/27 zu Hannover 96 wechseln. Zuletzt spielte der 29-Jährige auf Leihbasis für Hertha BSC. Sein Leihvertrag in Berlin läuft zum 30. Juni 2026 aus. Eine offizielle Bestätigung aller beteiligten Vereine lag zunächst nicht vor.
Der Angreifer steht weiterhin bei Werder Bremen unter Vertrag. Bremen hatte Kownacki im Sommer 2025 für eine Saison an Hertha BSC abgegeben. In Berlin kam der Mittelstürmer in der abgelaufenen Zweitliga-Saison auf 21 Einsätze, fünf Tore und zwei Vorlagen. Damit blieb er zwar nicht ohne Wirkung, wurde aber auch nicht zur dauerhaften Stammkraft im Angriff der Berliner.
Hertha BSC hatte Kownacki im Juli 2025 als Verstärkung für die Sturmspitze verpflichtet. Die Berliner liehen den früheren polnischen Nationalspieler für die Saison 2025/26 von Werder Bremen aus. Der Schritt sollte Kownacki mehr Spielzeit ermöglichen, nachdem er sich bei Werder nicht dauerhaft durchgesetzt hatte.
Eine feste Übernahme durch Hertha zeichnete sich nach dem Saisonende zunächst nicht ab. Der Leihvertrag endet regulär am 30. Juni 2026. Damit führt der Weg des Stürmers formal zunächst zurück nach Bremen. Ob Werder mit Kownacki noch plant oder ihn fest abgibt, war zunächst nicht offiziell bestätigt.
Für Hannover 96 passt Kownacki in eine Phase sportlicher Neuordnung. Der Klub verpasste in der Saison 2025/26 den Aufstieg in die Bundesliga und beendete die Spielzeit auf Rang vier. Die sportliche Führung arbeitet nun am Kader für den nächsten Zweitliga-Anlauf.
Seit dem 1. Juni ist Jonas Boldt Geschäftsführer Sport bei Hannover 96. Er verantwortet die Lizenzmannschaft und die Akademie. In der Kaderplanung soll Boldt eng mit Sportdirektor Ralf Becker und Cheftrainer Christian Titz zusammenarbeiten. Der Verein hat diese Aufgabenverteilung bereits öffentlich beschrieben. Becker bleibt demnach operativ für den sportlichen Bereich wichtig, während Boldt die strategische Linie vorgibt.
Kownacki gehört zu den erfahrenen Angreifern im deutschen Profifußball. Der Pole wurde bei Lech Posen ausgebildet, spielte später in Italien für Sampdoria Genua und wechselte 2019 nach Deutschland. In der Bundesliga lief er für Fortuna Düsseldorf und Werder Bremen auf. Dazu kommen zahlreiche Einsätze in der 2. Bundesliga.
Seine beste jüngere Phase hatte Kownacki in Düsseldorf. In der Saison 2024/25 war er von Werder an Fortuna verliehen und erzielte dort in 29 Pflichtspielen 13 Treffer. Danach folgte die Leihe zu Hertha BSC. Dort kam er ebenfalls regelmäßig zum Einsatz, erreichte aber nicht mehr dieselbe Trefferquote.
Bei Hannover 96 würde Kownacki den Konkurrenzkampf im Angriff erhöhen. Der Klub arbeitet nach dem verpassten Aufstieg an einem Kader, der stabil genug für die komplette Saison sein soll. Gerade im Sturm zählt dabei nicht nur die reine Torquote, sondern auch Erfahrung, körperliche Präsenz und Verlässlichkeit über mehrere Wettbewerbsmonate.
Kownacki bringt diese Erfahrung mit. Zugleich wäre seine Verpflichtung kein risikofreier Transfer. In Bremen spielte er nur eine Nebenrolle, bei Hertha war seine Saison solide, aber nicht herausragend. Für Hannover wäre der Wechsel deshalb vor allem ein Baustein in der Breite und ein Versuch, einen bundesligaerfahrenen Stürmer in ein ambitioniertes Zweitliga-Projekt einzubauen.
Sollte der Transfer bestätigt werden, würde Hannover 96 seinen Kader früh weiter formen. Die Niedersachsen haben nach dem vierten Platz keinen kompletten Neustart angekündigt, sondern wollen die Mannschaft gezielt verstärken. Kownacki würde in dieses Profil passen: erfahren, ligaerprobt und mit nachgewiesener Torquote in der 2. Bundesliga.
Für Hertha BSC endet das Leihkapitel dagegen ohne feste Bindung. Für Werder Bremen könnte ein Abgang die Kaderplanung ebenfalls bereinigen. Kownacki selbst bekäme bei Hannover die Chance, sich erneut als Stürmer in einem ambitionierten Zweitliga-Team zu beweisen.
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